VER:antwortung
Der Kreis für unsere Verantwortung wird immer größer. Es genügt nicht, dass wir die Verantwortung für die Familie, einen Betrieb oder die Gemeinde tragen. Heute wird verlangt, dass jeder Verantwortung für die ganze Welt übernimmt. Wie nehmen wir die Welt wahr?, besteht die Wahrnehmung der Welt aus der Zeitung, aus dem Fernsehen, neu dazugekommen ist das Internet. Auf Reisen nehmen wir entferntere Teile der Welt wahr, diese werden jetzt durch Reiseberichte oder Google Erath ersetzt. Der Drang zum Verreisen kann zur Sucht werden, ein Ablenkungsmanöver, weil man sich nicht wahrnehmen will, ein verreisen vor sich selbst. Je mehr wir an Informationen aufnehmen, umso unsicherer werden wir in unserer Urteilsbildung.
Früher genügte zur Urteilsbildung, dass man die unmittelbare Umgebung aufmerksam wahrgenommen hat. Heute glaubt man, dass zur Urteilsbildung die ganze Welt einfließen muss, trotzdem ist alles Stückwerk.
Die Tastatur.
Tags: Reisefieber

25. Juli 2009 um 16:51
Hallo Schlagloch!
Grad´in letzter Zeit habe ich mehr Verantwortung für mich selber übernommen, und daher auch, was Andere betrifft, einen Haufen davon abgegeben, die ich vorher bereit war auf mich zu nehmen.
Bei richtigem Nachdenken, ist jeder für sich selbst verantwortlich,…und genau “da” kann man auch anfangen welche zu übernehmen, denn darauf hat man Einfluß.
Liebe Grüße
Grey Owl
25. Juli 2009 um 20:51
Die größte Leidenschaft des Menschen ist, vor sich selber wegzulaufen. Das hast Du in einigen Sätzen Deiner Post schön umrissen.
Um dann Verantwortung zu übernehmen, darf man schon mal nicht vor sich selber Reisaus nehmen.
Gruß
Gerhard
26. Juli 2009 um 11:16
Wenn man nicht reisen kann, weil man sich kein Ticket für ein Flugzeug leisten kann oder weil der Benzinpreis zu hoch geworden ist wird die Welt wieder kleiner.
Damit auch die Verantwortung.
Dennoch bleibt die innere Welt unendlich groß.
liebe Grüße
elisabeth
26. Juli 2009 um 16:48
Hallo Schlagloch
Auch wenn es manchmal schwer fällt.
Je weitreichender die Informationen, desto weniger ist es möglich verantwortungsbewußte Entscheidungen zu treffen. Es wird soviel getrickst, gelogen, manipuliert, das man wenigen Infos glauben kann. Nur welchen?
Da ist es schon einfacher, die Verantwotung für sich selber und dem nahen Umfeld zu übernehmen
Grüßli zum Sonntag
27. Juli 2009 um 12:23
Hallo!
@ GreyOwl
Es stellt sich die Frage, ob es die Anderen wollen, daß man für sie Verantwortung übernimmt.
@ Gerhard
Es gibt manches mal wirklich Gründe, vor sich selbst davon zu laufen.
Gruss schlagloch.
27. Juli 2009 um 12:30
Hallo!
@ Elisabeth
Die Gefahr ist groß, daß man äußere Erlebnisse mit innerem Reichtum verwechselt.
@Schlafmütze
Welchen Informationen sollen wir glauben, den Offiziellen, den Inoffiziellen, den Befürwortern, den Gegnern, den Nutznießern, den Geschädigten, den Eigenen…
Gruss schlagloch.
27. Juli 2009 um 15:24
“Es ist eine der Krankheiten unserer Zeit, die Scheu vor der Verantwortung”, sagte Fürst von Bismarck, 1815 – 1898.
Über 100 Jahre später scheint noch kein Kraut gegen diese Krankheit gefunden zu sein.
Je mehr Informationen eindringen, desto geforderter ist man, in die Tiefe zu gehen … das erfordert Kraft. Wer hat schon genug davon?
LG Isabella.
27. Juli 2009 um 16:14
Hallo Isabella!
Bei der Fülle von Problemen die in Österreich, in Europa und in der Welt auftreten, ist man beim Helfen überfordert. Man verliert die Übersicht und die Kraft. Die eigenen Probleme sind oft nicht so groß, wie man sie selbst sieht.
Gruss schlagloch.
28. Juli 2009 um 06:43
wie recht du damit hast
weiß ich
du auch?
elisabeth
28. Juli 2009 um 07:52
Das Wissen ist
größer als das Handeln.
Gruss schlagloch.
09. Februar 2012 um 02:20
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