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	<title>Schlagloch &#187; Schubumkehr</title>
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		<title>ZER:st&#246;rung</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 03:28:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben das Bed&#252;rfnis alles zu zerst&#246;ren, wir wollen keine zufriedenen Menschen, wir wollen den gest&#246;rten Menschen. Haben wir in unserer Kindheit oder Ehe diese Zerst&#246;rung  erlebt, so wollen wir, dass alle anderen in dieser Zerst&#246;rtheit aufwachsen. Davor sch&#252;tzen keine spirituellen Praktiken, wie Yoga,  Meditation und die christliche Haltung, dabei reagiert der Urinstinkt. Alles was sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wir haben das Bed&#252;rfnis alles zu zerst&#246;ren, wir wollen keine zufriedenen Menschen, wir wollen den gest&#246;rten Menschen. Haben wir in unserer Kindheit oder Ehe diese Zerst&#246;rung  erlebt, so wollen wir, dass alle anderen in dieser Zerst&#246;rtheit aufwachsen. Davor sch&#252;tzen keine spirituellen Praktiken, wie Yoga,  Meditation und die christliche Haltung, dabei reagiert der Urinstinkt. Alles was sich verbessert hat, muss zerst&#246;rt werden. Keine Entwicklung der Lebensformen, Gleichschaltung auf der tiefsten Stufe. Der gr&#246;&#223;te Genuss liegt in der Zerst&#246;rung. Die einzige Empfindung ist die Erinnerung an ein zerst&#246;rtes Leben. Wurde mir die Freude am Leben genommen, so soll dies auch f&#252;r alle Anderen gelten.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Reproduktion wie ich es von der Arbeit in der Fabrik kenne. In einer Schicht verschraubte ich 1440 Paar Schuhabs&#228;tze. Ohne Achtsamkeit, ich sp&#252;rte es in den Fingerspitzen, ob der Absatz passte oder nicht. Schaffte ich es nicht, so schafften es auch die Anderen am Band nicht.</p>
<p style="text-align: left;">Eisbrecher.</p>
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		<title>R&#220;CK:blende</title>
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		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 07:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Plant heute jemand die &#220;bernahme oder die Neugr&#252;ndung eines Unternehmen,dann wird vorher mit Experten, wie mit dem Steuerberater,dem Notar, dem Kreditberater gesprochen. Bei der Wirtschaftskammer gibt es die Abteilung Gr&#252;nderservice, wo sich Menschen die ein Unternehmen gr&#252;nden wollen, beraten lassen k&#246;nnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Plant heute jemand die &#220;bernahme oder die Neugr&#252;ndung eines Unternehmen, dann wird mit Experten, dem Steuerberater, dem Notar und dem Kreditberater gesprochen. Bei der Wirtschaftskammer gibt es das Gr&#252;nderservice, wo sich Menschen die ein Unternehmen gr&#252;nden wollen beraten lassen k&#246;nnen. Handelt es sich um  eine Betriebs&#252;bergabe, dann gibt es Beratungsstellen f&#252;r &#220;bergeber und &#220;bernehme. Man versucht die Erfolgsaussichten mit Kennzahlen zu berechnen. Oft wenden sich Jungunternehmer an einen Pers&#246;nlichkeitstrainer der sie mental st&#228;rkt. </p>
<p style="text-align: left;">Geht etwas zu Ende, dann erinnert man sich gerne an die Anf&#228;nge. In der &#8220;Volkszeitung&#8221; wurde Anfang Dezember 1971 in einem Inserat ein Nachfolger f&#252;r das Papiergesch&#228;ft in M&#246;selstein gesucht. Dies war der Ausl&#246;ser zu meiner Selbstst&#228;ndigkeit. Meine Hoffnung war, dass ich als selbstst&#228;ndiger Buchh&#228;ndler viel Zeit mit dem Lesen verbringen k&#246;nnte. Nach einem Telefonanruf  fuhren der Vater, der Bruder und ich am 24. Dezember mit einem VW K&#228;fer nach M&#246;selstein um das Gesch&#228;ft zu besichtigen und mit dem Verp&#228;chter zu verhandeln. Der Verkaufsraum hatte ein Ausma&#223; von ca. 30 m2. Heute w&#228;re dies die Gr&#246;&#223;e f&#252;r eine W&#252;rstelbude oder einen S&#252;&#223;warenkiosk am Bahnhof. Das Gesch&#228;ft, im Ortszentrum gelegen, war ein Zubau zu einem bestehenden Wohnhaus. Die Schneew&#228;nde an den Stra&#223;enr&#228;ndern reichten bis in den ersten Stock. Bei einem Glas Wein wurden wir handelseinig und mit ein paar schriftlichen Notizen fuhren wir nach Hause. Wir mussten am Bauernhof rechtzeitig zur F&#252;tterung der Tiere und zur Bescherung ankommen. Zum Jahresanfang nahm ich einen Kredit auf und kaufte einen gebrauchten Renault 4, der wie eine alte Bauerntruhe bemalt war. Der Vorbesitzer war ein M&#246;belrestaurator. Bei einem Papiergro&#223;h&#228;ndler bestellte ich Ware nach dem Bauchgef&#252;hl. Noch war ich bei der Firma Gabor in Spittal/Dr. als Schuhfacharbeiter, als „Absatzschrauber“,  besch&#228;ftigt. Pro Schicht verschraubte ich etwa 2800 St&#252;ck Damenabs&#228;tze. Am Freitag vor der Gesch&#228;ftser&#246;ffnung sagte ich zum Personalchef , &#8220;dass ich am Montag nicht mehr zur Arbeit kommen werde&#8221;. Dieser hat mich aufgefordert die vierzehnt&#228;gige K&#252;ndigungsfrist einzuhalten. Kurze Zeit sp&#228;ter ist  der Betriebsleiter gekommen und hat mir gedroht: „Wenn ich die K&#252;ndigungsfrist nicht einhalte wird man mir jeden Schuh, der durch meinen pl&#246;tzlichen Abgang weniger produziert wird, von meinem Lohn abziehen und notfalls bei Gericht einklagen“. Einen Tag vor der Gesch&#228;ftser&#246;ffnung bin ich, mit einem &#214;lofen und einem Diwan beladen, nach M&#246;selstein gefahren und habe  am 20. J&#228;nner das Gesch&#228;ft wiederer&#246;ffnet.</p>
<p style="text-align: left;">Fr&#252;hstart.</p>
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		<title>ENT:zug</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Jun 2011 06:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist man im Ort bei den Menschen &#252;ber Jahrzehnte daf&#252;r bekannt, als jemand, der immer im Gesch&#228;ft stand, immer offen war, wenn es W&#252;nsche gegeben hat, so k&#246;nnen sich viele nicht vorstellen, dass man sich aus dem Gesch&#228;ftsleben zur&#252;ckziehen wird. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Man ist bei den  Ortsbewohnern seit Jahrzehnten daf&#252;r bekannt, dass man immer im Gesch&#228;ft stand, offen f&#252;r alle  W&#252;nsche war. Jetzt k&#246;nnen sich viele nicht vorstellen, dass man sich aus dem Gesch&#228;ftsleben zur&#252;ckziehen wird. Man hat versucht ausgeglichen zu sein, ein stabiles &#196;u&#223;eres herzuzeigen, wenn dies auch nicht immer einfach war. Selbst hat man manches mal unter wechselhaften  Stimmungen gelitten. Es wird die Meinung ge&#228;u&#223;ert, dass einem langweilig werden wird, dass man durch den fehlenden Kundenkontakt unter Entzugserscheinungen leiden wird. Kann es eine Entziehungskur geben und wie k&#246;nnte diese aussehen? Es wird von verschiedenen Seiten,vom Kulturverein, beim Pfarrobstgarten oder von einer Vereinszeitung angeboten, bei ihnen mitzuarbeiten. Alle erwarten, dass sie keine Absage bekommen. Nicht zu vergessen die Mitarbeit im Haushalt, als Hilfsarbeiter. </p>
<p style="text-align: left;">Selten stellt jemand die Frage, wie man f&#252;r sich selbst die Zeit nach dem R&#252;ckzug aus dem Gesch&#228;ftsleben vorstellt?  Man sorgt f&#252;r Erstaunen, wenn man den Fahrplan f&#252;r die n&#228;chsten Jahre in einem Satz zusammenfasst: „Viele Pensionisten wollen  die Welt bereisen, ich w&#252;nsche mir, dass ich in der Pension die Welt ver&#228;ndern kann, meine  Beobachtungen niederschreiben.&#8221;</p>
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		<title>ZWILL:inge</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 04:41:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Scheidet man aus dem Arbeitsprozess aus, so erlebt jeder die Wochen davor anders, dies betrifft die unselbstst&#228;ndigen und die selbstst&#228;ndigen Erwerbst&#228;tigen. Es ist die Zeit, wo man am Arbeitsplatz beginnt, die betrieblichen und die pers&#246;nlichen Utensilien zu trennen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Scheidet man aus dem Arbeitsprozess aus, so erlebt jeder die Wochen davor anders, dies betrifft die unselbstst&#228;ndigen und die selbstst&#228;ndigen Erwerbst&#228;tigen in gleicher Weise. Es ist die Zeit, wo man am Arbeitsplatz beginnt, die betrieblichen und die pers&#246;nlichen Utensilien zu trennen. Viele Jahre konnten sie am Schreibtisch und im B&#252;roschrank nebeneinander existieren, jetzt m&#252;ssen sie fein s&#228;uberlich getrennt werden. Bei einem Selbstst&#228;ndigen ist dies in der aktiven Phase kaum zu unterscheiden, weil Betrieb und Privat sind eine Einheit. Es ist, als ob man Siamesische Zwillinge trennen muss. Aus medizinischen Berichten wissen wir, dass dies, je nach Art der Verwachsungen, ein schwieriger Eingriff ist. Meistens ist  nur einer lebensf&#228;hig. So &#228;hnlich kann man die Trennung zwischen Betrieb und Privat, das Ausscheiden aus dem Betrieb, erleben. Um einen Teil lebensf&#228;hig zu erhalten, muss der andere absterben.</p>
<p style="text-align: left;">Ein Geistlicher hat geh&#246;rt, dass ich mich aus dem Gesch&#228;ftsleben zur&#252;ckziehen werde und hat sich nach meinem Befinden erkundigt. Er hat bedauert, dass er  trotz seiner siebzig Jahre nicht in den Ruhestand gehen kann, da der Bischof f&#252;r seine Pfarre keinen Nachfolger hat. Er ist zum Durchhalten verurteilt.</p>
<p style="text-align: left;">Gottespension.</p>
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		<title>AB:werfen II</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Apr 2011 05:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer in Pension geht sollte einen gro&#223;en Schritt machen und Ballast abwerfen. Erleichterung sp&#252;rte ich, als ich darangehen konnte, Prospekte und Preislisten auszusortieren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wer in Pension geht sollte einen gro&#223;en Schritt machen und Ballast abwerfen. Erleichterung sp&#252;rte ich, als ich darangehen konnte, Prospekte und Preislisten auszusortieren. Vieles habe ich gesammelt, weil es k&#246;nnte einmal eine Anfrage oder Bestellung von einer Kundschaft kommen, wo diese Unterlagen gebraucht werden. Eine Freiheit, die nicht nur im Kopf, sondern auch k&#246;rperlich zu sp&#252;ren war. Nicht jeder Tag war f&#252;r das Aussortieren, f&#252;r das Loslassen, gleicher ma&#223;en geeignet. Es hat sogenannte Wegwerftage gegeben, wo es mich gedr&#228;ngt hat, unn&#246;tiges wegzuwerfen. Das Loslassen macht frei, wobei die k&#252;nftige Unternehmergeneration nicht so viele Brosch&#252;ren und Prospekte sammeln wird, weil sie besucht lieber die Firmenhomepage im Internet. Ob es dadurch zu einem Abbau bei den Prospekten und Brosch&#252;ren kommt ist fraglich. Offen sind noch die Auswirkungen auf die Gesundheit, in diesem Fall auf die Wirbels&#228;ule und die Augen. Meines Erachten ist die Bildschirmarbeit eine gr&#246;&#223;ere Belastung f&#252;r das Auge als ein Prospektseite.</p>
<p style="text-align: left;">Mit  dieser Freude sollte man auch im privaten Bereich fortfahren. Bis man einen neuen Tagesrhythmus gefunden hat, bleibt Zeit, im Privatarchiv Ordnung zu schaffen.</p>
<p style="text-align: center;"><em>ALLEN LESERN RUHIGE </em><em> OSTERN !</em></p>
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		<title>AB:werfen</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Apr 2011 06:10:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[F&#252;hlt man sich &#252;berlastet und leidet dadurch an R&#252;ckenschmerzen oder hat einen zu hohen Blutdruck, dann sollte man Ballast abwerfen. Gemeint ist, dass man im Berufsalltag Aufgaben abgibt oder sich die Arbeit teilt. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Eine &#220;berlastung im Berufsalltag f&#252;hrt oft zu R&#252;ckenschmerzen oder zu einem hohen Blutdruck, dann sollte man Ballast abwerfen. Gemeint ist, dass man Aufgaben abgibt oder sich die Arbeit mit anderen teilt. Wobei das Abgeben in Kleinbetrieben oft nicht m&#246;glich ist, da es keinen geeigneten Mitarbeiter gibt oder die Arbeit zu teilen zu hohe Lohnkosten verursachen w&#252;rde. Manches mal scheitert das Abgeben daran, dass man dadurch seine Kompetenz und seinen Einfluss gef&#228;hrdet sieht. Deshalb wird auch von vielen der Pensionsantritt verz&#246;gert, weil sie etwas aus der Hand geben m&#252;ssen, an Wertigkeit verlieren. Vieles, was heute &#252;ber die Verl&#228;ngerung der Arbeitszeit und einen sp&#228;teren Pensionsantritt gesagt wird, trifft f&#252;r die Jahrg&#228;nge der F&#252;nfziger Jahre nicht zu. Wird man in Zukunft, auch einige Jahre sp&#228;ter in Pension gehen, so wird man trotzdem nicht die Beitragsjahre erreichen, wie diese Jahrg&#228;nge. Seit den Neunziger Jahren ist es unm&#246;glich, in einem durchgehenden Arbeitsverh&#228;ltnis bei einem Arbeitgeber zu stehen. Bei den heutigen Jugendlichen dauert die Ausbildung in der Regel l&#228;nger als vor Jahrzehnten.</p>
<p style="text-align: left;">F&#252;nfundvierzig.</p>
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		<title>AB:schwingen</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 06:16:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist eine Freude, obwohl ich selbst nicht Alpinski fahre, aus dem Ruheraum der R&#246;mertherme den Skil&#228;ufern im Zielraum von der Kaiserburgbahn zuzuschauen. Mit welcher Eleganz und Sicherheit manche die Schw&#252;nge machen, sich einmal zur&#252;cknehmen, dann wieder die Ski laufen lassen. Bei der Talstation dann abschwingen.  

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es ist eine Freude, obwohl ich selbst nicht Alpinski fahre, aus dem Ruheraum der R&#246;mertherme den Skil&#228;ufern im Zielraum von der Kaiserburgbahn zuzuschauen. Mit welcher Eleganz und Sicherheit manche die Schw&#252;nge machen, sich einmal zur&#252;cknehmen, dann wieder die Ski laufen lassen. Bei der Talstation dann abschwingen.  </p>
<p style="text-align: left;">Das Wort „abschwingen“ passt meinem Daf&#252;rhalten auch, wenn man den Zielhang im Berufsleben erreicht hat. Dabei gibt es unterschiedliche Enden, die einen kommen elegant daher, haben noch sehr viel Schwung darauf, den man nach einer schwierigen und langen Fahrt nicht erwartet hat. Andere beginnen schon etwas fr&#252;her sich auf das Ende vorzubereiten, gl&#252;cklich dar&#252;ber das Ziel erreicht zu haben. Steht man am Start von der Berufslaufbahn, wei&#223; man nicht, wie sich die Fahrt gestalten wird. Welche Buckeln einen durchr&#252;tteln werden und auf welchen Eisplatten man ausrutschen wird. Die meisten Selbstst&#228;ndigen sind gl&#252;cklich dar&#252;ber, wenn sie das Ziel erreicht haben.</p>
<p style="text-align: left;">Schussfahrt. </p>
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		<title>URBAN:X</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 03:20:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[KURZ.SCHRIFT]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Klicken erinnerte er sich an andere Empfindungen. Unmittelbar erkannte er in der Weite des Naturschutzgebietes die Weite Sibiriens. Er wusste nicht, wie es in Sibirien aussah. Es war ihm nur aus Gespr&#228;chen bekannt, in denen von der Weite Sibiriens, der Unber&#252;hrtheit und dem Wind, der &#252;ber die Landschaft fegt, die Rede war. Diese Unendlichkeit hatte er auch in seiner Landschaft gesp&#252;rt, mit ihren halbw&#252;chsigen Str&#228;uchern, der Pipeline, in der urbanischen Fantasie errichtet von Strafgefangenen. Der Stacheldrahtzaun entlang des Staudammes war zum Stacheldrahtzaun eines Gefangenenlagers geworden. Die Jagdh&#252;tten wurden zu Wacht&#252;rmen, dazu der Wind, der &#252;ber die Str&#228;ucher fegte. 

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Klicken erinnerte er sich an andere Empfindungen. Unmittelbar erkannte er in der Weite des Naturschutzgebietes die Weite Sibiriens. Er wusste nicht, wie es in Sibirien aussah. Es war ihm nur aus Gespr&#228;chen bekannt, in denen von der Weite Sibiriens, der Unber&#252;hrtheit und dem Wind, der &#252;ber die Landschaft fegt, die Rede war. Diese Unendlichkeit hatte er auch in seiner Landschaft gesp&#252;rt, mit ihren halbw&#252;chsigen Str&#228;uchern, der Pipeline, in der urbanischen Fantasie errichtet von Strafgefangenen. Der Stacheldrahtzaun entlang des Staudammes war zum Stacheldrahtzaun eines Gefangenenlagers geworden. Die Jagdh&#252;tten wurden zu Wacht&#252;rmen, dazu der Wind, der &#252;ber die Str&#228;ucher fegte. </p>
<p>Hier vermutet Urban jetzt, dass er zu warten angefangen hatte auf die immer wieder zu h&#246;renden Motorenger&#228;usche, die von den Ortschaften in diese Stille vordrangen. Er konnte keine h&#246;ren, es war Mittagszeit und die Leute sa&#223;en am Mittagstisch. In diesem Moment erkannte Urban, dass er allein war. Es waren das Kraftwerk, der Staudamm, die Autobahn und die Pipeline, die Leben verk&#246;rperten, aber nicht in menschlicher Art und Weise. Je tiefer die Erkenntnis vom Alleinsein in ihm eingedrungen war, umso heftiger hatte er sich dagegen gestr&#228;ubt. Er neigt zum kontrollierten Alleinsein, wenn er dazu das Bed&#252;rfnis hat, dann will er allein sein. Zu anderen Zeiten dr&#228;ngt es ihn in die Gegenwart von Menschen und dann zieht er sich wieder zur&#252;ck. Er nennt es die urbanischen Gezeiten. In jenem Moment des Spazierganges hatte er das Bed&#252;rfnis nach der Gegenwart von Menschen, sei es auch nur in der Form von Motorenger&#228;uschen. Es gab keine Hinweise auf Menschen, die Ger&#228;usche seiner Schritte waren die Best&#228;tigung f&#252;r die alleinige Anwesenheit seiner Person. Von seinen Beobachtungen w&#228;hrend des Spazierganges war nichts geblieben als die Ger&#228;usche seiner Schritte. Urban zeigt keine Entschlossenheit, weder zum Alleinsein, noch zum Leben in der Gemeinschaft. Das Pendeln zwischen den beiden Zust&#228;nden ist f&#252;r ihn die einzige M&#246;glichkeit zu leben. </p>
<p>In den Erinnerungen lassen sich jetzt die Zeiten des Alleinseins und die Zeiten in der Gemeinschaft &#252;bereinanderschieben, sodass es ein harmonisches Bild ergibt. Er erinnert sich an das Vorw&#228;rtstasten mit dem Auto w&#228;hrend der R&#252;ckfahrt. Er hatte sich gefreut, als er an den ersten Spazierg&#228;ngern vorbeifuhr, es war Nachmittag. Zur selben Zeit, als Urban von seinem Spaziergang zum Mittagessen zur&#252;ckfuhr, machten die anderen Menschen ihren Spaziergang. Es gibt verschiedene Zeiten, die urbanische Zeit und die Zeit der Anderen. </p>
<p><a href="http://www.schlagloch.at/2010/07/06/urbani/">Die ganze Geschichte&#8230;</a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff6600;">Allen Lerserinnen und Lesern, Freunden und Kommentatoren, Frohen und Zuversichtlichen, Jeder und Jedem, der diese Seite besucht, einen lustigen Jahreswechsel und viel Schwung f&#252;r das neue Jahr!</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>WEICHEN:stellen</title>
		<link>http://www.schlagloch.at/2010/12/27/weichenstellen-ii/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Dec 2010 03:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[N&#228;hert man sich mit dem Zug einem gro&#223;en Bahnhof, dann kann man bei der Einfahrt an manchen Orten noch einen schmalen hohen Turm sehen, wo „Stellwerk I“ oder „Stellwerk II“ draufsteht. Von dort blickte in fr&#252;heren Zeiten aus einem Fenster der Weichensteller und stellte die Weichen f&#252;r die ein- und ausfahrenden Z&#252;ge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">N&#228;hert sich der Zug einem gro&#223;en Bahnhof, dann kann man bei der Einfahrt an manchen Orten noch einen schmalen hohen Turm sehen, wo „Stellwerk I“ oder „Stellwerk II“ draufsteht. Von dort blickte in fr&#252;heren Zeiten aus einem Fenster der Weichensteller und stellte die Weichen f&#252;r die ein- und ausfahrenden Z&#252;ge. In den wenigsten F&#228;llen werden heute die Weichen noch h&#228;ndisch gestellt, sie werden elektronisch gesteuert. Der Ausdruck „die Weichenstellen“ ist in der Alltagssprache fest verankert. Egal ob es sich um eine schulische Neuorientierung, um eine betriebliche Ver&#228;nderung oder um eine pers&#246;nliche Entscheidung geht: Die Weichen m&#252;ssen immer wieder neu gestellt werden. Der Zeitpunkt und die Richtung f&#252;r die Weichenstellung m&#252;ssen bei der Eisenbahn passen. Bei einer zu sp&#228;t oder falsch gestellter Weiche kann es zu einer Zugentgleisung oder zu einem Zusammensto&#223; mit einem anderem Zug kommen.</p>
<p style="text-align: left;">Ganz &#228;hnlich verh&#228;lt es sich bei der menschlichen Weichenstellung. Z&#246;gert man und stellt die Weichen f&#252;r eine Lebens&#228;nderung zu sp&#228;t, dann kann wom&#246;glich der n&#228;chste Lebensabschnitt nicht erreicht werden. Bei einer falsch gestellten Weiche kann es zu einem Crash kommen und die Folgen schmerzhaft sein.</p>
<p style="text-align: left;">Der Weichensteller.  </p>
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		<title>URBAN:IX</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 06:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[KURZ.SCHRIFT]]></category>
		<category><![CDATA[Schubumkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus den Windger&#228;uschen war es ihm m&#246;glich, das Ger&#228;usch eines einzelnen Laubbaumes herauszuh&#246;ren. Er hatte sich auf diesen einen Laubbaum konzentriert, der noch das Laub vom Herbst getragen hatte. Der belaubte Laubbaum war ein Au&#223;enseiter unter den anderen kahlen Laubb&#228;umen. Der Laubbaum hatte an diesem Umstand selbst keine Schuld. Urban kann sich mit diesem Laubbaum identifizieren. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim zweitem Spaziergang hatte er die M&#246;glichkeit, eine Wahrnehmung aus dem ersten Spaziergang zu &#252;berpr&#252;fen, ob sie mit der Wirklichkeit &#252;bereinstimmte und nicht nur seinem Bewusstsein entsprungen war. Er konnte es nicht erwarten, an der Futterh&#252;tte vorbeizugehen, um zu &#252;berpr&#252;fen, ob seine Erinnerung an die Futterh&#252;tte nur ein Fantasiegebilde gewesen war, Schlussfolgerungen von Wahrnehmungen, die sich in vielen Jahren im Gehirn gesammelt und nichts mit seinem Spaziergang gemeinsam hatten. Urban freute sich, weil er erkannte, wie nahe er der Beantwortung, ob seine Beschreibungen der Wirklichkeit im w&#246;rtlichen sinne entsprachen, anhand der Futterh&#252;tte kam. In diese Erwartungen mischten sich die Windger&#228;usche eines Laubbaumes. Die Beantwortung der Frage, ob die Bilder aus dem Bewusstsein die Wirklichkeit waren, wurde immer verschwommener, bis keine Hoffnung mehr bestand, die Frage zu beantworten. Dies bedeutete den Anfang der urbanischen Hoffnungslosigkeit. </p>
<p>Aus den Windger&#228;uschen war es ihm m&#246;glich, das Ger&#228;usch eines einzelnen Laubbaumes herauszuh&#246;ren. Er hatte sich auf diesen einen Laubbaum konzentriert, der noch das Laub vom Herbst getragen hatte. Der belaubte Laubbaum war ein Au&#223;enseiter unter den anderen kahlen Laubb&#228;umen. Der Laubbaum hatte an diesem Umstand selbst keine Schuld. Urban kann sich mit diesem Laubbaum identifizieren. </p>
<p>Das Klicken beim Kraftwerk hat auch heute nichts von seiner Faszination auf ihn verloren. Er versucht &#252;ber den Spaziergang hinaus in seinen Erinnerungen zur&#252;ckzugehen, ob er diesem Ger&#228;usch schon einmal begegnet ist. Aus der starken Beziehung zu dem metallischen Klicken schlie&#223;t Urban, dass es in ihm aufgrund eines angenehmen Erlebnisses in seinem Unterbewusstsein bereits vorhanden ist. Urban h&#246;rt ein Wort und kann sofort sagen: Dies ist die Brieftr&#228;gerin, das sind die Wohnungsnachbar, das ist die Drogistin, ohne die betreffende Person mit den Augen gesehen zu haben. Eine Stimme sagt einem alles &#252;ber eine Person. Jedes Ger&#228;usch wird jemandem zugeordnet, zu ganz bestimmten Bewusstseinsbildern. F&#252;r das Klicken findet Urban keinen Gegenstand, dem er es h&#228;tte zuordnen k&#246;nnen.</p>
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