DACHAU . BRIEF III

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Konzentrationslager Dachau 3K, den 29. 1. 1945 , Gef.-Nr. 946..
Liebe Familie!
Die herzlichsten Grüße an Euch alle. Bin soweit gesund, was ich auch von Euch Dasselbe hoffe. Habe beide Briefe von Euch erhalten, vom 19. 12. und vom 5. 1. Es hat mich sehr gefreut ein liebes Schreiben von der Heimat zu bekommen.
Ich hoffe, daß Du meine Briefe wohl erhalten wirst. Das Du solange keine Schreiben von mir erhalten hast, ist darauf zurück zuführen, weil wir am 3. Dezember und erst wieder am 31.12. schreiben durften. Pakete habe ich bis jetzt alle zehn Stück bekommen und hoffe, daß Du nicht vergessen hast auf mich. Ein Zuschuß gibt sehr viel aus, überhaupt im Winter, wenn es sehr kalt ist. Kleider darfst mir keine schicken. Hoffe, daß Du noch welche Pakete aufgegeben hast vor der Sperre. Für weiterhin wird Dir schon die Frau P. Bescheid sagen. O. schreib viele Neuigkeiten und lange Briefe. Was sagt F.? Wie hast Du mit dem Vieh?, behalte nur alles was Du kannst. Hoffe, dass wir den Winter glücklich übertauchen und das wir uns doch noch Wiedersehen. Wenn Du noch was auf der Post anbringst, nütze es nur aus. Es freut mich, daß A. bei der Post Stellung bekommen hat und das jemand in der Nähe ist. Also O. sei nur rechtbehilflich der Mutter und klein H. auch brav sein, dann wird alles gut, wenn ich nach Hause kommen sollte. Schreibt mir auch wo V. und A. sind, hoffentlich wohl noch am Leben. Heute weiß man nicht, was der morgige Tag bringt. Ich lasse auch alle Beide herzlich grüßen und schreibe ihnen, daß sie trachten sollen sich durchzuschlagen. Ich grüße auch alle meine Nachbarn, Verwandte und Be­kannte, grüße auch an alle Frontsoldaten. Liebe T., sei nur stark, mag kommen was will. Hoffe, daß einst auch für uns zwei die Sonne scheinen wird. Also viele tausend Grüße nochmals von Eurem Vater.
 
Schicke bitte Knoblauch und Zwiebel.
 

27.4.05 07:55 verlinken / kommentieren

 

DACHAU . BRIEF II

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Dachau 3K, den 31.12. 1944; Gef. Nr. 946..
 
Liebe Familie !
 
Die herzlichsten Grüße noch im alten Jahr sendet Euch allen euer Vater und wünscht allen ein Prosit Neujahr. Ich bin soweit gesund, was ich auch von euch dasselbe hoffe. Ich gebe bekannt, dass ich die Pakete mit großer Freude bekommen habe und zwar ein großes und zwei kleine, acht Tage vor Weihnachten. Gestern, am 30.12. ein großes Paket, wo die Ohrenschützer beigelegt waren und in gutem Zustand erhalten. Meine Lieben, ich war sehr erfreut über alles was ihr mir geschickt habt. Ich grüße auch den Tabakpflanzer T. und seine Familie und wünsche allen einen guten 45ziger und noch eine bessere Ernte in diesem Jahr. Ich bedanke mich für seine Spende. Liebe T., Kleider braucht ihr mir keine schicken, wenn ich was brauche werde ich schon schreiben. Am liebsten sehe ich Brot, auf das dürft Ihr wohl nicht vergessen. Wenn es dir möglich ist, wenigstens alle vierzehn Tage ein Laib Brot.
Das letzte Schreiben habe ich am 5. 12. erhalten, warte sehr schwer auf die nächste Post. Wie habt ihr die Weihnachtsfeiertage zugebracht? Waren die Söhne auf Fronturlaub oder sind Ihr allein gewesen? Auch wir haben einen Baum gehabt, aber viel schöner wäre es doch bei Euch zu Hause. Grüße auch I. und L. , wünsche Ihnen alles Gute.  Sage Ihm er soll auch M. schön grüßen und das er immer so billigen Kauf gemacht hat, kann er sich wohl mit einem Pims und eine Pappenschmiere an uns erinnern. Die Imker sollen den Anerkennungszins in Natura bezahlen. Wenn du Honig bekommst, schickt in einer Bierflasche, vielleicht hat F. einen Sacharin übrig. Vergesst nicht ein paar Knollen Zwiebel und Knoblauch. Feuersteine sind auch im Laden, leg sie auch bei. Liebe O. ich gratuliere Dir alles gute zu deinem Geburtstag, sei brav wie bisher.
Liebe T. mach Dir keine großen Gedanken, tröste dich damit, wenn ich nicht hier wäre, wäre ich auch nicht bei Dir zu Hause. Was macht klein H., fest Schlittenfahren. Viele tausend Bussi aus der Ferne, ich warte auf eine baldige Antwort, die besten Grüße an Euch allen, Bekannte wie Verwandte.

25.4.05 10:47 verlinken / 4 Kommentare / kommentieren

 

DACHAU . BRIEF Ifficeffice” />
 
Konzentrationslager Dachau 3K, den 30. 9. 1944 , Gef.Nr. 946..
Meine liebe Frau und Kinder!
Ich bin gesund und es geht mir gut, was ich auch von Euch dasselbe hoffe. Habe Euer Schreiben mit großer Freude erhalten. Das Paket wird wohl später kommen. Dieser Brief ist der Dritte, den ich Euch schreibe. Die Neuigkeiten haben mich sehr erfreut, dass im Betrieb auch diese Herrn einrüc­ken müssen. V. und T. helft der Mutter die schweren Arbeiten fertig zu machen, bevor Ihr einrückt.
Liebe Mutter und O., Kopf hoch, nicht verzagen, alles hat ein Ende, es kommt bald ein Wiedersehen. Gott gib, dass wir uns alle wieder zusammenfinden werden.
Was das Vieh betrifft, mach was Du glaubst, ist eine Kuh trächtig? Behalte die beste Kuh, mit einer wirst schon fertig werden. Im Winter wenn es kalt wird, gib sie zu der H. hinüber. Für mich macht Euch keine Sorgen, schaut nur, dass Ihr fortkommt. Es wäre recht jede Woche einen Laib Brot, bis zu zwei Kilogramm, ohne Begleitschein zu befördern. Das nächste mal schickt mir die Weste oder den Pullover, dann Mitte Oktober könnt ihr mir 60 Rm schicken. Der Freund kann sicher einwenig Eigenbautabak entbehren und mir zu­kommen lassen. Sacharin wäre auch recht, wenn Du nicht schon beigelegt hast, mit den Lebensmittel wird es auch sehr schwer sein. Wenn keine Zusatzkarten sind, kannst du den Verwandten keine Lebensmittel mehr geben und aushelfen. Man muss auf sich selbst schauen.
O. schreib recht viel und fleißig Neuigkeiten. Wenn V. Einrücken sollte, dann musst Du nach ihm eine Unterstützung beziehen. Solange sie nicht kommt, gehe nur zum Herrn P. einkaufen auf Kredit, wir werden schon bezahlen.
Viele herzliche Grüße an Euch alle, Mutter, V., T., O. und meine liebste kleine H. Ich komme bald wieder. Die besten Grüße auch an alle Verwandten und Bekannten, an meine Arbeits- und Schlafkollegen, besonders an W . Sag ihm er soll das Zeug vom Holzschlag heimbringen. Mit Grüssen Vater.
 
22.4.05 13:07 verlinken / kommentieren

 

KZ – DACHAU . HAFTfficeffice” />
 
Dr. A. Walzl schildert in einem Artikel welche Bedeutung das KZ Dachau innerhalb der NS-Vernichtungsmaschinerie hatte und welche Bedeutung für Österreich und für Kärnten:
Das KZ Dachau hat für Österreich schon 1938 seine Wichtigkeit bekommen. Da hat die NS-Herrschaft in Österreich, somit auch in Kärnten, mit umfangreichen Verhaftungsaktionen bei den Funktionären des Ständestaates, den Spitzen der Vaterländischen Front, bei den jüdischen Mitbürgern und dann alle Funktionäre der Sozialdemokratischen und Kommunistischen Partei von denen man gewusst hat, begonnen. Somit war Dachau schon im Mai 1938 zum Bersten voll, so dass ein Teil der verhafteten Österreicher in andere KZ, wie Buchenwald, weitertransportiert wurden. In den folgenden Jahren sind sehr viele Kärntner nach Dachau gekommen die von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) unter dem Verdacht der Partisanenbegünstigung, des Hörens von Feindsendern oder wegen regimekritischer Äußerungen festgenommen worden sind. Andere Gründe für Verhaftungen waren die Hilfe für Verhaftete, die vermutete Mitwirkung bei Propagandaaktionen gegen das NS-System, vermutete oder wirkliche Mitwirkung bei Sabotageakten. Die Gestapo hatte Machtbefugnisse die weit über jene der Gerichte hinausgegangen sind. In vielen Fällen hat die Gestapo die Verhafteten nicht an die Gerichte zur Rechtssprechung abgegeben, sondern auf Grund des Schutzhaftgesetzes direkt in die KZ eingewiesen. Nach dem Hitlerattentat vom 20. Juli 1944 haben wiederum umfangreiche Verhaftungsaktionen eingesetzt und eine dieser Aktionen, die sogenannte Aktion „Gitter” hat alle einstigen sozialdemokratischen  und kommunistischen Funktionäre erfasst.
 
Die Lebens- und Arbeitsbedingungen im KZ Dachau waren unterschiedlich.
Es hing vom Zufall ab in welchen Block man kam, in welches Arbeitskommando und im Bedarfsfall in welches Krankenrevier. So konnte der eine überleben andere hatten die Möglichkeit zum Überleben nicht. Die Ernährungssituation war katastrophal. Die Erfahrung des totalen Ausgeliefertseins ist sicher eine der schrecklichsten menschlichen Erfahrungen, welche man auch im KZ Dachau machen musste.
 
20.4.05 09:02 verlinken / 7 Kommentare / kommentieren

 

FUCHZG JOAHRfficeffice” />
 
Fuchzg Joahr späta hot
a gebüldeta öltara Herr
gmant, dos de heitige
Jugend an Orbatsdienst
brauchat, so wia untan
Hitla.
 
Sechzg Joahr späta hom
de Hitlaonhänga behauptat,
dos von de Nazis kane Judn
in Viehwaggons in de KZs
vaschickt san woarn.
Se hom gsogt, dos noch  
im vierevirzga Joahr
jidische Fraun in Pelzmäntl
im Speisewogn gsessn san
und noch Amerika ausgreist san…
 
 
FÜNFZIG JAHRE
 
Fünfzig Jahre später hat
ein gebildeter älterer Herr
gesagt, dass die heutige
Jugend einen Arbeitsdienst
brauchen würde, so wie zu
Zeiten vom Hitler.
 
Sechzig Jahre später haben
Hitleranhänger behauptet,
dass von den Nazis keine Juden
in Viehwaggon in die KZs
verschickt wurden.
Sie haben gesagt, dass noch
im Vierundvierziger Jahr
Jüdische Frauen in Pelzmäntel
gehüllt im Speisewaggon gesessen sind
und nach Amerika ausgereist sind…
 
 
19.4.05 18:43 verlinken / 3 Kommentare / kommentieren

 

KZ – DACHAU . BESUCH

14. 5. 1993fficeffice” />
 
Nachdem ich am Vortag eine Mustermesse in Salzburg besucht habe, fahre ich heute, am 14. 5. 1993 von Salzburg  nach Dachau. Am meisten fürchte  ich den Verkehr im Raume München, welcher dann  geringer als erwartet ist. Um elf Uhr treffe ich am Parkplatz vom Konzentrationslager Dachau ein . Die Zufahrt ist genau beschildert. Ich bin überwältigt von der Größe des Areals und den unüberwindbaren Lagermauern. Das Gelände war abgesichert durch einen  Wassergraben, Stacheldrahtverhau, Stacheldraht unter Strom, Betonmauern und Wachtürmen. Ich stehe am Appellplatz  wo sich viele Schicksale der Inhaftierten entschieden haben.
 
Das Konzentrationslager wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Pulverfabrik im Jahre 1933 errichtet. In der Amtssprache der Nationalsozialisten diente es für Sozialisten, Kommunisten, Zigeuner, Priester und Juden als „Anhaltelager”.  Nach der Machtübernahme durch Hitler  wurden die Juden gleich zu Feinden erklärt, enteignet, aus allen Ämtern verdrängt und ohne Gerichtsverhandlung hier inhaftiert. Die Propaganda der Lagerleitung lobte die guten Aufenthaltsbedingungen  im Lager,  die Verpflegung, die Arbeitsbedingungen und die medizinische Betreuung. Die wirklichen Zuständen im Lager waren ein Widerspruch wie Tag und Nacht. Der Lageralltag bestand aus minimaler Verpflegung, Schwerstarbeit und medizinischen Versuchen an den Inhaftierten. Die Schautafel in der Eingangshalle mit allen KZ in Europa und deren Außenlager  vergesse ich nicht. Hunderte von Lagern überzogen Mitteleuropa wie ein Hautausschlag bis in den Süden nach Kärnten.
 
Zirka 35.000 Menschen fanden in Dachau den Tod, weitere zigtausend  wurden zur Vergasung in andere Konzentrationslager verschickt. Die Toten, sei es durch Erschöpfung, Krankheit, Hunger und Erschießungen wurden im Krematorium verbrannt. Für diese Ziegelöfen wurden Baubewilligungsverfahren abgewickelt und die Firmen mussten über die Kapazität der Verbrennungsöfen vor Baubeginn Auskunft geben. Für die als Brausebad getarnte Gaskammer wurde auch eine Baubewilligung eingeholt. Vor der Verwendung der Gaskammer  kam das Kriegsende. Je länger der Krieg dauerte umso schlechter wurden die Haftbedingungen. In den Eingangstüren der Baracken stand der Spruch „Arbeit macht frei” . In dreißig Baracken wo Platz für fünf- bis sechstausend Menschen war, wurden bis zu dreißigtausend Menschen zusammengepfercht.
 
Menschen aus allen Teilen der Welt besuchen das ehemalige Konzentrationslager. Einige fotografieren und filmen, andere sind gleichgültig, andere nachdenklich und manche brechen in Tränen aus. Ich fotografiere  mit dem Gefühl, ich störe damit die Totenruhe dieser gequälten und zu Tode geschundenen Menschen. Die Fotos sind  für  jene gedacht welche behaupten es hätte keine Konzentrationslager gegeben. Ich gehe in die Andachtsstätten der jüdischen, katholischen und evangelischen Religionsgemeinschaften. Gedenken ist mir zuwenig, man muss Widerstand leisten gegen das neu aufkommende nationalsozialistische Gedankengut und gegen die Verharmlosung der Verbrechen in der NS-Zeit. Die Lagerinsassen vom KZ Dachau wurden am 29.4.1945 von den Amerikanern befreit.
 
Gerne hätte ich die Altstadt von Dachau besucht und die Ausstellung von der „Deutschen Malerkolonie”, aber der Tag ist schon zu weit fortgeschritten. An der Einfahrt zu Dachau steht : „Es grüßt sie das 1200jährige Dachau”.

17.4.05 19:14 verlinken / 4 Kommentare / kommentieren

 

GUMMI . CAMILLA
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Ich hatte in meinen Jugendjahren im Winter bei bitterer Kälte und viel Schnee kein ordentliches Schuhwerk. Dies bedeutete mit Halbschuhen eine dreiviertel Stunde von Zuhause zum Bahnhof zu gehen, sodass die Zehen halb gefroren waren. Jetzt frage ich mich warum braucht ein Mensch, wie es jetzt von Camilla anlässlich ihrer Hochzeit mit Prinz Charles berichtet wurde, 400 (vierhundert) Paar Gummistiefel. Diese  Stückzahlen werden auch auf  ihre andere Garderobe zutreffen.
 
Während meiner Bundesheerzeit in Graz hatte ich zum Ausgehen ein paar „Sonntagsschuhe” aus Plastik. Im letzten Monat der Militärzeit, im November, sind die Sohlen entzwei gebrochen. Ich hatte nicht soviel Geld um mir ein paar neue Schuhe zu kaufen. Es war zum Glück nicht sehr kalt und ich wurde beim Ausgehen nur nass an den Füssen. Endgültig zu Bruch gingen die Schuhe, als ich vom Bundesheer entlassen, vom Bahnhof zu Fuß nach Politzen ging. Dabei brachen die vorderen Stücke der Schuhe weg, so dass die Vorderfüße  aus den Schuhen in den Schnee ragten.
 
Viele Bewohner in den Oststaaten würden sich  wenigstens ein paar ordentliche  Schuhe  für den Winter oder für die Regentage wünschen. Bei uns wird im Fernsehen viele Stunden von der Hochzeit zwischen Prinz Charles und Camilla berichtet.
 
Opium für das Volk.
 
 
 
14.4.05 14:51 verlinken / 4 Kommentare / kommentieren

 

SELBST  .  HYPNOSE

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Auf Grund einer Woche fast völliger Fernsehabstinenz bin ich der Suggestion der Bilder, von den Begräbnisfeierlichkeiten für Papst Johannes Paul II, entkommen. Die Persönlichkeit und das Charisma des Papstes hat sicherlich dazu beigetragen, dass so viele Menschen an seinem Begräbnis teilgenommen haben. Kaum dürfte dazu seine Auslegung der Bibel und der Dogmen beigetragen haben, eher schon das Gesetz der Masse, die Massensuggestion. Wo viele Menschen sich versammeln, an einem Ereignis teilnehmen, da wollen viele andere auch dabei sein. Ähnlich verhält es sich mit der großen Liste der „trauernden” Staats- und Regierungschef. Keiner wollte  in dieser „Hitliste der Trauernden” fehlen.
 
Die Aussagen des verstorbenen Papstes zu vielen Problemen und Schwächen der Welt können nur ein Sirup, ein Konzentrat sein, welches erst in der Interpretation und Durchführung durch andere Menschen wirken können. So sind auch die Bibeltexte ein Sirup, ein Konzentrat,  welche ihre Wirkung erst durch die Anwendung des Menschen entfalten können. Es gibt vor allem jenen Hoffnung, die verzweifelt sind und keine Hoffnung durch andere Menschen erfahren, eine Art von Selbsthypnose. Gott braucht sich nie zu beweisen, ob er hilft oder nicht hilft.
 
Wenn ich Gott bei der Suche nach einem Arbeitsplatz um Hilfe bitte, dann kann ich diese Bitte um Hilfe nie bei ihm einfordern, auch dann nicht, wenn ich keinen Arbeitsplatz finde. Die Bitte an Gott ist sozusagen eine psychische Hilfe, ein Ort des Trostes, nicht mehr und nicht weniger.
 
Manchmal hat man den Eindruck, dass die Hierarchie der katholischen Kirche diese Ausbreitung des Sirup, des Konzentrat behindert.
 
Bibeltexte zur Selbsthypnose.   

11.4.05 19:20 verlinken / kommentieren

 

KATZEN . MENSCH

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Zu meinem Blogbeitrag KATZEN . TREUE  hat  KatzenMensch von sich  folgende Geschichte erzählt. KatzenMensch schreibt:
 
„ Ich würde sagen übernatürlich sind Katzen schon, sie haben wirklich einen sechsten Sinn. Ich war etwa fünf Jahre alt und habe  mich im Schlaf verschluckt , keine Luft mehr bekommen und war kurz vor dem Ersticken. Meine Katze Gina, die bei mir geschlafen ist, hat gemerkt was mit mir los ist und ist zu meinem Vater in das Wohnzimmer gelaufen und hat miaut. Sie ist immer wieder in mein Zimmer zurück und wieder in das Wohnzimmer, so wurde mein Vater aufmerksam. Wenn damals Gina nicht gewesen wäre, dann könnte ich diesen Text hier nicht schreiben, ich wäre dann schon tot.
Also wie gesagt, Katzen sind etwas besonderes. Auch wir Menschen haben übernatürliche Fähigkeiten. Meine Gina, jetzt vierzehn Jahre alt, wäre vor einem Monat fast gestorben. Normalerweise kommt sie, wenn sie von mir gerufen wird, sofort. Aber diesmal kam nur ein ganz schwaches Miauen. Ich hob Gina auf meinen Arm, ihre Augen schlossen sich und es war schon soweit, das sie stirbt. Mir kamen die Tränen und ich sagte zu ihr, du darfst mich jetzt noch nicht verlassen. Nach etwa dreißig Minuten ging es ihr wieder besser, jetzt ist sie fast wieder die Alte, nur noch etwas schwach. Jetzt frage ich mich, hat sie neue Kräfte mobilisiert um für mich am Leben zu bleiben oder habe ich ihr neue Kraft gegeben ? Für mich war diese Situation übernatürlich genug. „
 
Natürlich das Übernatürliche.
 
 
 

8.4.05 10:59 verlinken / kommentieren

 

DIE . KARTÄUSERIN

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Alles hätte anders kommen können, dann wäre der Roman von Pierre Peju nicht geschrieben worden und ich hätte den Roman nicht lesen müssen, lesen können. Es ist gekommen wie es hatte sein müssen. Der Buchhändler Vollard  verspätet sich bei der Abfahrt  mit seinem Auto, die Mutter Therese verspätet sich bei der Abholung ihres Kindes Eva von der Schule. Eva steht allein im Regen am Gehsteig und läuft unkontrolliert auf die Strasse und Vollard kommt in diesem Moment mit seinem Auto. Eva wird vom Auto erfasst und auf den Gehsteig geschleudert. Für den Buchhändler und Buchliebhaber Vollard ist damit die Zeit vorbei,  „sich in den Buchseiten zu verlieren”.  Therese kommt „vom Fahren um zu fahren” zurück und findet ihre Tochter im Krankenhaus wieder. Vollard findet die Möglichkeit bei den Besuchen im Krankenhaus „sich von sich selbst zu befreien”. Therese befindet sich noch immer in der Situation, dass sie „bloß hatte sie absolut keine Ahnung was sie wollte”. Eva bleibt stumm und Vollard  wandert im Grande Chartreuse, „um die gefährliche Energie loszuwerden”. Dann kommt „die entsetzliche Weihnachtszeit „ und noch einmal nimmt das Leben von Vollard, Therese und Eva eine Wendung wie es kommen musste, aber es hätte auch ganz anders kommen können.
 

( Die kleine Kartäuserin, Pierre Peju, Piper Verlag, ISBN 3492-046193)

 

Lesen, lesen.
 
  

5.4.05 12:29 verlinken / kommentieren

 

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