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		<title>SCHATZ:truhe</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 10:29:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstkinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Kleinbetrieben, egal ob im Handel, im Handwerk oder in der Gastronomie f&#228;llt es schwer, im Werbechor der Gro&#223;betriebe, welche die Haushalte t&#228;glich mit Flugzettel eindecken, Aufmerksamkeit zu erwecken. Mit einer pers&#246;nlichen Betreuung kann ein Kleinbetrieb punkten. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Den Kleinbetrieben, egal ob im Handel, im Handwerk oder in der Gastronomie f&#228;llt es schwer, im Werbechor der Gro&#223;betriebe, welche die Haushalte t&#228;glich mit Flugzettel eindecken, Aufmerksamkeit zu erwecken. Mit einer pers&#246;nlichen Betreuung kann ein Kleinbetrieb punkten. Dadurch kann man das viele Geld, welches die Gro&#223;betriebe f&#252;r die Werbung verwenden, etwas kompensieren, aber nicht ersetzen. So f&#252;hrte eine Abartigkeit, wie es von einigen Personen bezeichnet wurde dazu, um Aufmerksamkeit zu erreichen. Die generelle Kleinschreibung bei den Flugzetteln, bei den Einschaltungen in den &#246;rtlichen Gemeindenachrichten, konnte in den siebziger Jahren unter der Bev&#246;lkerung einen Sturm der Entr&#252;stung ausl&#246;sen.</p>
<p style="text-align: left;">Eine M&#246;glichkeit, um Erwachsene an ein Gesch&#228;ft oder ein Gastlokal zu binden besteht darin, die Kinder wie „K&#246;nige“ zu behandeln. Die Kinder reden ein Wort mit, wenn die Eltern etwas kaufen oder ein Restaurant besuchen. Ein Beispiel f&#252;r diese Art der Kundenbindung ist eine bekannte Fast-Food-Kette. Um eine Juniort&#252;te zu bekommen ist den Kindern jedes Mittel recht. Beim Besuch eines Speiselokals in M&#246;selstein konnte ich zusehen, wie die Servierkraft am Nebentisch zum Kassieren eine kleine Schatztruhe hinstellte. Mein erster Gedanke war, ob sie auf Nummer sicher geht und das Geld sofort in der Truhe, wie wir es von den Seer&#228;ubern kennen, verwahren will. Sie &#246;ffnete die Schatztruhe und die Kinder durften sich eine S&#252;&#223;igkeit aussuchen. Beim Kassieren fragte ich die Kellnerin: „Kann ich mir in der Schatztruhe auch etwas aussuchen“? Sie sagte: „Nur Kinder d&#252;rfen sich etwas aussuchen“. Auf meine Frage: „Wie lange ist man Kind und was ist der Unterschied zwischen einem Kind und einem Erwachsenen mit einem kindlichen Gem&#252;t“, wusste sie keine Antwort. In der Bibel steht: Werdet wie die Kinder.</p>
<p style="text-align: left;">Traubenzuckerlutscher.</p>
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		<title>RO:mantik</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 07:31:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Lebenswarnung]]></category>

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		<description><![CDATA[Beim Wort Romantik f&#228;llt jedem etwas anderes ein, f&#252;r die einen ist es eine Epoche in der Baukunst, f&#252;r andere in der Literatur- und Musikgeschichte. Die vertonten Gedichte der Romantik verzaubern auch heute noch viele.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Zum Wort Romantik f&#228;llt jedem etwas ein, f&#252;r die einen ist es eine Epoche in der Baukunst, f&#252;r andere in der Literatur- und Musikgeschichte. Die vertonten Gedichte aus der Romantik verzaubern auch heute noch viele. Am meisten Romantik versp&#252;ren wir, wenn wir uns verlieben. Das Alter spielt dabei keine Rolle, schon mehr die Jahreszeit. Die sch&#246;nste Zeit um sich zu verlieben ist der Fr&#252;hling. Nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten gibt es daf&#252;r eine  unromantische Ursache, die Hormone werden von der Sonne aktiviert. Die meiste Romantik erleben wir im Urlaub, die reizvolle Landschaft, die neuen Eindr&#252;cke und der ver&#228;nderte Tagesablauf verzaubern uns. Allt&#228;gliche Dinge bekommen einen neuen Stellenwert und werden eine romantische Angelegenheit.</p>
<p style="text-align: left;">Mit unserer Vergangenheit gehen wir schw&#228;rmerisch um, bewusst oder unbewusst, am meisten trifft es auf die Kindheit zu. Vieles ist seitdem nicht besser geworden, vieles hektischer. Wir k&#246;nnen heute als Erwachsene mehr kaufen und denken dabei mit Wehmut an unsere Kindertage zur&#252;ck. In der B&#228;ckerei erhielten wir f&#252;r f&#252;nfzig Groschen ein Salzstangerl, in der Fleischhauerei gab es f&#252;r einen Schilling eine Wurstsemmel. Im Papiergesch&#228;ft kauften wir f&#252;r einen Schilling zehn Eiszuckerln, Stollwerk oder Caramba und haben diese  mit anderen Sch&#252;lern geteilt. Eine romantische Erinnerung an das Papiergesch&#228;ft in M&#246;selstein.</p>
<p style="text-align: left;">Vis a Vis.</p>
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		<title>GELD: dino</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 11:21:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blutwert]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Salzach-Radweg kann man in der H&#246;he vom Kraftwerk Urstein einen Abstecher zum Schloss Urstein machen. Dort befindet sich in den historischen, neu adaptierten R&#228;umen die „Akademie Urstein“, ein Weiterbildungszentrum f&#252;r Freizeit und Tourismus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">In der H&#246;he vom Kraftwerk Urstein kann man vom Salzach-Radweg einen Abstecher zum Schloss Urstein machen. Dort befinden sich in den  neu adaptierten R&#228;umen die „Akademie Urstein“, ein Weiterbildungszentrum f&#252;r Freizeit und Tourismus. Unter dem Motto: „Heute wissen, was morgen kommt“ werden in Seminaren und Workshops das Fachwissen zum Schwerpunkt Kulturtourismus vermittelt. In der N&#228;he befindet sich auch ein Geb&#228;ude der Universit&#228;t Salzburg. In diesem Bildungsdreieck studieren junge Menschen um sp&#228;ter die Zukunft zu gestalten. Auf Grund der R&#228;umlichkeiten und der Ausstattung mit der notwendigen Infrastruktur, sowie des erforderlichen Lehrpersonals denkt man als kaufm&#228;nnisch gepr&#228;gter Mensch auch an die Kosten. Darf die Zukunft soviel kosten? Wie kann die Jugend unsere Erwartungen erf&#252;llen, wenn sie nicht die M&#246;glichkeit hat eine zeitgem&#228;&#223;e Ausbildung zu absolvieren? Ich habe das Gef&#252;hl, dass wir mit unserem Gehirn, deren Strukturen aus der Dinosaurierzeit stammen, die neue Zeit nicht gestalten k&#246;nnen. Darin d&#252;rfte eine der Ursachen liegen, dass wir Computer verliebt sind, wir sehen in ihnen eine verl&#228;ngerte Werkbank unseres Gehirn.</p>
<p style="text-align: left;">Darin k&#246;nnte eine Ursache f&#252;r die Finanzkrise  liegen, dass einige Gelddinosaurier immer mehr an Gewicht, das hei&#223;t an Verm&#246;gen zugelegt haben. Ihr Gehirn konnte sich in der harten Schale nicht weiterentwickeln. Den einzigen Genuss sehen sie darin, immer mehr Verm&#246;gen anzuh&#228;ufen, anstatt es sozial und umweltfreundlich einzusetzen. So sind sie wie die Dinosaurier an ihrem  Umfang, ihrem Verm&#246;gen, zugrunde gegangen.</p>
<p style="text-align: left;">Warmbl&#252;tler.</p>
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		<title>ZU:gezogen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 10:18:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstkinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie bilden wir uns, &#252;ber Menschen denen wir begegnen, &#252;ber neue Nachbarn in der Wohnanlage, eine Meinung? Der erste Gedanke ist, wie alt sind sie und woher kommen sie: ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wie bilden wir uns, &#252;ber Menschen denen wir begegnen, &#252;ber neue Nachbarn in der Wohnanlage, eine Meinung? Der erste Gedanke ist, wie alt sind sie und woher kommen sie: Aus der n&#228;heren Umgebung, aus einem anderen Bundesland, aus dem Ausland und welche Sprache sprechen sie? Bevor man mit den neuen Bewohnern gesprochen hat, bilden sich schon Meinungen, die im Raum stehen bleiben und nicht  leicht zu ver&#228;ndern sind. Mit einer vorgefassten Meinung verbaut man sich die Chance f&#252;r ein vorurteilsloses Gespr&#228;ch. Aus Stolz vergeht manches mal, weil man von den Neuank&#246;mmlingen erwartet das sie zuerst Kontakt aufnehmen, ein ganzes Jahr, bis es zu einem Gespr&#228;ch kommt. Auch von den &#214;sterreichern in den anderen Bundesl&#228;ndern gibt es bestimmte Vorstellungen, je nachdem ob es sich um Vorarlberger, Wiener oder Tiroler handelt. Die meisten Vorbehalte gibt es gegen&#252;ber denen, die aus dem ehemaligen Osten, dem Balkan und aus dem Fernen Osten kommen.</p>
<p style="text-align: left;">In M&#246;selstein gibt es &#252;berwiegend Zuwanderer aus dem ehemaligen Jugoslawien. Der Kontakt besteht haupts&#228;chlich dadurch, dass die M&#252;tter mit den Kindern die Schulartikel einkaufen. Die M&#252;tter sch&#228;tzen die Beratung beim Einkauf, nach den W&#252;nschen der Lehrerin. Die Kinder lernen meistens schneller und besser Deutsch als die Erwachsenen. Einem Zuwandererkind habe ich einen Zehneuroschein zu viel an Retourgeld gegeben. Nach einer Viertelstunde hat das Kind den Zehneuroschein zur&#252;ckgebracht und gesagt: „Ich h&#228;tte diesen zu viel ausbezahlt“.</p>
<p style="text-align: left;">Ehrlichkeit.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>MI:gration</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 19:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blickmuster]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt keinen &#214;sterreicher, allen voran der Wiener, der nicht etwas zum Thema Ausl&#228;nder zu sagen hat. Dies trifft auch auf die K&#228;rntner zu, obwohl es in K&#228;rnten eine geringe Zahl von Migranten gibt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es gibt keinen &#214;sterreicher, allen voran der Wiener, der nicht etwas zum Thema Ausl&#228;nder zu sagen hat. Dies trifft auch auf die K&#228;rntner zu, obwohl es in K&#228;rnten eine geringe Zahl von Migranten gibt. Bei den Aussagen verl&#228;sst man sich haupts&#228;chlich auf die Informationen aus den Zeitungen und dem Fernsehen. Zuerst fordert man strengere Einwanderungsbestimmungen, wie sie andere EU- Staaten haben. Dies unabh&#228;ngig davon, ob man selbst Kontakte mit Zuwanderer hat oder nicht. Man verlangt die volle Sch&#228;rfe von Seiten des Staates. Von sich aus bleibt man reserviert, auch wenn in der Nachbarschaft eine Zuwandererfamilie ein sanierungsbed&#252;rftiges Haus gekauft hat und dieses renoviert. Ihrer Aufforderung sie einmal zu besuchen geht man aus dem Weg und hat keine ernsten Absichten diesem Wunsch nachzukommen. Man verschiebt den Besuch und verbindet damit Aufwendungen, wie dies unter unsereins der Fall ist. Man denkt dabei an einen offiziellen Termin, mit aufwendige Bekleidung und Geschenke. Die Zuwanderer denken an ein lockeres Zusammensitzen, wo man auf der Terrasse gemeinsam etwas trinkt.</p>
<p style="text-align: left;">Bei den Diskussionen &#252;ber Migration verlangt man immer wieder, dass die Ausl&#228;nder sich uns anpassen und auf uns zugehen m&#252;ssten. Dabei funktioniert dies oft auch unter Landsleuten nicht. Wie soll eine Gemeinschaft, mit verschiedenen Kulturen, im Gemeindebau funktionieren, wenn schon bei Einheimischen vieles an verschiedenen Interessen scheitert. Vorhaben, wie eine Weihnachtsfeier in der Eingangshalle oder ein Sommerfest im Garten scheitern.</p>
<p style="text-align: left;">Versuchsstadium.</p>
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		<title>MILLSTATT:see II</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Apr 2012 04:28:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blickmuster]]></category>

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		<description><![CDATA[Die  Vorstellungswelt, in der einzelne Berufs- oder Gesellschaftsgruppen leben, haben des &#246;fteren mit der Wirklichkeit nichts mehr gemeinsam. Verschiedene Unternehmer &#252;bersehen, dass sie sich den Lebensstandard von gestern, heute nicht mehr leisten k&#246;nnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Die  Vorstellungswelt, in der einzelne Berufs- oder Gesellschaftsgruppen leben, haben des &#246;fteren mit der Wirklichkeit nichts mehr gemeinsam. Verschiedene Unternehmer &#252;bersehen, dass sie sich den Lebensstandard von gestern, heute nicht mehr leisten k&#246;nnen. Die Auftr&#228;ge im Betrieb lassen nach, aber nach au&#223;en will man keinen Schritt zur&#252;ckmachen, dies l&#228;sst der eigene Stolz nicht zu. Die Generation f&#252;nfzig plus versucht mit  aller Kraft den Betrieb, der meistens ein Traditionsbetrieb ist,  zu erhalten. Es geht darum, den Betrieb noch zwei oder drei Jahre aufrecht zu erhalten, um dann in Pension zu gehen. Die &#228;lteren Selbstst&#228;ndigen empfinden es als pers&#246;nliche Schande, wenn man Konkurs anmelden muss. Obwohl die Ursache oft nicht am mangelnden Einsatz, sondern an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen liegt. Zum Scheitern tr&#228;gt bei, wenn man als Subunternehmer vom Bautr&#228;ger sein Geld f&#252;r die geleistete Arbeit nicht bekommt. Dabei glauben Au&#223;enstehende, dass man gut verdient. Es gibt kein Arbeitslosengeld f&#252;r Unternehmer.</p>
<p style="text-align: left;">Die  Verschuldung wird als pers&#246;nliche Schuld gesehen und Schuld verlangt nach Bu&#223;e. Am Vormittag hat der selbstst&#228;ndige Handwerksmeister in der Werkstatt gearbeitet, zum Mittagessen war er zu Hause und war am Nachmittag auf einer Baustelle. Am sp&#228;ten Abend ist die Frau von der Polizei verst&#228;ndigt worden, dass sich ihr Mann auf der Alpen Adria Autobahn vor einen rum&#228;nischen Sattelschlepper geworfen hat und tot ist. Sein Auto hat er am Pannenstreifen abgestellt.</p>
<p style="text-align: left;">Bekannt ist, dass er vor seinem Freitod zwei Briefe abgeschickt hat. Einen Brief an einen befreundeten Betrieb, sie sollen seine offenen Auftr&#228;ge &#252;bernehmen und einen Abschiedsbrief an seine Frau. Beide Briefe wurden am n&#228;chsten Tag von der Post zugestellt.</p>
<p style="text-align: left;">Amen.</p>
<p style="text-align: left;">Zu Kommentar von Peter</p>
<p style="text-align: left;">Gerade die Selbststaendigen identifizieren sich stark mit dem Betrieb, &gt;stuerzt&lt; der Betrieb ab, koennen sie auch menschlich abstuerzen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>MILLSTATT:see</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 02:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kommt in der Regionalzeitung oder im lokalen Fernsehsender ein Bericht aus dem Raum des  Millst&#228;ttersee, dann lese und schaue ich genauer hin. Mir f&#228;llt sofort ein, dass ich als Lehrling meinem Chef beim Hausbauen am Millst&#228;tter See geholfen habe, meistens am Samstagvormittag. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Kommt in der Regionalzeitung oder im lokalen Fernsehsender ein Bericht aus dem Raum des  Millst&#228;ttersee, dann lese und schaue ich genauer hin. Mir f&#228;llt sofort ein, dass ich als Lehrling meinem Chef beim Hausbauen am Millst&#228;tter See geholfen habe, meistens am Samstagvormittag. F&#252;r diese Stunden wurde ich extra entlohnt. Ich habe gerne geholfen, da ich der Arbeit in der Buchhandlung manchmal &#252;berdr&#252;ssig war und mich darauf freute, etwas handwerkliches zu machen. Es handelte sich um das  Anlegen eines Steingarten. Nachdem der Bungalow fertig war, fanden hier die eine und andere Betriebsfeier statt.  Als Buchhandlung belieferten wir die Kioske auf den Campingpl&#228;tzen mit Taschenb&#252;cher. In meiner Lehrzeit war ich in den Sommermonaten immer wieder am Millst&#228;ttersee und verbinde damit sch&#246;ne Erinnerungen. Viele Spittaler Kaufleute haben sich in den f&#252;nfziger und sechziger Jahren ein Grundst&#252;ck am nahegelegenen Millst&#228;ttersee gekauft.</p>
<p style="text-align: left;">Den Seegrundk&#228;ufern der f&#252;nfziger Jahre folgten in den achtziger Jahren andere Spittaler nach. Zu dieser Zeit hatten die Grundpreise bereits kr&#228;ftig angezogen und das Errichten eines Eigenheimes hatte sich enorm verteuert. Nicht mehr alle konnten die Kosten in ihren Betrieben erwirtschaften. F&#252;r manche Handwerksbetriebe war die Zeit der vollen Auftragsb&#252;cher vorbei. Beim Wohnbau haben sich  bei den Fenster und T&#252;ren Fertigteile durchgesetzt und die &#246;rtlichen Tischler und Glaser verdr&#228;ngt. Diese Umsatzeinbu&#223;e im  Baunebengewerbe hat ein  Handwerksmeister erfahren und musste sein Eigenheim am Millst&#228;ttersee verkaufen. Die Familie siedelte zur&#252;ck in die Stadt, in eine Mietwohnung.</p>
<p style="text-align: left;">Die Grundst&#252;ckspreise am Millst&#228;ttersee sind inzwischen f&#252;r B&#252;rgerliche unerschwinglich geworden und die Traditionsbetriebe in  der Gastronomie und Zimmervermietung haben wirtschaftliche Schwierigkeiten. Auf den noch unverbauten Seegrundst&#252;cken werden Eigentumswohnanlagen mit Seeblick gebaut und an reiche Touristen, die auf der Suche nach einem Zweitwohnsitz sind, verkauft. In manchen Orten agieren internationale Konzerne mit neuen Tourismusideen.</p>
<p style="text-align: left;">Beheiztes Seebad.</p>
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		<title>STIMMEN:h&#246;ren</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Apr 2012 05:18:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Seelenrheuma]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist einerlei wo man sich aufh&#228;lt, ob am Hauptplatz, in einem Gesch&#228;ft oder in einem Café, auf einem Bauernmarkt oder im Einkaufszentrum, &#252;berall h&#246;rt man Musik und Werbedurchsagen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es ist einerlei wo man sich aufh&#228;lt, ob am Hauptplatz, in einem Gesch&#228;ft oder in einem Café, auf einem Bauernmarkt oder im Einkaufszentrum, &#252;berall h&#246;rt man Musik und Werbedurchsagen. Diese sogenannte Hintergrundmusik soll die Einkaufsstimmung stimulieren. Oft f&#228;llt uns die Musik nicht mehr auf, es ist umgekehrt, es fehlt uns etwas, wenn keine Musik zu h&#246;ren ist. Ist es in einer Gastst&#228;tte zu ruhig, dann l&#246;st diese Ruhe bei den Menschen Nervosit&#228;t aus. Der Spruch, „mit Musik geht alles besser“, hat sich tief in unseren Kopf eingepr&#228;gt. Bei der Feststellung, „ich habe Musik im Kopf“, wird niemand weiter nachfragen. Sagt jemand, „er kann Stimmen h&#246;ren“, dann wird man dies mit Argwohn zur Kenntnis nehmen. Von manchen Entscheidungen sagen wir: „Ich bin der inneren Stimme gefolgt“. Die innere Stimme gilt als Indikator, dass man die richtige Wahl getroffen hat. Es ist notwendig, aus den vielen inneren Stimmen, die Richtige zu w&#228;hlen. Verzichten kann auf die innere Stimme niemand.</p>
<p style="text-align: left;">Die Kulturgeschichte ist voll mit Zeugnissen von Propheten und Prophetinnen die eine innere Stimme h&#246;rten und diese Offenbarungen aufgeschrieben haben. Mit dem gesprochenen Wort f&#252;hlen wir uns st&#228;rker verbunden, als mit dem geschriebenen Text.  Zu den Zeiten, als man beim Telefonieren noch die W&#228;hlscheibe benutzte, hat man ausgerufen: „Wie sch&#246;n deine Stimme zu h&#246;ren und ruf doch bald wieder an“. Dagegen ist das SMS eine anonyme Angelegenheit. Wir f&#252;hlen uns bei einer Wanderung in unbewohnten Gegenden gleich sicherer, wenn wir pl&#246;tzlich Stimmen h&#246;ren. Die Stimmen h&#246;rt man meistens schon lange vorher, bevor man die Menschen sehen kann.</p>
<p style="text-align: left;">Stimmbruch.      </p>
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		<title>ZU:letzt</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 06:14:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Stadtjäger]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt die &#220;berschaubaren, die menschenfreundlichen Superm&#228;rkte, die eine &#196;hnlichkeit mit den fr&#252;heren Grei&#223;ler haben, obwohl die Verkaufsfl&#228;chen heute dreimal so gro&#223; ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es gibt die &#220;berschaubaren, die menschenfreundlichen Superm&#228;rkte, die eine &#196;hnlichkeit mit den fr&#252;heren Grei&#223;ler haben, obwohl die Verkaufsfl&#228;chen heute dreimal so gro&#223; ist. Das Sortiment besteht aus Artikel f&#252;r den t&#228;glichen Verbrauch, Nahrungsmittel, Getr&#228;nke und Artikel zur K&#246;rperpflege. Beim Grei&#223;ler oder beim Gemischtwarenh&#228;ndler, wie die gr&#246;&#223;ere Variante gehei&#223;en hat, konnte man au&#223;er den Lebensmittel auch ein Paar Gummistiefel, einen Besen und eine Packung Stahln&#228;gel kaufen. Ein solche Produktbreite gibt es in den heutigen Nahverkehrsl&#228;den nicht mehr. F&#252;r die Getr&#228;nke wird eine gro&#223;e Verkaufsfl&#228;che zur Verf&#252;gung gestellt. Wasser, in seiner nat&#252;rlichen Form, hat als Getr&#228;nk ausgedient. Das Mindeste ist Mineralwasser mit Zusatzgeschmack, Limonaden in allen Farben und ein breit gestreutes Sortiment an Bier- und Weinsorten.</p>
<p style="text-align: left;">Ungem&#252;tlich wird es, wenn man f&#252;r den Einkauf des t&#228;glichen Bedarfes einen Megamarkt aufsuchen mu&#223;. Dann kann es eine halbe Stunde dauern, wenn man nach einem Bioapfelsaft und einem laktosefreien  Joghurt sucht. Im Segment Joghurt gibt es fast f&#252;nfzig verschiedenen Sorten, aus allen EU-Staaten.</p>
<p style="text-align: left;">Den Genuss in der schrillsten Ausformung kann  man in einem Feinkostgesch&#228;ft Am Graben in Wien erleben. Hier werden Delikatessen nach dem Motto, wer hat noch nicht, wer will einmal, wer probiert es, angeboten. In der Gem&#252;seabteilung kann man zwischen achtzehn verschiedenen Kartoffelsorten w&#228;hlen. Es gibt auch solche mit rotem Fruchtfleisch, passend zum Steak. F&#252;r die gesunde Jause am Nachmittag kann man zwischen zwanzig Apfelsorten w&#228;hlen. Die prall gef&#252;llte K&#228;se-, Speck- und Wurstvitrine ist nicht zu &#252;bersehen, von der Decke h&#228;ngen die Salamistangen. Ein &#228;hnliches Bild bot sich in meiner Kindheit im Schlaf- und Wirtschaftsraum des Bauernhofes, von der Zimmerdecke hingen die Hartw&#252;rstel.</p>
<p style="text-align: left;">Beim Einpacken an der Kassa gibt es keinen Stress, weil dies wird durch eine Verkaufskraft erledigt, egal ob der Einkauf aus drei Artikel oder Drei&#223;ig besteht. Vom Reindling wird die Lebensgef&#228;hrtin sagen, dass er der Beste seiner Art war.</p>
<p style="text-align: left;">Zu guter letzt.</p>
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		<title>SENIOREN:card II</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 18:11:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blickmuster]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Suche nach einer pensionsgerechten Besch&#228;ftigung kann sich schwierig gestalten. F&#252;r M&#228;nner geh&#246;rt dazu das Besorgen von einzelnen Lebensmittel, wenn im Haushalt etwas &#252;berraschend ausgegangen ist. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Die Suche nach einer pensionsgerechten Besch&#228;ftigung kann sich schwierig gestalten. Bei den M&#228;nnern geh&#246;rt dazu das Besorgen von einzelnen Lebensmittel, wenn im Haushalt etwas &#252;berraschend ausgegangen ist. Den w&#246;chentlichen Einkauf will die Frau selbst erledigen, weil trotz vorhandener Einkaufsliste k&#246;nnte der Mann die falsche Auswahl treffen. Den Bauernmarkt besucht er alleine, die Lebensmittel vom Markt sind der Frau zu deftig. Sie besorgt die meisten Lebensmittel im Supermarkt, weil sie traut, wenn es um die Sauberkeit bei der Herstellung geht, den Marktfieranten nicht. Sie vertraut lieber den Kontrolloren der Lebensmittelketten. Bringt der Mann in der Papiertragetasche von der Engel Apotheke ein paar K&#228;rntner Hausw&#252;rstel mit nach Hause, dann ist auch die Frau von Bio &#252;berzeugt.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Art von Besch&#228;ftigung liegt darin, im Fr&#252;hjahrsprogramm der Volkshochschule zu bl&#228;ttern und einige Kurse zu buchen. Jeden Vormittag ein Kurs, am Nachmittag Lernen und am Abend Fernsehen. Jetzt ist Zeit, seinem musischen oder handwerklichen K&#246;nnen mehr Raum zu geben.</p>
<p style="text-align: left;">Schreiblehrgang. </p>
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