frühjahr:putz II

Ein Highlight beim Frühjahrsputz ist das Bücherregal und die darin deponierten Bücher abzustauben. Es ist erstaunlich, wie viel Staub sich auf dem oberen Buchrand sammelt. Mit einer Bürste werden die Bücher vom Staub befreit. Gerade so, wie ich es in meiner Buchhandelslehre in Spittal/ Drau gelernt habe. Dort war das Aufnehmen der Bücher in die Inventurlisten und das Abstauben der Bücher zum Jahreswechsel angesagt. Vor kurzem bin ich auf einen Blogartikel gestoßen, wo jemand über das Ausmisten von unnötigen Haushaltswaren, Kleidern und Büchern berichtet hat. Sie hat das Loslassen von Gebrauchsgegenständen des Alltags, das Entsorgen von unnötigem Hausrat als eine Erleichterung empfunden. Als Ballast abwerfen, welcher sich auch in der Befreiung von sonstiger seelischer oder beruflicher Alltagslast niederschlägt. Ein Akt der Befreiung. In diesem Blogartikel wurde auch darüber diskutiert, ob zum Ballast abwerfen auch das Entsorgen von Büchern gehört? Oder fallen diese in eine höhere Kategorie, will heißen in einen geistigen Status? Es war die Rede davon, dass man alle gelesenen Bücher entsorgen kann, es bleiben dann immer noch genug Bücher übrig. Bücher, die ungelesen im Regal stehen. Dazu gesellen sich noch ein- bis zweidutzend Lieblingsbücher, oder Bücher aus Kindheitstagen.  Eventuell Bücher, welche man vom ersten, selbstverdienten Geld gekauft hat.

Lieblingsbuch

5 Gedanken zu “frühjahr:putz II

  1. Jesu Gleichnis von den zehn Jungfrauen beim Besatzungsmachtsteuerbeamten Levi, „Mt 25,1“, in unserer von Annie V a l l o t t o n illustrierten Übersetzung auch dramatisch illustriert: auf unseren Bücherregalen und Bildschirmen fand ich – ich wachte vor weniger als einer Stunde aus einem Traum auf – nun klar und einfach, daß die Jungfrauen der B r a u t entgegengehen, und den Honig Samsons, der ja deutlich an Bücher erinnert, als Erklärung. Gäbe es eine bessere?

  2. Herr Siegfried Paul Posch!

    Ihr Bibelwissen ist umfangreich. Den meisten Leser-innen der Webseite werden die genauen Hintergründe ihrer Zitate und Anspielungen unklar sein, sie enden immer mit einer Frage. Auch für mich, dem Schüler einer katholischen Koranschule, bleibt vieles unklar. Bitte um mehr Klarheit!

    Gruss schlagloch.

  3. JESU WORTE, daß die Jungfrauen der B r a u t entgegengehen, fanden wir – ich erwachte vor weniger als einer Stunde aus einem Traum – nunmehr auch in „HERDERS LAIEN-BIBEL“, Freiburg im Breisgau und Erzbistum Köln, s. Seiten 693 und römisch 10. Zu unseren Einträgen auf dem elektrischen „gästebuch landjugend oberwölz“ wäre an Ignaz Döllinger zu erinnern. Sehr klar und sehr einfach blieb übrigens unverrückbar zu erkennen, daß Unterricht in einem Fach „Religion“ mit Unterricht in einem Fach „Biologie“ oder „Naturgeschichte“, dessen Unterrichtende ihre Auffassung von “ E v o l u t i o n “ – wozu mein Name in Publikationen aufscheint – weitergaben, für den Schüler unvereinbar war und ihn seit den siebziger Jahren überfordern mußte.

  4. Ich habe Bücher durchaus entsorgt. So etwa 5 Prozent. Das ist schon sehr viel.
    Beim nächsten Mal werden es wieder 5 Prozent sein.
    Spannender ist für mich die Frage, WiE man zu lesen hat: Uberschlagsmässig ist ok? Angelesen ok? Kapitel herausgenommen ok?
    Man hat das Problem: Zuviele Bücher.

  5. Hallo Gerhard!

    Es hat Jahre gegeben, die Zeit zwischen 25 und 45, da habe ich von Schriftstellern zumeist drei bis fünf Bücher vollständig gelesen. Dazu zählen Thomas Bernhard, Peter Handke, Albert Camus, Jose Saramago, Ignazio Silone, Fulvio Tomizza, Giorgio Bassani um nur einige zu nennen.

    Heute ist es von einem AutorInn zumeist nur eines. Zudem war ich die letzten Jahre an „Pflichtlektüre“ gebunden.

    Derzeitige Lektüre, voll spannend und lesenswert: Yuval Noah, Eine kurze Geschichte der Menschheit.

    Gruss schlagloch.

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