schweine:bucht III

Aus unserer großen Herde wurden für den Marsch nach Villach die Kräftigsten ausgewählt und an den neuralgischen Punkten Wachposten hinterlassen. Damit kann uns nach dem Ende der Operation der Rückweg nicht abgeschnitten werden. In der Vorbereitungszeit haben einige aus unserer Herde ernsthaft behauptet, sie könnten in der Drau schwimmen. Mit schweinischer Schadenfreude beobachte ich, wie immer mehr Villacherinnen und Villacher herbeiströmen, aber von meinen Artgenossen, die in mehreren Reihen auf der Straße liegen, daran gehindert werden den Wochenmarkt zu betreten. Von allen Seiten werden Rufe laut: „Dies ist eine bodenlose Schweinerei, weg mit diesen Schweinen“. Den Verlockungen des frischen Gemüse am Markt konnten einige aus unserer Herde nicht widerstehen und haben sich wie Säue darüber hergemacht. Durch meine Anordnung wurden sie von den Katzen aufgefordert zu den anderen zurückzukehren.

In einer Ecke des Marktgeländes hat sich ein Teil der Marktfieranten zurückgezogen und ich nehme an, dass sie darüber beraten, wie sie unsere Blockade auflösen können. Charly und Undine können mit ihrem feinen Gehör die Gedanken von Menschen hören und schleichen sich an die Gruppe heran. Sie berichten mir, dass die Händler die Absicht haben die Polizei und die Feuerwehr um Hilfe zu bitten, um unsere Belagerung zu sprengen…

Osterbrauch

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