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FETT:fleck

Freitag, 05. März 2010

Heute, am ökumenischen Weltgebetstags der Frauen, habe ich nachgefragt ob dazu auch Männer eingeladen und willkommen sind. In einem Handygespräch hat mir die Organisatorin für eine Pfarre im Drautal den Ablauf der Aktion erklärt:  Das nur wenige Männer am Frauengebetstag teilnehmen habe nichts mit dem Motto zu tun, sondern es würden sich mehr Frauen als Männer für religiöse und spirituelle Themen engagieren. Im Mittelpunkt steht das Gebet und das Singen, auch afrikanischer Lieder. Danach gibt es einen Diavortrag und Informationen über die wirtschaftliche und politische Lage der Frauen in Kamerun, sowie eine typische Speise aus Kamerun. Den Abschluss des Frauengebetstages bildet, wie jedes Jahr, ein Kaffee und ein Butterbrot. Sie, als Hauptverantwortliche für die Butterbrote, legt Wert darauf, dass „Drautaler Butter“ verwendet wird. Einen Bezug zu den Installationen von Joseph Beuys, der ein bekennender Verwender von Butter war, konnte sie nicht herstellen. Butter, ein vergängliches Material, führte nach einiger Zeit zum sogenannten Beuysschen „Fettfleck“. Aus meiner Kindheit weis ich, dass man stundenlang rühren muss, bis aus der Milch die Butter wird.

Dass zu vielen religiösen Veranstaltungen nur Frauen kommen wurde mir bewusst, als ich in einem Gailtaler Pfarrhof an einem Referat von J. Atzmüller, der von  seiner persönlichen Sterbeerfahrung berichtete, teilnahm. Als einer der wenigen Männer wurde ich von ihm persönlich begrüßt. Als ich mich umschaute,  habe ich  nur Frauen erblickt.

Der Rührkübel.  

FAST:en

Dienstag, 02. März 2010

Jeder Autofahrer kennt die Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h. Es handelt sich um Straßen in einer Wohnsiedlung. Obwohl man für die Geschwindigkeitsbeschränkung ein Einsehen hat, fühlt man sich manchmal unwohl, weil es nur im Schritttempo vorwärts geht. Möglicherweise wird man dabei von einem Auswärtigen überholt, der auf der Durchfahrt ist. In der Fastenzeit kann die Frage auftauchen, ob man sich zum Geschwindigkeitsfasten entschließen soll. Dies würde bedeuten, dass man die Geschwindigkeiten in Ortsdurchfahrten und Wohnsiedlungen korrekt einhält. Zusätzlich noch einen Schritt weitergeht und in Ortsdurchfahrten statt fünfzig km/h nur dreißig und in Wohngebieten statt 30 km/h nur 10 km/h schnell fährt. Ein freiwilliger Verzicht auf Geschwindigkeit, im Heckfenster eine Tafel „Geschwindigkeitsfasten“. Es bleibt die Frage, wie dies von den anderen Autofahrern aufgenommen wird. Mit dieser Aktion könnte man auch solche zur Vernunft bringen, die mit weit überhöhter Geschwindigkeit durch den Ort fahren.

Ein wenig erinnert mich dies an die Situation, dass in vielen Sonntagspredigten die zumeist  recht schaffenden zur Buße aufgerufen werden. Die Menschen, welche total über die Stränge schlagen, werden nicht erreicht, weil sie nicht an der Sonntagsmesse teilnehmen. Opfer werden meistens von denen eingefordert, die schon Opfer bringen.

Opferstock.

KEIN:rasen

Freitag, 22. August 2008

In der Sommerzeit fahren viele schneller als sonst. Sind es die sommerlichen Temperaturen, das helle Sonnenlicht, die drückende Hitze oder die vielen Termine? Vieles lässt uns im Sommer schneller und stärker auf das Gaspedal steigen. Dazu kommt, dass manche Autofenster geöffnet sind und die Musik alle Häuser entlang der Ortsdurchfahrt in Möselstein beschallt. Es kann oft nicht schnell genug gehen und so wird der Vordermann auch bei einer Sperrlinie oder in einer Ortsdurchfahrt überholt. Viele nützen die Sommermonate dazu, wenn es die Distanz erlaubt, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, um den Rasern auf der Strasse zu entkommen. Dabei kann man abseits der Bundesstrasse auf dem Gailradweg erleben, wie ein Hase über eine Waldlichtung springt oder ein Reh inmitten eines Feldes seinen Kopf hebt. Die Vögel haben am Morgen die schönste Stimme und die Stimmen werden immer kräftiger, je heller der Tag wird. Auf der Wiese blühen die Blumen in den Farben weiß, gelb, violett, hellblau. Dagegen sind die Rasen rund um die Wohnanlagen eintönig grün. Dort versucht man mit tropischen Blumen und Pflanzen Farbe auf den Rasen zu bringen.

 

Die Blumenwiese.

ZU:fall

Freitag, 04. Juli 2008

Während eines Kuraufenthaltes in der Buckligen Welt kommt es zu  einigen Verknüpfungen nach Kärnten. Ein Benefizfest „Afrikanische Nacht” zugunsten des Jabulani Selbsthilfezentrums in Südafrika  wurde vom Vocalensemble mit einem Kärntner Lied eröffnet. Dort wird in einer Missionsstation, ohne nach dem Glauben zu fragen, etwa hundert Frauen aus den umliegenden Vorstadtsiedlungen verschiedene Arbeiten angeboten. Die Kinder der Frauen werden mit Essen versorgt und ihnen das Schulgeld bezahlt. Erlauben es die finanziellen Mittel wird für die Familien ein einfaches Haus gebaut, bestehend aus zwei Räumen. Das wichtigste dabei ist eine versperrbare Eingangstür. So sind die Bewohner vor Überfällen und im Besonderen die Frauen und Mädchen vor Vergewaltigungen geschützt. Die meisten Behausungen in den Vorstadtsiedlungen bestehen aus Spanplatten, Plastikfolien und Pappkarton. Die wenigsten haben eine Arbeit und ein regelmäßiges Einkommen. Sie wissen nicht, was sie am nächsten Tag essen werden. Viele Kurgäste haben Übergewicht und  werden zur Ernährungs- und Diätberatung geschickt. 

Die Sonnwendfeier im Kurort wurde vom Österreichischen Kameradschaftsbund am Kirchenplatz abgehalten. Neben dem Kirchenplatz ist auf einem Telegrafenmast ein Storchennest. Dieses Jahr gibt es drei Jungstörche. Die Segnung des Feuers erfolgt durch den Dorfpfarrer. Die Feier gestalten das „Dorfgsangl”, die Bläsergruppe und die Seniorenvolkstanzgruppe. Von einem Kameraden wird ein Gedicht von Ingeborg Bachmann vorgelesen. Das Storchenpaar ist auf Futtersuche. 

Bei der Sonntagsmesse predigte der Pfarrer vom Liebhaben, von der Umarmung eines Menschen, eines Tieres oder eines Baumes. Von der Aufgabe, dem Nächsten Liebe und Trost zu schenken. Dabei verweist er auf die Kärntner Schriftstellerin Christine Lavant und ihr Buch: „Aufzeichnungen aus einem Irrenhaus”. Darin beschreibt sie, dass es auch in der größten Verzweiflung, in dunklen Stunden, es noch Hoffnung geben kann. Christine Lavant hat geschrieben, was sie erlebt hat. Zum Schluss der Messe bedauert der Pfarrer, dass die Ministranten „verschollen” sind. Vielleicht kommen sie wieder, wenn er, der alte Pfarrer geht. 

Lichtpunkte.

HAPPY . HOUR

Mittwoch, 15. August 2007

Die Aufklärung, dass man bei großer Hitze viel trinken soll, ist überall angekommen. Jeder hat seinen Tipp, wie sich der Durst bei hohen Temperaturen am besten löschen lässt. Aus gesundheitlicher Sicht empfiehlt man dabei Brunnenwasser, Mineralwasser oder Kräutertees. Von alkoholischen Getränken wird abgeraten. Trotzdem greifen die Menschen bei der Hitze, unter dem Vorwand den Durst zu löschen, vermehrt zu alkoholischen Getränken, vornehmlich zu Bier. Wer Bier trinkt ist in bester Gesellschaft und die Hitze gibt einem recht. In unserer Gesellschaft gehört bei den Erwachsenen das Trinken zum guten Ton. Mit Bedauern beobachtet man, dass immer mehr Jugendliche, Mädchen und Burschen, zum übermäßigem Alkoholkonsum neigen. Das Wort Komatrinken oder salopp ausgedrückt, Komasaufen, ist in aller Munde. Gemeint ist damit, dass sich Gruppen von Jugendlichen alkoholische Getränke, Wein, Bier, Schnäpse und Mixgetränke im Supermarkt kaufen, sich damit zu einer Fete an ein Flussufer, Autobushaltestelle oder Bahnsteigunterführung zurückziehen und sich vollaufen lassen. Über die Ursachen und die Verhinderung dieser Alkoholpartys wird viel diskutiert. Für viele Jugendliche sind die Zukunftsaussichten schlecht, dass sie diese nur mit der rosa Brille ertragen können.
 
Bei vielen Kirchtagen in Kärnten ist es üblich, dass es zur Einstimmung auf das Fest am Vorabend eine Happy Hour Zeit gibt. Hier kann man drei alkoholische Getränke bestellen, braucht aber nur für zwei zu zahlen oder es gibt  sie zum halben Preis.
 
Wem die Stunde schlägt.

KLIMA . WANDEL

Montag, 23. Juli 2007

Viel wird über die Klimaveränderung geschrieben und gesprochen. Die einen verleugnen sie, die anderen fürchten sie, man fragt sich, wie wird sich das Klima in Europa verändern. Für Österreich gibt es neue Untersuchungen, welche schon für den Zeitraum von 2040 bis 2050 einen Anstieg der durchschnittlichen Jahrestemperatur von bis zu drei Grad vorhersagen. Das bedeutet aber, dass es im Herbst und im Sommer einen deutlichen Temperaturanstieg geben wird. Im Herbst sollen die Temperaturen stark zulegen. Schon jetzt spricht man vom Altweibersommer. Die Sommertage sollen sich verdoppeln, dies würde bedeuten sechs Monate Sommer. Die extremen Hitzetage mit Temperaturen um fünfunddreißig Grad sich vervierfachen.
 
Wer die letzten Hundstage erlebt hat, Tage mit Temperaturen um fünfunddreißig Grad weiß, was dies für den Alltag bedeutet. Es ist schwer an diesen Tagen bei der Arbeit einen kühlen Kopf zu bewahren. Wenn vorhanden wird die Klimaanlage eingeschaltet und damit der Klimawandel zusätzlich beschleunigt. An solchen Sommertagen wird man in den klimatisierten Einkaufszentren vermehrt Senioren antreffen, die dort versuchen gesundheitlich zu überleben. Die Hitze ist eine große Belastung für das Herz- und Kreislaufsystem und die Venen. Zuhause können sich die wenigsten eine Klimaanlage leisten. Bei diesen Hundstagen werden viele Menschen die Kirchenräume zur Abkühlung aufsuchen und so einen unerwarteten Besucherstrom in die Kirchen auslösen. Dort wird man dann mit einer Predigt überrascht.
 
Prima Klima. 

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