asyl:land II

Ich vermute Europa ist kein typisches Einwanderungsland. Nach meinem Ermessen ist die Situation in den USA oder Australien eine andere. Dorthin haben sich seit der Staatsgründung Menschen aus allen fünf Kontinenten auf den Weg in eine neue Heimat gemacht. So bunt gemischt ist dort auch die Bevölkerung und zumeist sind nur leistungswillige Menschen dahin ausgewandert. Hierzulande habe ich teilweise das Bauchgefühl, die Flüchtlinge suchen ein soziales Auffangbecken. Von den Migranten wird derjenige Staat in Europa bevorzugt, der die besten Sozialleistungen bietet. Wie lange kann das soziale Netz vergrößert werden, ohne dass es reißt. Reißt es, dann betrifft es auch diejenigen, welche in das System eingezahlt haben. Viele Fragen. Meinem Dafürhalten gibt es dazu keine ehrlichen Antworten, die einen dramatisieren und die anderen verharmlosen.

Zu schaden kommen die Bürger, von denen man jeden Euro gnadenlos einfordert. Aber niemals wird er dreimal umdreht, bevor er wieder ausgegeben wird. Von Regierungsseite ist man an fundierten Untersuchungen, mit welchen Zeitabläufen man bei der Integration rechnen muss, wo es Probleme geben wird,gar nicht interessiert. Es fehlt auch an Klarheit, wie weit es möglich ist, dass verschiedene Religionen und Kulturen nebeneinander existieren. Ohne das versucht wird den anderen mit Gewalt zu missionieren oder in der anderen Religion das Böse, den Satan zu sehen.

Mitteleuropa ist ein reicher Staatenbund. Aber wie viele Menschen können wir in Europa ernähren und wie vielen eine wirkliche Perspektive geben? Unter anderem leidet Europa unter der Auslagerung der Warenproduktion, aber auch dem Rückgang der Landwirtschaft. Man hört, dass einige EU-Staaten, darunter auch große Volkswirtschaften, nur durch die Tag-und Nachtschichten der Notenpresse und dem Aufkauf der Schuldenpapieren am Leben erhalten werden.

Euroland abgebrannt.

asyl:land

In den letzten Monaten ist viel über die Flüchtlingskrise und die Integration der Asylanten diskutiert worden und ein Ende ist nicht absehbar. Dazu tragen auch die Flüchtlinge durch neue Straftaten bei. Im Krisengebiet Naher Osten gibt es weiterhin keinen Frieden, für die verschiedenen Bürgerkriege keine Lösungen. Immer wieder bilden sich neue Rebellen- und Terrorgruppen, die einmal für das Volk und dann wieder gegen das Volk zu Felde ziehen. Sie werden von den Machthabern als Terroristen verfolgt, so dreht sich die Spirale der Gewalt stetig weiter. Manches Mal habe ich den Eindruck, dass hehre Worte am zahnlosen Konferenztisch der EU in Brüssel kaum etwas an der Situation verändern.

Es kommt erst dann zu Verhandlungen, wenn sich eine der Kriegsparteien durch massiven Waffeneinsatz einen Vorteil erkämpft, soll man sagen ermordet hat. Jetzt sind sie eventuell zu Gesprächen bereit, ansonsten werden die Konflikte weiter am Köcheln gehalten. In der Europäischen Union erleben wir einen weiteren Zuzug von Asylanten aus dem Nahen Osten und aus Nordafrika. Hierbei ist der Überblick verloren gegangen, wer Asyl benötigt, wer Asyl berechtigt ist und wo sich diejenigen gerade befinden, deren Asylantrag abgelehnt wurde. Ich erkenne es an, dass Flüchtlinge versorgt und untergebracht werden müssen. Gibt es eine Chance diese in unsere Gesellschaft zu integrieren? Die größeren Wanderbewegungen in Europa waren eine Verschiebung zwischen den einzelnen europäischen Völkern.

Völkerwanderung.

wahl:spitze II

Es kann sein, dass die Newcomer nicht alle ihre Wahlversprechen einlösen werden, von den traditionellen Kandidaten weiß man, dass die Wahlversprechen vor der Wahl, das Altpapier nach der Wahl sind. Oft stellen Wähler fest, diese Versprechen haben wir schon einmal gehört und es sollte längst eingelöst sein, jetzt steht es wieder am Wahlplakat. Es ist nicht verwunderlich, wenn sich trotz der Armada von Journalisten und Meinungsbildnern, die bestimmen wollen, wer was zu wählen hat, die Menschen in großen Prozentsätzen zu anderen Kandidaten überwechseln. In unseren Breiten ist es nicht möglich, dass sich autarke Regierungsformen entwickeln.

Bei den diversen Maßnahmen zur Regulierung der Einwanderung, sowohl in Frankreich, in Deutschland, sowie in Österreich entschließen sich jetzt die Parteien, die für eine ungezügelte Zuwanderung waren, schnell vor der nächsten Kurve auf die Bremse zu steigen. Bei der Kurve handelt es sich um die nächsten bundesweiten Wahlen, sowohl in Frankreich, in Deutschland und in Österreich. Es geht schon lange nicht mehr um sozialpolitische Ideen, einzig darum, vom Futtertrog nicht verdrängt zu werden. Dieses Spektakel ist in Europa überall dasselbe.

Wahlsonntag

wahl:spitze I

In den letzten Monaten gab es einige entscheidende Wahlen außerhalb und in Europa. So die Wahl zum amerikanischen Präsidenten, wobei die Vielfalt an Berichterstattung und Kommentaren in den heimischen Medien alles übertroffen hat, was ansonsten bei einer ausländischen Wahl abläuft. Es ist nicht auszuschließen, dass die politischen Fähigkeiten des neuen amerikanischen Präsidenten mittelmäßig sind. Ihm wird vorgehalten, er hat in keiner Partei so lange gebuckelt, wie es die Politikkaste es gerne hätte. Zum Anderem wird ein Staat von einem  Führungsstab gesteuert. Da passiert es schon einmal, dass die Küste Chinas mit der Küste Australiens verwechselt wird. Das wahre Desaster ist, ähnlich wie bei der österreichischen Präsidentschaftswahl, das Abschneiden der Kandidaten von den etablierten Parteien. Jene, die sich über Jahrzehnte in fast allen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen breitgemacht und Einfluss verschafft haben, war desaströs. Große Erfolge feierten Kandidatinnen und Kandidaten ohne Parteizugehörigkeit, welche ein Jahr vor den Wahlen noch niemand gekannt hat.

Noch einmal wiederholt sich dieses Phänomen bei der französischen Präsidentschaftswahl. Die meiste Unterstützung von den etablierten Parteien erhält jene Kandidatin oder jener Kandidat, von der oder dem angenommen wird, dass man als etablierte Partei mit einem grünen Auge davonkommt. Der neue Präsident oder Präsidentin wird umworben, um darüber hinweg zu schummeln, dass es die eigenen Kandidaten einer selbsternannten Volkspartei es nicht geschafft haben. So gelingt es, trotz einer Niederlage das Parteihemd nicht zu bekleckern,  das Debakel verschwindet wortlos im Untergrund. Die herrschenden Parteien verstehen es geschickt an die Sieger, an die neuen Hoffnungsträger, anzudocken um keine ihrer Positionen oder Privilegien zu verlieren.

Froschauge