zer:kratzt

Man sagt, dass die Hauskatzen, werden sie bedroht, versuchen dem Gegner die Augen zu verletzen. Vor einem Streit starren sich die  Katzen gegenseitig lange Zeit an, entweder senkt eine den Blick und wendet sich ab, ansonsten stürzen sie sich aufeinander. Was der Auslöser ist, dass sie zum Raufen beginnen ist meistens unklar.

Auch bei uns Menschen gibt es den Spruch: „Ich kratze dir die Augen aus“. Ich kenne diesen Spruch in Zusammenhang mit Frauen, dass Frauen ihre Fingernägel als Waffe einsetzen. In den meisten Fällen geht es darum etwas zu verteidigen oder für eine Beleidigung Rache zu nehmen. Der Streit dreht sich meistens um einen Mann, dass sich Frauen mit den Fingernägel gegenseitig in das Gesicht fahren. Die Eifersucht führt bei Frauen zu den stärksten Reaktionen, wobei es oft nur eine Vermutung ist oder eine Reaktion auf die Vernachlässigung, die eine Eifersuchtspanne auslösen kann. Die Verletzungen die dadurch verursacht werden, können körperlicher oder seelischer Natur sein. Auf jeden Fall kann die Harmonie wie bei den Hauskatzen von einer Minute auf die andere in einen Kampf umschlagen. Sozusagen das Tier im Menschen.

Tierliebe. 

zer:kratzt

Man sagt, dass die Hauskatzen, werden sie bedroht, versuchen dem Gegner die Augen zu verletzen. Vor einem Streit starren sich die  Katzen gegenseitig lange Zeit an, entweder senkt eine den Blick und wendet sich ab, ansonsten stürzen sie sich  aufeinander. Was der Auslöser sein kann, dass sie zu raufen beginnen ist meistens unklar.

Auch bei uns Menschen gibt es den Spruch: „Ich kratze dir die Augen aus“. Ich kenne diesen Spruch in Zusammenhang mit Frauen, dass Frauen ihre Fingernägel als Waffe einsetzen. In den meisten Fällen geht es darum etwas zu verteidigen oder für eine Beleidigung Rache zu nehmen. Der Streit dreht sich meistens um einen Mann, dass sich Frauen mit den Fingernägel gegenseitig in das Gesicht fahren. Die Eifersucht führt bei Frauen zu den stärksten Reaktionen, wobei es oft nur eine Vermutung ist oder eine Reaktion auf die Vernachlässigung, die eine Eifersuchtspanne auslösen kann. Die Verletzungen die dadurch verursacht werden können, da man sozusagen sein Revier verteidigt, körperlicher oder seelischer Natur sein. Auf jeden Fall kann die Harmonie wie bei den Hauskatzen, von einer Minute auf die andere in einen Kampf umschlagen. Sozusagen das Tier im Menschen.

Tierliebe. 

SARA :brennt II

Gott, der Sara und Abraham einen Sohn verspricht, welcher der  Gründervater für das Volk Israel sein wird, wird während der Kirchenoper  nie greifbar, so unsichtbar wie heute.  Er lässt sich durch einen Engel, eine Stimme und eine Erzählerin vertreten, manches Mal ein Feuerschein auf der Zeltplane.  Manche hören ihn  sprechen und  erwarten, dass die Umstehenden, die nichts sehen und hören, an ihn Glauben und ihren Aussagen Glauben schenken. Die Musik lässt kein  mitfühlen um das Ringen nach Klarheit und Antworten zu,  zerstückelt kommen die Töne aus dem Seitenschiff, in der Nähe der Sakristei. Ich erinnere mich, dass dort das Ewige Licht brennt. Sosehr man sich bemüht bei der Musik zu verweilen, die Klänge brechen sofort wieder ab, eine musikalische Folter im Kirchenraum. Unerwartet setzt der Gesang Sarahs ein, fragend und fordernd, eine Kampfansage an Gott und die Männer. Als Leuchtschrift am Himmel die Texte, sie werden in roter Schrift auf einem Lichtbalken angezeigt, zum Mitlesen. Einmal werden die Decke der Stiftskirche und die Seitenaltäre für einen Moment von einem sanften, weichen Licht ausgeleuchtet und die Musik schweigt. Ein Lichtblick.

Am Tag der „Mariä Himmelfahrt“, da ich diesen Text verfasse,  hörte man in der Lesung von einem vergleichbaren Schicksal. Auch Maria kann es nicht glauben, dass sie ein Kind gebären soll, da sie mit keinem Mann „zusammenwohnt“.  Wieder wird von einer  Frau erzählt, die bedingungslos an die Verheißungen Gottes glaubt. Beidemal, bei Sara und Maria, würden die Geschehnisse einer medizinischen und biologischen Überprüfung nicht standhalten.  Aber haben wir heute noch den Mut so bedingungslos zu glauben, uns ganz den Verheißungen Gottes auszuliefern. Heute wollen wir kein Risiko eingehen, wir wollen gesicherte Straßen und Wanderwege, organisierte Busfahrten und Zeltfeste,  beständige Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen.  Für jedes Risiko gibt es eine Versicherung, man muss sie nur bezahlen können. Für die großen  Risiken, die Bewältigung der  Schulden- und Eurokrise, die Versprechungen der Minister. Offene Verheißungen.

Brand aus.

KEIN:wasser

Liegen die Tagestemperaturen anhaltend bei der 30 Grad Marke, wie seit vierzehn Tagen in Südkärnten und gibt es einzelne Tage mit 35 Grad, dann steigt auch der Wasserverbrauch auf eine Rekordhöhe. Bei diesen Temperaturen kommt es zu hitzigen Debatten, was der beste Durstlöscher ist. Die einen schwören auf normales Leitungswasser, andere trinken lieber Tee, Mineralwasser oder  Fruchtsäfte. Alkoholische Getränke scheiden als Durstlöscher aus, weil ein Konsum von drei Liter pro Tag nicht empfehlenswert ist. Im Gailtal kann man in jedem Ort unbedenklich aus der Wasserleitung trinken. Wir erleben heute eine Renaissance des Wassers, als Allheilmittel für alle Gesundheitslagen. Gute Erfolge gibt es bei Kreislaufbeschwerden, bei Gedächtnisstörungen und die Kneipp Anwendungen helfen bei einem breiten Spektrum von Krankheitsbilder. In der Naturmedizin spricht man davon, dass die Wassermoleküle mit den körpereignen Molekülen korrespondieren. Neben dem Leitungswasser gibt es im Gailtal Quellen, deren Wasser man eine besondere Heilkraft und gesundheitsfördernde Wirkung zuschreibt. Die Quelle bei der Kirche in Siebenbrünn, man vermutet, dass sich unter der Kirche sieben Quellen befinden ist ein  linksgedrehtes Wasser. Solange man dieses Wasser auch lagernd, es verliert nie seinen Geschmack, es ist immer genießbar.

Wir nehmen es  in unseren Breiten als selbstverständlich an, dass uns  allzeit Wasser zur Verfügung steht. Gedanken sollten wir uns  darüber machen, dass wir das gesunde Trinkwasser zu so profanen Sachen wie Duschen, für die WC Spülung, dem Geschirrspülen und Wäschewaschen benützen. Hier könnte eine Nutzwasserleitung viel kostbares Trinkwasser einsparen. Welche Folgen hat es,  wenn das Wasserwerk mitteilt, dass wegen Wartungsarbeiten morgen von 8 Uhr bis 14 Uhr kein Wasser zur Verfügung steht:  Wir haben Töpfe und Kübel, die ansonsten nicht in Verwendung stehen, aus dem  Kellerabteil geholt. Weiteres Gießkannen und andere Gefäße, alles wurde am Abend mit Wasser gefüllt.

Am Morgen sind wir früher als sonst aufgestanden, haben uns geduscht und das Frühstück eingenommen. So war es noch möglich vor dem Absperrtermin die Zähne zu putzen und das Frühstücksgeschirr abzuwaschen. Zu guter letzt haben wir als Vorsorge noch einmal das WC benützt, alles weil an diesem Tag sechs stundenlang kein Wasser zur Verfügung stehen wird.  Einen Wasservorrat für einen halben Tag lässt sich problemlos anlegen. Drei Tage ohne Wasser wären unserem Empfinden nach, nahe an einer Katastrophe.

Wasserreich.

TRAUM:atisiert

Bei traumatischen Ereignissen stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, dass man psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nimmt. In einem Großteil der Bevölkerung ist das Verständnis dafür nicht sehr groß. Es herrscht die Meinung,  dass man mit den Situationen wie, Tod eines Partners oder der Eltern, bei einem schweren Arbeitsunfall oder einer chronischen Erkrankung, allein zu Rande kommen soll. Im strengsten Fall holt man sich beim Hausarzt gegen Schlafstörungen eine Schlaftablette, bei Nervosität, Schweißausbrüchen und Herzrasen eine Beruhigungstablette. Diese nimmt man ein, ohne sich mit den Ursachen der Störung auseinanderzusetzen. Man versucht die Beschwerden vor der Verwandtschaft zu verbergen. Die Angehörigen bedauern die Beschwerden und  halten Nervosität für ansteckender als eine Grippe. Man wünscht sich lieber an Gelenksschmerzen zu erkranken, als an etwas „Seelischem“. Wohl hat sich die Meinung durchgesetzt, dass bei einem Massenunglück, wie Zugs- oder Busunglück,  Lawinen- oder Tunnelunglück, die Betroffenen psychologisch betreut werden sollen. In so einem  schweren Fall  gesteht man den Betroffenen diese Hilfe zu.

Manchmal ist es unmöglich die Erlebnisse selbst aufzuarbeiten, auch nicht mit der Familie, weil auf einen Unglücksfall jeder anders reagiert. Dabei können einen schon die nächsten Familienangehörige nicht mehr verstehen. Dies zeigt sich bei einem Motorradunfall, wo ein Familienvater mit seinem Motorrad frontal gegen einen entgegenkommenden Linienbus gerast ist und auf der Stelle tot war. Eines der Kinder, die Tochter, ist auch nach einem halben Jahr von dem Unfalltod traumatisiert. Wo sie hinkommt, in ein Geschäft, Bank oder Post und es eine Möglichkeit zum Reden gibt, erzählt sie von dem schrecklichen Unfall und dem Tod des Vaters. Sie entschuldigt sich für ihre Betroffenheit und zieht als Beweis für ihre Schilderung eine kleine Zeitungsnotiz, in einer Folie eingeschweißt,  mit der Überschrift: „Biker raste in den Tod“ aus dem Hosensack. Den Tod ihres Vaters will sie nicht akzeptieren, in ihrer Familie wird nicht geredet.

Hoffnung.  

DÄMM:en

Für die meisten ist der Sommer, was das Wetter betrifft, nicht gut verlaufen, es kann auch nicht alle Wünsche erfüllen. Für die einen war es für kurze Zeit zu heiß, dann wieder zu kalt. Für die anderen war es zur falschen Zeit zu heiß, gerade dann, wenn man  nicht selbst Urlaub hatte, oder man hat  am Haus Bauarbeiten durchgeführt, eine Wärmeisolierung, was jetzt der große Trend ist. Dazu gibt es von der Landesregierung einen akzeptablen Zuschuss. Viele führen diese Sanierungsarbeiten in Eigenregie unter Einbindung einer Baufirma durch. Einen Teil der Arbeiten versucht man mit Freunden und Verwandten selbst zu bewerkstelligen. Oftmals erweist sich der Herr des Hauses, der Hausherr, als Allroundkönner bei den Vorbereitungsarbeiten oder zwischendurch. Das dafür der Urlaub verwendet wird, wird von der Frau des Hauses, der Hausfrau, als selbstverständlich angenommen. Es ist für die Familie, für die Kinder, obwohl man nicht genau weiß ob die Kinder, die schon einen eigenen Hausstand gegründet haben, in das Elternhaus zurückkehren werden. Auf diese Hoffnung wird die Wärmeisolierung aufgebracht. Mit jeder Schraube, die in die Wand gedreht wird, damit die Dämmplatten sicher halten, und es sind dies tausende Schrauben, wird diese Hoffnung angedübelt. Sozusagen niet- und nagelfest gemacht. Für einen selbst steht es nicht mehr dafür, es ist dies neben dem immer beschwerlicher werdenden Berufsalltag, die letzte große Herausforderung vor der Pension. Dabei spielt es eine große Rolle ob das Wetter mitspielt und manchmal geht man über das normale Risiko hinaus. Man arbeitet an der Fassade, obwohl die Bretter am Gerüst nass und rutschig sind, und die eigene Standfestigkeit nicht immer gewährleistet ist. Unter den wohlwollenden Blicken der Frau des Hauses geht man manches Risiko ein.

Es passiert eh nix.     

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