sonnen:bogen

Wie das Schicksal oder die Vorsehung in ein Menschenleben eingreifen kann, zeigte sich bei einem Verkehrsunfall auf dem Gailtalzubringer. Bei Arnoldstein führt von der Alpen Adria Autobahn ein Zubringer durch die Schütt nach Nötsch. Damit wurde eine schnelle Straßenverbindung in den Zentralraum von Kärnten geschaffen. Vor dem Bau des Autobahnzubringers hat es in vielen Bürgerversammlungen große Diskussionen darüber gegeben, wo die Trasse verlaufen soll. Die Straße führt durch ein Naturreservat mit seltenen Pflanzen, Vögeln und Reptilien. Die Gegner des Gailtalzubringers argumentierten, dass wegen wirtschaftlicher Interessen Biotope und Wildreservarte zerstört werden. Eifrige Befürworter des Gailtalzubringers  waren die Tourismusbetriebe der Schigebiete im oberen Gailtal. Nach dem Bau des Zubringers wurde über der Straße eine große Holzkonstruktion errichtet, der sogenannte Sonnenbogen. Er soll ein Gruß an die einreisenden Touristen sein. Auf der kurvigen Straße ereigneten sich schon einige tödlich Unfälle, mit verschiedenen Ursachen. Ein besonders tragischen Unfall war, als in den frühen Morgenstunden ein LKW-Fahrer nach dem Abladen von Schotter vergessen hatte, seinen Kipper einzufahren. Er fuhr mit dem hochgestellten Anhänger Richtung Nötsch und streifte dabei den Sonnenbogen. Dieser stürzte in sich zusammen und begrub unter sich ein  Personenauto, welches gerade in diesem Moment auf der Gegenfahrbahn daherkam. Der Lenker wurde tödlich verletzt. Nach menschlichen Vorstellungen eigentlich unfassbar. Der Sonnenbogen wurde wieder hergestellt.

Sonnenfinsternis.

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