Artikel mit ‘Seelenrheuma’ getagged

VER:halten

Freitag, 03. Oktober 2008

Manchmal hat man beim Beobachten von Menschen in einem Einkaufszentrum, auf einem Stadtplatz oder in einem Bad den Eindruck, dass manche Menschen ein steifes Verhalten an den Tag legen. Ob dieses steife Verhalten sich in einem steifen Benehmen oder Handeln niederschlägt, lässt sich nicht immer verfolgen. 

Es  kann vorkommen, dass man sich für einen freien Tag etwas Bestimmtes vornimmt und dann gibt es dafür nicht das passende Wetter. Man fängt an zu schimpfen, obwohl dies am Wetter nichts ändert. Man versteift sich auf einen Ausflug, der durch das schlechte Wetter unmöglich geworden ist. So verstellt man seinen Blick auf eine Alternative zum Ausflug. Oft versteckt sich hinter einem steifen Verhalten die Unbeweglichkeit der Wirbelsäule. Die einzelnen Wirbel sind mit den Jahren steif und unbeweglich geworden. In der Physiotherapie gibt es die Möglichkeit der Mobilisation von den einzelnen Wirbeln. 

Steife Gedanken.

WOHL:fühlen

Dienstag, 09. September 2008

Eine beliebte Beschäftigung während eines Kuraufenthaltes ist es, sich über andere Kurangebote zu informieren. Wo es einem am besten gefallen würde entscheidet  der schönere Prospekt, wo werden die eigenen Wünsche erfüllt. Für solche Versprechungen ist man besonders  empfänglich, wenn man mit der eigenen Kur nicht ganz zufrieden ist. Man glaubt dann, wo anders ist alles besser. Meistens ist es nicht besser, sondern etwas anders. Kleine Unzulänglichkeiten muss man beim Verreisen in Kauf nehmen, ansonsten sollte man zu Hause bleiben. In der Therme von Loipersdorf hat man vom Außenbecken einen wunderschönen Ausblick auf die südsteirische Hügellandschaft, wo sich die Blätter verfärben. Die Morgensonne bringt die Farben der Blätter zum Leuchten. Es ist ein Tag um sich richtig zu verwöhnen lassen. 

Wohlfühlen und Liebhaben.

GEHIRN:reise

Dienstag, 22. Juli 2008

In der Arbeitswelt hat sich in den letzten zehn, zwanzig Jahren viel verändert. Eine der Veränderungen ist, dass schwere körperliche Arbeit weniger wurde. Bei vielen Berufen wird die Arbeit sitzend vor dem Computer erledigt. Dies bringt besondere Belastungen für die Brust- und Halswirbelsäule. Durch Massagen, Elektrotherapien und Moorpackungen versucht man die Beschwerden zu lindern. Beim Nachlassen der Spannungen im Kopf sinkt der Blutdruck. Mit dem Blutdruckabfall beginnt das Gehirn im Körper zu reisen. Nach Erledigung der Arbeit freut man sich darauf die nächsten Tage zu genießen, da macht  das wandernde Gehirn einen Strich durch die Vorfreude. Oft ist man im Unklaren auf welche Signale das Gehirn reagiert. Folgen die Gedanken dem Gehirn oder folgt das Gehirn den Gedanken? Ist die Verunsicherung körperlich, hervorgerufen durch eine verstörte Halswirbelsäule oder folgt die Halswirbelsäule dem wanderndem Gehirn. Von den Plagen der Arbeit. 

Verreisen.     

WAHR:heit

Dienstag, 22. April 2008

Nirgendwo wird so viel geschwindelt, wie wenn es heißt, man sagt die Wahrheit. Ein Sprichwort sagt: „Die Kinder und die Narren sagen die Wahrheit”. Ist dies der Grund dafür, dass man Kindern und so genannten Verrückten gerne das Wort verbietet? Besteht hier die Angst, sie könnten die Wahrheit sagen. Oftmals werden für Spielfilme oder Theaterstücke als Ort der Handlung eine Psychiatrie gewählt  Die Figuren in diesen Stücken können für uns stellvertretend ihre Verrücktheiten ausleben. Wir bewahren unsere Normalität indem wir im Kino oder im Theater heftig über verschiedene Szenen lachen. Das Lachen bestätigt das eigene normale Verhalten, ein starres und eingefrorenes Lebensmuster. 

Die einfache Frage, wie man das Wochenende verbracht hat, lässt die Leute die tollsten Geschichten erzählen. Sie haben mit dem tatsächlichen Erlebten wenig gemeinsames. Es gibt verschiedene Stadien der Wahrnehmung, den Wunsch wie das Wochenende verlaufen hätte können, der gefühlte Ablauf des Wochenendes, der tatsächliche Ablauf und wie das Wochenende in Erinnerung geblieben ist.Man beschreibt sich selbst als Held, ohne Schwächen, dabei sind Schwächen etwas menschliches. 

Irren ist menschlich.      

VORSORGE:geist

Donnerstag, 10. Januar 2008
Von der Notwendigkeit einer materiellen und gesundheitlichen Vorsorge sind fast alle Menschen überzeugt. Unter einer geistigen Vorsorge kann man sich kaum etwas vorstellen, noch sehen viele dafür eine Notwenigkeit. Dies beginnt schon mit der Vorstellung über den Geist und welcher Geist ist damit gemeint. Ist dies der Geist, der unser Denken in Schwung hält, der uns Lernen und Handeln lässt?  Man spricht von guten Geistern und von bösen Geistern. Wird zum Geist auch die Psyche und die Seele des Menschen gezählt. In den Religionen spricht man von der unsterblichen Seele. Zu Beginn der Schöpfungsgeschichte heißt es, der Geist Gottes schwebte über den Wassern. Ist es ein und derselbe Geist, der Gott und den Menschen bewegt. Wie kann man für den Geist vorsorgen und benötigt der Geist einen gesunden Körper. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.
 
Es gibt viele Vorschläge wie man die Leistung des Gehirn trainieren und steigern kann. Aber ist dieses Gehirntraining auch ein Training für den Geist. Die Religionen bieten spirituelle Übungen für den Geist an, aber ist damit der Geist gemeint, welcher in unserem Körper wohnt. Ist der Geist körperlos? Vielleicht gehört zu einer Vorsorge für den Geist ein offener Blick und ein weites Herz.
 
Von allen guten Geistern verlassen.   
10.1.08 10:51
 
 

 3 Kommentar(e)    

Rosenherz / Website
Soviele Sorgen wie es auf der Welt gibt, soviel Vorsorge kann der Mensch gar nicht in die Wege leiten. Versicherungen können ein guter Polster sein- aber was nützt eine hohe Hagelversicherung, wenn österreichische Politker die Wasserrechte verkaufen?
weichensteller / Website
Es ist derselbe Geist.
Und Er ist es, der für uns sorgt, nicht umgekehrt.
Es ist der Geist, der lebendig macht.
Sieh dir die Menschen an!


Hallo Weichensteller!
Von Menschen mit einem lebendigem Geist und einem weitem Herz bin ich sehr angetan. Manchmal kann man dies am Gesichtsausdruck ablesen.
Gruss schlagloch.

VOR:sorge

Dienstag, 08. Januar 2008
Wir sind ein Leben lang um Vorsorge bemüht. Für die ersten Lebensjahre übernehmen die Eltern die Vorsorge. Dann beginnt die eigenständige Vorsorge damit, dass man in der Volksschule gut lernt, um eine höhere Schule zu besuchen. Mit einem gutem Hauptschulabschluss kann man unter verschiedenen Lehrstellen auswählen. Ob man studiert oder eine Lehre absolviert, wer diese mit ausgezeichnetem Erfolg abschließt hat dafür vorgesorgt einen interessanten Job zu erhalten und hat gute Aufstiegschancen im Beruf. Damit verbunden ist ein höheres Einkommen. Dies ist die Vorsorge für ein attraktives Leben, ein tolles Auto, für eine große Wohnung und weite Urlaubsreisen. Auch die Ausgangsposition um einen attraktiven Partner zu finden. Damit beginnt die Vorsorge für die Kinder und etwas später die Vorsorge für das eigene Alter. Mit unserem Vorsorgedenken sind wir in einem Laufrad, in einem Laufkäfig. Um das Laufrad in Bewegung zu halten, sind wir dabei selbst immer am Laufen und es kann vorkommen, dass unsere Lunge in das Stocken gerät. Dann bricht die Vorsorgeplanung ab und stellt die Vorsorge in Frage. Manche sorgen sich nur um die Zukunft hier auf Erden, um die materielle Vorsorge. Andere treffen auch Vorsorge für das Leben nach dem Tod, für ein Weiterleben nach dem Tod. Beobachtet die Vögel des Feldes, sie säen nicht, aber sie ernten doch. 
8.1.08 14:22
 
 

 6 Kommentar(e)     

jary / Website (8.1.08 18:08)
ah ein biblisches wort, aber wie war, wie war…
weichensteller / Website
Immer vorsorgen heißt ja nie da sein: immer sich voraus.
Zuletzt sich verfehlt.LGW
Gerhard
Man kann “in der Vorosrge” alles “richtig” machen, aber dennoch das Ziel verfehlen.LG
Gerhard
schlagloch
Hallo !
Die Einen werben für die Vorsorge gegen Krankheit, Arbeitslosigkeit, Pension und für das Alter, für die dieseitige Vorsorge. Die Anderen predigen für die Vorsorge für das Jenseits. Für den Augenblick gibt es keine Befürworter. Der Mensch ist letzendlich allein.Gruss schlagloch.
Gerhard
Hallo Schlagloch,
die Befürworter des Augenblicks oder der “Gegenwart “sind eigentlich recht zahlreich und in den Medien gut vertreten. Doch hält man sich nur schlecht daran.Gruß
Gerhard

weichensteller / Website
Naja, nur wenn die dem Genuss und Konsum das Wort reden, sind sie noch lang nicht im Augenblick. Gegenwart ist ganz was anderes.
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