kind:heit II

Heute schlägt das Bedürfnis nach Anleitungen für die Unterstützung beim Erziehen der Kinder in das Gegenteil um. Durch den leichten Zugang zum Internet wird bei jedem Konflikt mit dem Kind, bei jedem Furz des Sprösslings, im Internet gegoogelt. Kurz und bündig ausgedrückt, bei Problemen und Beschwerden mit Jugendlichen lies nach bei Google. Googeln hilft immer, zumindest erhöht die Zweifel. Nicht viel geändert hat sich an den Entwicklungsphasen der Jugendlichen, man könnte sagen Gott sei Dank. Manche Abschnitte setzten um ein bis zwei Jahre früher ein.

Heute beklagt man, dass es zu wenige Psychologen, im speziellen Kinderpsychiater gibt, genauso wie Sozialhelferinnen. Vor fünfzig bis dreißig Jahren war die Aussage an das Kind, du kommst zu einem Psychiater, eine Drohung. Genauso hat man gedroht, wenn du nicht brav bist, dann holt dich der Krampus. In Kärnten gab es zwei Krampusgestalten als Psychiater, dies waren die Personen S&W.  Beide wurden sowohl für Kinder als auch für Erwachsene als Druckmittel eingesetzt. Ich glaube, diese Psychoruten an der Wand prägen bis heute das Verständnis und das Bild von Psychiatern und Psychologen der älteren Generation. Lieber am Operationstisch eines Chirurgen,  als auf der Couch eines Psychiaters landen.

2 Gedanken zu „kind:heit II

  1. Hallo Gerhard!

    Die damals noch übliche körperliche Arbeit war auch ein Mittel um Verletzungen abzubauen. Genauso die Mitgliedschaft bei einem dörflichen Verein. Heute treten viele psychische Probleme bei den Jugendlichen auch durch den permanenten Gebrauch des Smartphone mit Internet auf. Wohl auch das ständige Bedürfnis nichts zu versäumen…

    Gruss schlagloch.

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