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	<title>Schlagloch &#187; Karawanken</title>
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		<title>BIENEN:h&#252;tte</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 13:23:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Karawanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Der beste Ort um mich zu entspannen ist in M&#246;selstein eine Bienenh&#252;tte, auf einem Plateau oberhalb des Ortes, in einer Lichtung, mitten im Wald. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der beste Ort um mich zu entspannen ist in M&#246;selstein eine Bienenh&#252;tte, auf einem Plateau oberhalb des Ortes, in einer Lichtung, mitten im Wald. Der Weg f&#252;hrt bei der Kreuzkapelle mit dem Steinchristus vorbei, ein pers&#246;nliches Stimmungsbarometer. Je nachdem ob Christus seine Augen gegen den Himmel oder auf die Erde richtet, ob er mich freudig oder traurig anschaut, so ist die Befindlichkeit der Welt. Die globalen Ereignisse, wie Erdbeben, Brandkatastrophen, &#220;berschwemmungen und Gewaltausbr&#252;che zeichnen sich in seinen Augen ab. Meine Fragen und Gedanken verursachen Furchen in seinem Gesicht.</p>
<p>Nach der Kapelle folgt ein steiler Anstieg und ich bin von allen Stra&#223;en- und Zugger&#228;uschen getrennt. Es ist sonnig und die Bienen schw&#228;rmen aus, um die letzten bl&#252;henden Blumen und Str&#228;ucher, zu besuchen. Ich bin &#252;berzeugt von der Disziplin und dem Flei&#223; der Bienen.  Das Gras ist gem&#228;ht und in das Gr&#252;n mischen sich braune Farbt&#246;ne. Die Bl&#228;tter der Str&#228;ucher und B&#228;ume verf&#228;rben sich, noch einmal erreichen sie unsere Aufmerksamkeit. Ob hier ein Kraftort ist, wie sie jetzt von Geomanten hinter jeder Hausecke in K&#228;rnten entdeckt werden? </p>
<p>Die letzten Radtouren haben meine H&#252;ftgelenke durchbewegt und gelockert, die Sperrigkeit in den Gelenken gel&#246;st. Die Verspannungen nach der Gesch&#228;fts&#252;bergabe werden weniger, manches mal treten sie noch auf.</p>
<p>Bienengift. </p>
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		<title>ARBEITS:pause</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 12:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Karawanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem ungest&#246;rten Vormittag ist die Buchhaltung der letzten Woche erledigt, das Kassabuch und das Wareneingangsbuch aufgebucht, sowie die aktuellen Kontoausz&#252;ge bearbeitet. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Vormittag ist die Buchhaltung der letzten Woche erledigt, das Kassabuch und das Wareneingangsbuch aufgebucht, sowie die aktuellen Kontoausz&#252;ge bearbeitet. Bis Mittag bleibt noch  Zeit, um den Innenhof mit einem Laubstaubsauger zu s&#228;ubern. Vorher entferne ich bei den Blumen das Unkraut und beschneide einige &#252;berbordende Str&#228;ucher. Dies ist eine Besch&#228;ftigung die mir viel Freude bereitet, eine Abwechslung zur kaufm&#228;nnischen Arbeit. Dabei kann ich beobachten, was sich von Woche zu Woche im Hof ver&#228;ndert hat.</p>
<p>Die Mittagszeit und das sch&#246;ne Wetter erlauben es, eine kleine Radtour zu unternehmen. Mein Weg f&#252;hrt durch das M&#246;selsteiner Moor der Bahn entlang nach P&#246;ckau, weiter nach Neuhaus, bis zur ersten Rast in der Obersch&#252;tt. In diesem Fr&#252;hjahr wurden die Ebereschen ausgegraben und durch Kastanienb&#228;ume ersetzt. Die Ebereschen waren f&#252;r mich ein Jahreszeitenthermometer. F&#228;rbten sich die Beeren rot, war dies ein Zeichen, dass der Hochsommer vorbei war und der Fr&#252;hherbst beginnt. Gleichzeitig war dies der Auftakt f&#252;r die neue Schulsaison, die mit der Schulbuchauslieferung begonnen hat. Auch in der hei&#223;en Phase des Schulanfanges habe ich, wenn es die Zeit erlaubt hat, diesen Ort aufgesucht, um auszuspannen. Manche begehen den Fehler, dass sie in einer intensiven Arbeitsphase auf das Ausspannen vergessen, dann wenn man es am n&#246;tigsten hat. </p>
<p>Nach einer gelungen Arbeit ist die Freude beim Ausspannen gro&#223;, gerade dann, wenn man sich die die Auszeit stehlen musste. Wie &#228;ndert sich das, wenn man in Pension ist, wo die Auszeit das Normale und die Arbeitszeit die Ausnahme ist. </p>
<p>Vorzeichenwechsel. </p>
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		<title>BANK:konto</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 09:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Karawanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Welchen Wert haben die Ersparnisse auf einem Bankkonto, wenn man stirbt. Es ist eine unheilvolle Allianz zu wissen, &#252;ber soundsoviel Geld zu verf&#252;gen, und dann im n&#228;chsten Moment, in den n&#228;chsten Tagen sterben zu m&#252;ssen. Was wird einen in der Todesstunde besch&#228;ftigen. Der Tod ist durch Geld nicht zu bestechen, es gibt keine Stunde, keinen Tag zus&#228;tzlich. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Welchen Wert haben die Ersparnisse auf einem Bankkonto, wenn man stirbt. Es ist eine unheilvolle Allianz zu wissen, &#252;ber soundsoviel Geld zu verf&#252;gen, und dann im n&#228;chsten Moment, in den n&#228;chsten Tagen sterben zu m&#252;ssen. Was wird einen in der Todesstunde besch&#228;ftigen. Der Tod ist durch Geld nicht zu bestechen, es gibt keine Stunde, keinen Tag zus&#228;tzlich. Man wird sich nicht &#252;ber das, was man getan hat aufregen, als vielmehr &#252;ber das, was man nicht getan hat. Aus menschlicher Sicht gibt es tragische Verkn&#252;pfungen, wo man sich fragt, warum hat man etwas nicht schon fr&#252;her gemacht. Sich anderen Menschen ge&#246;ffnet, anderen Menschen geholfen oder bei gesellschaftsrelevanten Bewegungen mitgearbeitet. Vieles wird von uns auf sp&#228;ter verschoben, wenn es leichter m&#246;glich ist, es in den Lebensalltag einzubauen. Manchmal fehlt einem dann die Kraft dazu oder es ist pl&#246;tzlich zu sp&#228;t. Im menschlichen Leben gibt es „Sternstunden“, Ereignisse schicksalhafter Natur, nach denen man eine Kurskorrektur vornimmt.</p>
<p style="text-align: left;">Das Erdbeben, welches in den siebziger Jahren in Friaul tausende Tote verursachte und S&#252;dk&#228;rnten ersch&#252;tterte, f&#252;hrte zu einer Ver&#228;nderung der Lebensumst&#228;nde. Es war am 6. Mai um etwa 20.45, dass ich mit dem Stuhl wie auf einer Welle hochgehoben wurde, um dann wieder am Fu&#223;boden zu landen. Die Erdst&#246;&#223;e verursachten wellenf&#246;rmige Bewegungen. Dann folgten die Ersch&#252;tterungen der Mauern, das Klirren der Fenster und Gl&#228;ser. Von drau&#223;en h&#246;rte man das Aufprallen der herabst&#252;rzenden Dachziegel und Mauerbrocken. Danach absolute Stille, bis die Menschen aus allen H&#228;usern in das Freie st&#252;rmten. In den n&#228;chsten Tagen war das Durchschlafen unm&#246;glich, immer wieder gab es leichte Erdst&#246;&#223;e, die T&#252;ren standen zwecks schneller Fluchtm&#246;glichkeit offen. Die Zeitungen und das Fernsehen berichteten ausf&#252;hrlich von den Zerst&#246;rungen bei den Nachbarn, manche Ortschaften waren v&#246;llig zerst&#246;rt, wie nach einem Bombenangriff. Schon am darauffolgenden Wochenende waren die Gasth&#228;user und die Tanzlokale in S&#252;dk&#228;rnten gut besucht, viele versuchten etwas vom Leben nachzuholen, bevor es zu sp&#228;t sein k&#246;nnte. Beim Totenschmaus ist es in K&#228;rnten so unterhaltsam wie beim Hochzeitsmahl.</p>
<p style="text-align: left;">Wiedergeburt.</p>
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		<title>K&#196;RNTNER:seele</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Sep 2010 07:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Karawanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Es wird viel dar&#252;ber geforscht und geschrieben, worin die Unterschiede zwischen den einzelnen V&#246;lkern und den Bewohnern einzelner Staaten bestehen. In verschiedenen Studien kann man nachlesen, was die Psyche des Menschen ausmacht. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es wird viel dar&#252;ber geforscht worin die Unterschiede zwischen den einzelnen V&#246;lkern und den Bewohnern verschiedener Staaten bestehen. In diversen Studien kann man nachlesen, wie die Psyche des Menschen beschaffen ist. Unterschiede im Verhalten gibt es nicht nur zwischen den Volksgruppen wie Germanen, Romanen oder Slawen, auch innerhalb von &#214;sterreich zwischen den Bewohnern einzelner Bundesl&#228;nder, so zwischen Vorarlberg und K&#228;rnten. Gemeint ist damit vor allem die Lebensart. Zum Verstehen der &#246;sterreichischen Seele hat Prof. Erwin Ringel ein Buch verfasst: Die &#246;sterreichische Seele. Darauf, dass damit nicht alle Bundesl&#228;nder abgedeckt wurden und es eine &#246;sterreichische Besonderheit gibt, hat er am 15. September 1985, in Keutschach am See, in seinem Vortrag, „Die K&#228;rntner Seele“, hingewiesen. </p>
<p style="text-align: left;">Die Unterschiede zwischen dem Vorarlberger Gem&#252;t und dem K&#228;rntner Gem&#252;t zeigt sich bereits im Verhalten der Kinder. Dabei spielen die verschiedenen Einfl&#252;sse der Erziehung auch eine Rolle. Dazu zwei Begebenheiten. Bei einer Radfahrt entlang der Ill kommt Jasmin,  das Vorarlberger M&#228;dchen, auf dem nassen Laub in das Rutschen und st&#252;rzt zu Boden. In den ersten Schrecksekunden weint es, sie hat sich die Haut am Fu&#223; ein wenig aufgesch&#252;rft, ist aber schnell wieder gefasst. Sie richtet das Fahrrad auf und als sie sieht, dass es unbesch&#228;digt ist, strahlt sie &#252;ber das ganze Gesicht und sagt: „Die Absch&#252;rfung am Fu&#223; ist nicht so schlimm, schlimmer w&#228;re es, wenn das Fahrrad besch&#228;digt w&#228;re. Dann m&#252;ssten wir es in einer Werkstatt reparieren lassen und dies w&#252;rde Geld kosten.“ Lilly, das M&#228;dchen aus K&#228;rnten sagt: „ Sei froh, dass dir nichts ernsthaftes passiert ist, ein Fahrrad kann man reparieren lassen“.</p>
<p style="text-align: left;">Bei einer sonnigen Wanderung um den Kopsstausee suchen die M&#228;dchen Jasmin und Lilly nach sch&#246;nen Steinen. Jedes der M&#228;dchen hat eine Handvoll Steine und w&#228;scht sie am Wegrand in einem Bach. Lilly sagt: „Die sch&#246;nsten Steine nehme ich mit nach K&#228;rnten und verschenke sie an meine Freundinnen.“  „Nein“, sagt  Jasmin, „die nehmen wir mit zum n&#228;chsten Flohmarkt in Schruns und verkaufen sie.“</p>
<p style="text-align: left;">K&#228;rntner Stritzi.             </p>
]]></content:encoded>
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		<title>GEDANKEN:ger&#246;ll</title>
		<link>http://www.schlagloch.at/2010/07/01/gedankengeroell/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Jul 2010 07:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Karawanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Uns plagen t&#228;glich Gedanken &#252;ber naheliegende und ferne Dinge. Am meisten denken wir an unsere n&#228;chsten Familienangeh&#246;rigen, ob sie Grund zur Freude haben oder ob sie &#252;ber gewisse Umst&#228;nde besorgt sind. Das sogenannte Gl&#252;ck h&#228;ngt viel davon ab, ob man schmerzfrei ist und sich gesund f&#252;hlt. Plagen einen organische Schmerzen, die Sorge um die Wohnungskosten und den t&#228;glichen Bedarf, dann tr&#252;ben die Gedanken ein. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Uns plagen t&#228;glich Gedanken &#252;ber naheliegende und ferne Dinge. Am meisten denken wir an unsere n&#228;chsten Familienangeh&#246;rigen, ob sie Grund zur Freude haben oder ob sie &#252;ber gewisse Umst&#228;nde besorgt sind. Das sogenannte Gl&#252;ck h&#228;ngt viel davon ab, ob man schmerzfrei ist und sich gesund f&#252;hlt. Plagen einen organische Schmerzen, die Sorge um die Wohnungskosten und den t&#228;glichen Bedarf, dann tr&#252;ben die Gedanken ein. In einer Aufbauphase geh&#246;ren die Gedanken der Partnerschaft, der Zukunft der Kinder, wie wird man einmal wohnen. Erweitert man den Kreis, denkt man an die Arbeitskollegen und das Klima in der Firma, wie man mit der zugewiesenen Arbeit zurechtkommt. Daran, ob die Auftr&#228;ge reichen, dass die Firma weiter besteht und der Arbeitsplatz gesichert ist. Interessiert sich jemand f&#252;r die &#214;ffentlichkeit, ist man schnell bei der Arbeit der Politiker, den Vorkommnissen im Dorf.</p>
<p style="text-align: left;">Ist es m&#246;glich, so freut man sich auf seinen Urlaub, egal ob man ein gro&#223;es Programm vorhat oder ihn in kleinen Rahmen genie&#223;en wird. Einen Ausflug in eine naheliegende Stadt, einen Badetag beim n&#228;chsten See oder eine Wanderung in den Julischen Alpen plant. Steht man am Fu&#223;e vom Vitranc, der in einer Ger&#246;llhalde ausl&#228;uft, denkt man an die Schwierigkeiten die auf jene zukommen, die in den Felsen einsteigen. Selbst begn&#252;gt man sich mit einer Wanderung am Fu&#223;e des Berges. Da kann man sp&#252;ren, dass der Berg sich Gedanken &#252;ber uns macht, wir die ihn von allen Seiten betrachten, die Furchtsamen, denen der Felsen Angst macht. Unsere Bewunderung ist auch ein Eingest&#228;ndnis an unsere Verg&#228;nglichkeit, angesichts der Erdgeschichte. Jene, die es wagen ihn zu besteigen, sich an ihn festkrallen, nimmt er als l&#228;stige Fliegen wahr, die in einer erdgeschichtlichen Sekunde nicht mehr da sind. F&#252;r ihn ist unsere Anwesenheit ein Augenaufschlag.</p>
<p style="text-align: left;">B&#228;renh&#246;hle.  </p>
]]></content:encoded>
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		<title>VER:st&#228;ndigung</title>
		<link>http://www.schlagloch.at/2010/06/01/verstaendigung/</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 06:36:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Karawanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor der EU- Erweiterung hat man in der oberitalienischen Region ein nahes Urlaubsgebiet gesehen, den Menschen blieb man auf Distanz. Bei Reisen nach Italien wurde man vor Taschendieben, Autoeinbr&#252;chen und der Gefahr, dass man beim Kauf &#252;bervorteilt wird, gewarnt. Anfang der achtziger Jahre wurde ich im Kanaltal durch Fremdverschulden in einen Verkehrsunfall verwickelt. Die beteiligten Personen waren: Ein italienischer Fernfahrer, eine holl&#228;ndische Urlauberfamilie und ich. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Die V&#246;lkerverst&#228;ndigung im Dreil&#228;ndereck wird durch unterschiedliche Aktionen gepflegt. Es gibt gemeinsame Veranstaltungen auf sportlicher und musikalischer Ebene, eine grenz&#252;bergreifende Zusammenarbeit der Feuerwehren. Dabei gibt es  Unterschiede, ob es sich um die italienische oder die slowenische Nachbarschaft handelt. In der Zeit nach der EU Erweiterung hat man die Vorteile darin gesehen, dass wir im Nachbarland billiger tanken und essen konnten. Auch die Zigaretten waren g&#252;nstiger, die Bev&#246;lkerung jenseits der Grenze verstand deutsch. Der Manager vom Alpen-Adria-Einkaufscenter meint, dass gemeinsames shoppen zur V&#246;lkerverst&#228;ndigung beitr&#228;gt. Zu den Slowenen herrscht bei vielen Menschen ein gewachsenes Misstrauen. Die Aneignung eines Wortschatzes setzte ein, als die Nachbarn als Touristen und Konsumenten nach K&#228;rnten gekommen sind. Spricht man &#252;ber die Nachbarn, dann wird der Ausdruck, dies ist ein Ausl&#228;nder, weggelassen.</p>
<p style="text-align: left;">Vor der EU- Erweiterung hat man in der oberitalienischen Region ein nahes Urlaubsgebiet gesehen, den Menschen blieb man auf Distanz. Bei Reisen nach Italien wurde man vor Taschendieben, Autoeinbr&#252;chen und der Gefahr, dass man beim Kauf &#252;bervorteilt wird, gewarnt. Anfang der achtziger Jahre wurde ich im Kanaltal durch Fremdverschulden in einen Verkehrsunfall verwickelt. Die beteiligten Personen waren: Ein italienischer Fernfahrer, eine holl&#228;ndische Urlauberfamilie und ich. Der Wohnwagen der Urlauberfamilie wurde vom italienischen LKW &#252;berrollt und in seine Einzelteile zerlegt. Die Teile des Wohnwagen, die Bekleidung, Geschirr, Lebensmittel und das Spielzeug waren &#252;ber die ganze Stra&#223;e zerstreut. Bei meinem Auto wurde durch den Aufprall auf den LKW der Motorraum zusammengestaucht und das holl&#228;ndische Auto hat meine Fahrerseite eingedr&#252;ckt. Ich erlitt Prellungen und Hautabsch&#252;rfungen. Es war eine der Hauptverkehrsstra&#223;en nach Italien, deswegen wurde die Stra&#223;e von Einsatzkr&#228;ften schnell freigemacht und die besch&#228;digten Fahrzeuge in die n&#228;chste Werkstatt abgeschleppt. Ich trat mit dem Zug und per Autostopp die Heimreise an. Zu hause prophezeite man mir, dass bei meinem Auto alles was m&#246;glich ist gestohlen wird:  Das Autoradio, die Reifen, eventuell die Sitzb&#228;nke und andere verwertbare Teile.  Ich wusste nicht  genau, wie stark mein Auto besch&#228;digt war. Als ich nach einer Woche im Kanaltal in der Autowerkst&#228;tte eintraf, fand ich mein Auto besch&#228;digt aber komplett vor. Nichts ist gestohlen worden. Das Auto wurde mit einem Abschleppwagen nach K&#228;rnten &#252;berf&#252;hrt. Nach diesem Erlebnis dachte ich &#252;ber die Vorurteile gegen&#252;ber den Nachbarn nach.</p>
<p style="text-align: left;">Grenzgebiet.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>DANIEL:teil2</title>
		<link>http://www.schlagloch.at/2010/05/18/danielteil2/</link>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 05:13:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAGE.BUCH]]></category>
		<category><![CDATA[Karawanken]]></category>

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		<description><![CDATA[„ er wollte mit mir schon immer reden, er wollte mit mir die ausf&#252;hrlichsten gespr&#228;che f&#252;hren, aber erst seit es ihm nach jahren m&#246;glich ist seine studie &#252;ber speisem&#252;ll niederzuschreiben k&#246;nne er frei sprechen. Jahrelang habe er sich in der wohnung eingeschlossen und bis zur k&#246;rperlichen ersch&#246;pfung versucht seine im kopf ausgearbeitete m&#252;llologie niederzuschreiben. Es war die angst durch die gescheiterten versuche verr&#252;ckt zu werden, die es ihm jetzt erm&#246;glichte die studie niederzuschreiben. „
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">W&#228;hrend des gehens durch das dorf haben wir gelegenheit den gespr&#228;chen der kirchengehenden bev&#246;lkerung zuzuh&#246;ren. Wohlbeleibte frauen mit weiten r&#246;cken, einem kopftuch und ihren kindern sprechen &#252;ber das essenkochen, die alkoholabh&#228;ngigen und gewaltt&#228;tigen m&#228;nner, von unerf&#252;llten w&#252;nschen und vom pfarrer. Sie sprechen vom kaffeekr&#228;nzchen am samstagnachmittag im dorfgasthaus, von den derben griffen der fabriksarbeiter nach dem busen und zwischen die beine, dem daf&#252;r bezahltem glas wein und von den heimlichen liebschaften. Die m&#228;nner bilden eine eigene gruppe, sie brauchen die frauen nur in der k&#252;che und im bett. Den mittelpunkt der m&#228;nnergespr&#228;che bilden der fu&#223;ball, der schnaps und die jungen frauen. Die &#246;rtlichen parteifunktion&#228;re reden &#252;ber die wohnungsvergaben, die f&#246;rdergelder und die macht. Den vornehmen familien des dorfes begegnen wir zuerst, sie werden in den vordersten b&#228;nken der kirche platznehmen. Am m&#252;llablagerungsplatz finden wir berge von verpackungsmaterial des knappergeb&#228;cks, konservendosen und leere getr&#228;nkeflaschen. Die berge von verpackungsmaterial sind f&#252;r daniel eine folge der anspruchslosen fernsehprogramme , wodurch die fernsehzuschauer angehalten werden sich mit essen und trinken zu unterhalten. Er &#252;bt sich seit jahren in fernsehabstinenz und hat damit seine besten erfahrungen. Haben wir bisher die spazierg&#228;nge schweigend zur&#252;ckgelegt, so hat daniel am heutigen fr&#252;hlingssonntag zu sprechen begonnen:</p>
<p style="text-align: left;">„ er wollte mit mir schon immer reden, er wollte mit mir die ausf&#252;hrlichsten gespr&#228;che f&#252;hren, aber erst seit es ihm nach jahren m&#246;glich ist seine studie &#252;ber speisem&#252;ll niederzuschreiben k&#246;nne er frei sprechen. Jahrelang habe er sich in der wohnung eingeschlossen und bis zur k&#246;rperlichen ersch&#246;pfung versucht seine im kopf ausgearbeitete m&#252;llologie niederzuschreiben. Es war die angst durch die gescheiterten versuche verr&#252;ckt zu werden, die es ihm jetzt erm&#246;glichte die studie niederzuschreiben. „</p>
<p style="text-align: left;"> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>DANIEL:teil1</title>
		<link>http://www.schlagloch.at/2010/05/13/danielteil1/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 May 2010 04:57:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Karawanken]]></category>

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		<description><![CDATA[Der spaziergang jeden sonntagvormittag mit dem tagl&#246;hner daniel vom dorfbrunnen  zur m&#252;lldeponie und zur&#252;ck ist f&#252;r mich eine zeremonie wie es vorher der besuch der sonntagsmesse war. Seit jenem sonntag als der tagl&#246;hner und ich nicht den weg zur kirche sondern den weg zur m&#252;llablagerung w&#228;hlten m&#252;ssen wir auf  unseren spazierg&#228;ngen entgegenkommmenden kirchg&#228;ngern ausweichen. Bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Der spaziergang jeden sonntagvormittag mit dem tagl&#246;hner daniel vom dorfbrunnen  zur m&#252;lldeponie und zur&#252;ck ist f&#252;r mich eine zeremonie wie es vorher der besuch der sonntagsmesse war. Seit jenem sonntag als der tagl&#246;hner und ich nicht den weg zur kirche sondern den weg zur m&#252;llablagerung w&#228;hlten m&#252;ssen wir auf  unseren spazierg&#228;ngen entgegenkommmenden kirchg&#228;ngern ausweichen. Bei unseren spazierg&#228;ngen schweigen wir. Es ist f&#252;r ihn meine, f&#252;r mich seine art und weise des gehens die jeden ansatz eines gespr&#228;ches zwischen uns zerst&#246;rt. Unsere verst&#228;ndigung beschr&#228;nkt sich auf gesten. Die bis in den nachmittag dauernden spazierg&#228;nge sind f&#252;r mich, der ich des gehens ungewohnt bin sehr anstrengend. Am m&#252;llablagerungsplatz verst&#228;ndigen wir uns durch das hinzeigen auf die verschiedensten abf&#228;lle ohne worte. Begriffe wie verwahrlosung, kreuzigung oder kopfleiden lassen sich auf diese art und weise gut zum ausdruck bringen. </p>
<p style="text-align: left;">Auf dem m&#252;llplatz kann man an der art speiseabf&#228;lle die jahreszeiten fr&#252;hling, sommer, herbst und winter erkennen. Daniel arbeitet auf dem m&#252;llplatz und hat die f&#228;higkeit entwickelt aus den k&#252;chenabf&#228;llen die mahlzeiten der vornehmen familien des dorfes aufzuz&#228;hlen. Das ma&#223;lose essen ist f&#252;r daniel eine ersatzbefriedigung und eine f&#246;rderung des niederen triebes im menschen. Es f&#252;hrt dazu, dass die wartezimmer der &#228;rzte &#252;berf&#252;llt sind. Die betten in den krankenh&#228;usern sind von erwachsenen belegt, welche sich den wohlstandsbauch entfernen lassen. F&#252;r manche erwachsene ist dieser krankenhausaufenthalt eine j&#228;hrliche selbstverst&#228;ndlichkeit, wie der j&#228;hrliche urlaub an einem der verschmutzten meeresstr&#228;nde. Von ihm gering geachtet werden jene, welche durch die  hilfe ihres wohlstandsbauches in der gemeinde zu ansehen und gut bezahlten posten gekommen sind. Das vermehrte aufkommen von m&#252;ll steht in zusammenhang mit der hoffnungslosigkeit welche in der bev&#246;lkerung herrscht. Daniel arbeitet an einer studie &#252;ber speisem&#252;ll, von ihm kurz m&#252;llologie genannt. Er konnte eine wechselbeziehung zwischen mi&#223;erfolg im beruf, ungestillten bed&#252;rfnissen und vermehrten speisem&#252;llabf&#228;llen beobachten. Er selbst lebt mit einem minimum an bed&#252;rfnissen.</p>
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		<title>FASCHING:ade</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 08:48:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das &#246;sterreichischen Fernsehen sendet Aufzeichnungen von Faschingssitzungen aus ganz &#214;sterreich, als Letzte heute die vom Villacher Fasching.  Kaum vertreten sind  die westlichen Bundesl&#228;nder,Vorarlberg,Tirol und Salzburg. Die meisten Faschingsgilden gibt es in  K&#228;rnten, Steiermark und dem Wiener Raum. Jeder  gr&#246;&#223;ere Ort in K&#228;rnten hat seine eigene Gilde mit einem Prinzenpaar und einigen Faschingssitzungen. Zur Faschingsprinzessin oder zum Prinz gew&#228;hlt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Das &#246;sterreichischen Fernsehen sendet Aufzeichnungen von Faschingssitzungen aus ganz &#214;sterreich, als Letzte heute die vom Villacher Fasching.  Kaum vertreten sind  die westlichen Bundesl&#228;nder,Vorarlberg,Tirol und Salzburg. Die meisten Faschingsgilden gibt es in  K&#228;rnten, Steiermark und dem Wiener Raum. Jeder  gr&#246;&#223;ere Ort in K&#228;rnten hat seine eigene Gilde mit einem Prinzenpaar und einigen Faschingssitzungen. Zur Faschingsprinzessin oder zum Prinz gew&#228;hlt zu werden ist eine hohe Auszeichnung. Personen, die in der  &#214;ffentlichkeit bekannt sind hoffen, dass sie in einer Parodie der &#246;rtlichen Faschingssitzung vorkommen. Es kommt vor, dass manches Geheimnis pl&#246;tzlich allen bekannt ist. </p>
<p style="text-align: left;">Der Villacher Gildenkanzler bezeichnete K&#228;rnten als die Narrenhochburg &#214;sterreichs. Viele Beitr&#228;ge besch&#228;ftigen sich mit den politischen Vorkommnissen in K&#228;rnten und diese sind b&#252;hnenreif. Manche Gags sind einf&#228;ltig, die  Unf&#228;higkeit im Alltag dar&#252;ber zu sprechen, dann finden sich solche Situationen auf der B&#252;hne wieder. Man  macht dar&#252;ber einen Scherz und erntet daf&#252;r den meisten Applaus. Dabei geht es oft um alte Menschen, Frauen oder sogenannte Verr&#252;ckte. Wer mit  einer heiklen Situation nicht zurechtkommt rettet sich in einen Witz und lacht lauthals.</p>
<p style="text-align: left;">Lei, lei.</p>
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		<title>HAUS:schlachtung</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 07:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[N&#228;hert sich der Fasching dem H&#246;hepunkt,  dann wird bei den Kleinbauern im Gailtal f&#252;r den Eigenbedarf ein Schwein geschlachtet. Es gibt am Faschingsamstag einen Sausch&#228;delschmaus. Schon Tage vorher ist unter den Hofleuten  eine Unruhe zu sp&#252;ren, Gesch&#228;ftigkeit macht sich bemerkbar. Der Haartrog wird auf seine Dichtheit &#252;berpr&#252;ft, die Schlachtbank und der Dreifu&#223;, wo das Schwein nach dem Schlachten zerteilt und aufgeh&#228;ngt wird, muss ges&#228;ubert werden. Das P&#246;kelsalz, zum Konservieren des Specks, wird mit verschiedenen Gew&#252;rzen gemischt, die Wurstmaschine aus der Vorratskammer geholt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">N&#228;hert sich der Fasching dem H&#246;hepunkt,  dann wird bei den Bauern im Gailtal f&#252;r den Eigenbedarf ein Schwein geschlachtet. Es gibt am Faschingsdienstag einen Sausch&#228;delschmaus. Schon Tage vorher ist unter den Hofleuten  eine Unruhe zu sp&#252;ren, Gesch&#228;ftigkeit macht sich bemerkbar. Der Haartrog wird auf seine Dichtheit &#252;berpr&#252;ft, die Schlachtbank und der Dreifu&#223;, wo das Schwein nach dem Schlachten zerteilt und aufgeh&#228;ngt wird, muss ges&#228;ubert werden. Das P&#246;kelsalz, zum Konservieren des Specks, wird mit verschiedenen Gew&#252;rzen gemischt, die Wurstmaschine aus der Vorratskammer geholt. Am Schlachttag soll alles schnell von der Hand gehen.  Die B&#228;uerin sieht dem Tag mit gemischten Gef&#252;hlen entgegen, bedeutet es doch, dass eines der Schweine, dass sie seit dem Sommer gef&#252;ttert hat, abgestochen wird. Als  kleine Gutmachung wird das Schwein am Tag vorher mit einer extra Portion Mastfutter verw&#246;hnt. Der Bauer betrachtet es n&#252;chtern und freut sich auf seine Portion ger&#246;steter Leber und die angebratenen Nierndln,  die er nach der Arbeit verspeisen wird. </p>
<p style="text-align: left;">Am Schlachttag  wird zeitig am Morgen das Wasser im Futterkessel f&#252;r die Enthaarung erhitzt. Im Schweinestall gilt es jeden L&#228;rm zu vermeiden. Mit einem Schups wird das Schwein aus der Stallung gesto&#223;en und mit dem Schussapparat get&#246;tet, zum Ausbluten mit dem Messer gestochen. Das Blut f&#228;ngt meistens der J&#252;ngste in einem Reindling auf und es wird sp&#228;ter zu einer Blutsuppe und Blutwurst verkocht. Nach dem Enthaaren wird die Sau am Dreifu&#223; aufgeh&#228;ngt und ausgeweidet. In der N&#228;he lauern die Hofkatzen und warten darauf,  dass  f&#252;r sie etwas abf&#228;llt. Auch die  H&#252;hner sind auf Futtersuche und  picken alles auf, was zu Boden f&#228;llt. F&#252;r das Zerteilen und Weiterverarbeiten braucht es viele Helfer,  es dauert bis in die Abendstunden und manches wird erst in den n&#228;chsten Tagen gemacht. Das Fleisch wird in Portionen aufgeteilt,  f&#252;r Schnitzel,  Schweinsbraten und Gulasch und in der Tiefk&#252;hltruhe eingefroren. Besondere  Achtsamkeit wird auf die St&#252;cke gelegt, die zum Speckselchen vorbereitet werden. Diese werden mit der P&#246;kelsalzmischung  eingerieben. Das Einbeizen wird in der n&#228;chsten Zeit mehrmals wiederholt. Im ganzen Haus riecht es nach frischen, rohen Fleisch. Die Innereien kommen in den folgenden Tagen auf den Mittagstisch. Der Schweinskopf wird ausgekocht und aus dem Sud eine Sulze angesetzt und f&#252;r die Jause mit Essig,  &#214;l und Zwiebel abges&#228;uert. Die Ged&#228;rme werden ges&#228;ubert und sind als Wursthaut verwendbar. Bevor man sie &#252;ber die Wurstmaschine st&#252;lpt, werden sie vom Bauern „aufgeblasen“. </p>
<p>Auf einer Kunstausstellung konnte ich in einem Video sehen, wie der amerikanischen Aktionsk&#252;nstler Bruce Neumann einen Darm aufbl&#228;st,  als wollte er beim Wursten helfen.</p>
<p style="text-align: left;">Der Sausch&#228;del.</p>
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