03. Februar 2009
Die schlechten Wirtschaftsnachrichten nehmen kein Ende. Das Wort „Finanzkrise“ wird das Unwort des Jahres werden, dies glaube ich nach ein paar Wochen sagen zu können. Außer, es ereignet sich eine noch größere Katastrophe, was ich nicht hoffe. Bei Krisen müssen wir unterscheiden zwischen privaten, lokalen, internationalen und globalen Krisen. Am meisten betroffen sind die Menschen von einer privaten Krise, weil eine internationale Krise wird erst dann zu einer Krise, wenn jemand persönlich davon betroffen ist. Anderenfalls ist dies etwas, was weit weg ist. Ich ärgere mich darüber, dass immer wieder dieselben Meldungen in den Medien zu hören sind.
Die Finanzkrise muss nicht so spektakulär sein, dass man sein Haus verkaufen muss, es kann sein, dass man auf höfliche Art während der Schicht in das Personalbüro gerufen wird und dort von einer Minute auf die andere erfährt, dass man gekündigt ist. Man darf nicht mehr an seinen Arbeitsplatz, die Herstellung von Mikrochips, zurück. Von einem Mitarbeiter des Personalbüros wird man in den Umkleideraum begleitet. Dort kann man seine persönlichen Sachen aus dem Garderobeschrank nehmen und wird unter Aufsicht aus dem Firmengelände gebracht. Gefilmt von der Überwachungskamera.
Ausschussware.
Tags: Internetmüllverbrennungsanlage
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30. Januar 2009
Viele freuen sich darüber, dass nach einer Woche trübem Wetter und tageweisen Schneefällen in Südkärnten ein Zwischenhoch herrscht. Jetzt sollte man sich überlegen, wie man diese Tage nützen will, um etwas vom lang ersehnten Sonnenschein zu genießen. Der Neuschnee verstärkt die Strahlkraft der Sonne und wirkt auf die Stimmung. So kommt es auch beim persönlichen Empfinden zu einem Zwischenhoch. Übt man eine Wintersportart aus, dann hat man den doppelten Effekt. Beim Langlaufen sehe ich, dass sich der Ast einer Staude aus dem Schnee löst und in seine ursprüngliche Position zurückkehrt, wie die Elstern viele Kurven fliegen, um die Sonne zu genießen.
Die Witterung lässt sich einigermaßen vorhersagen, beim Wetter wechseln sich Tiefs und Hochs ab, manchmal gibt es zwischen den Tiefs ein Zwischenhoch. Von der Volkswirtschaft erfährt man zurzeit von keinem Zwischenhoch. Beim Wetter ist es möglich eine einigermaßen genaue Prognose, zu erstellen. Zur Entwicklung der Wirtschaft können selbst die Wirtschaftsforscher keine genaue Prognose abgeben. Auch die Wirtschaftsaussichten beeinflussen das menschliche Gemüt. Von einem Hoch und sei es nur ein Zwischenhoch ist nirgendwo die Rede.
Tiefdruckgebiet.
Tags: Schneewachstum
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27. Januar 2009
Ein Sprichwort heißt, so wie der Hund, so der Herr. Gemeint ist damit, dass sich die Charaktereigenschaften vom Hund und vom Hundebesitzer aneinander anpassen. Es ist nicht erwiesen, wer wen mehr beeinflusst. Vielleicht entscheidet sich dies schon beim Kauf eines Hundes. Entscheidet sich jemand für einen scharfen Hund, so pflegt er wahrscheinlich einen strengen Umgangston mit anderen Menschen oder der Hundebesitzer will seine eigenen Unsicherheiten hinter einem scharfen Hund verbergen. Bequeme Menschen bevorzugen eher einen Stubenhocker als einen Windhund, der von einem sportliche Höchstleistungen verlangt. Die Dackel schnüffeln gerne den Gehsteigen und den Wegrändern entlang, und die Besitzer richten ihren Blick zu Boden, in sich gekehrt.
Vom Zustand der Geschäftsfassaden können wir Rückschlüsse auf die Aktivitäten und Attraktivität eines Geschäftes ziehen. Zeigen sich verblasste Reklametafeln oder nicht mehr aktuelle Schaufensterdekorationen, dann ist das Interesse am Geschäft nicht sehr groß. Die Lebensmitteldiskonter verzichten auf jede Art von Schaufenster, es gibt Plakate von den aktuellen Sonderangeboten. Im besten Fall steht im Freien ein Turm mit leeren Bierkisten und dabei der Aktionspreis. Sind mehrere Diskonter im Ortszentrum, dann ist dies keine Einladung zu einem Schaufensterbummel. Verblasst die Firmenschrift, die Fassadenfarbe und der Verputz blättert ab, so ist dies ein Zeichen dafür, dass das Geschäft zu verblassen beginnt.
Alles Fassade.
Tags: Blickmuster
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26. Januar 2009
….Mit dem MAN möchtest du wohl aus der bloßen Subjektivität heraustreten und etwas Allgemeingültiges formulieren, das sich nicht nur auf dich selbst und dein Dafürhalten bezieht…..weiterlesen.
Tags: Internetmüllverbrennungsanlage
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23. Januar 2009
Täglich drohen wir in einer Flut von Prospekten, die Preisnachlässe von 50% bis zu 70 % versprechen, zu ersticken. Trotzdem merke ich an alltäglichen Dingen, bei Gesundheitsvorsorge und Körperpflege, dass die Preise steigen. Eine der Dienstleistungen ist der Eintritt in das Thermalbad und der Haarschnitt. Ich will, ich kann, auf diese Dienstleistungen nicht verzichten. Ähnlich verhält es sich bei den Heizkosten, wer will in einer kalten Wohnung leben? Bei den Benzinpreisen kann ich die eine oder andere Fahrt durch einen Fußweg oder eine Radfahrt ersetzen.
Neue Preise gelten für die Rückenmassage. Bei der Massage ist es zu einem Gespräch über die Wirtschaftskrise gekommen, wie sich diese auf den Besucherstrom auswirkt. Die Krankenkassen bewilligen nicht mehr so viele Massagen wie vor Jahren, sie sparen bei der Anzahl der Verschreibungen. Die Masseurin merkt die Finanzkrise beim Trinkgeld, die Leute geben seltener und dann weniger Trinkgeld. Waren es vor einem Jahr zwei Euro bei einer Behandlung, so bekommt sie jetzt einen Euro. Waren es nach einer Serie von Behandlungen zehn Euro, so sind es jetzt fünf Euro.
Halbwertzeit.
Tags: Zeitenwechsel
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20. Januar 2009
Seit Jahren verfasse ich wöchentlich mehrere Beiträge. Ein Vorteil vom Schreiben ist, dass man sich von der äußeren Welt abkapseln kann. Ich entfliehe der alltäglichen Geräuschkulisse, Radio, Fernsehen, Straßenverkehr, auch der Unterhaltung mit anderen Menschen. Es soll ganz still sein, ich beginne einen Dialog mit meinem Gehirn. In der Stille kommt das Gehirn zu Wort, ich horche meinem Gehirn zu. Es wird mit keinen neuen Informationen gefüttert. Beim Schreiben kann die Gedanken ordnen, weiterentwickeln. Beim Gespräch besteht die Gefahr, dass ich mich wiederhole.
Zuerst kommt die momentane Stimmung im Geschriebenen zum Ausdruck, bis es die Zeit schafft, die Stimmung zu verlassen, zur eigenen Stimmung auf Distanz zu gehen. Es ist eine Zeit des Glücks, unabhängig vom Alltag. Von Dimitri Schostakowitsch wird berichtet, dass er seine schönste Musik, einen Teil seiner Sinfonien, in seinen bedrohlichsten Lebenszeiten geschrieben hat. Er wurde von Stalin gedemütigt, verhetzt, vom KGB verfolgt und musste um sein Leben bangen. Er hat weiterkomponiert, die Musik hat ihn gestärkt.
Schreiben.
Tags: Lebenswarnung
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