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	<title>Schlagloch &#187; Stadtjäger</title>
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		<title>SICHERHEIT:risiko</title>
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		<pubDate>Thu, 24 Mar 2011 15:51:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtjäger]]></category>

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		<description><![CDATA[Jeder hat f&#252;r sich andere Vorstellungen von Sicherheit und Risiko, welche Sicherheiten er sich w&#252;nscht und braucht, welche Risiken er bereit ist einzugehen. Die einen w&#252;nschen sich ein risikofreies Leben, sie orientieren sich bei der Berufswahl und sp&#228;ter bei der Arbeitsstelle danach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Jeder hat andere Vorstellungen von Sicherheit und Risiko, welche Sicherheiten er sich w&#252;nscht und braucht, welche Risiken er bereit ist einzugehen. Die einen w&#252;nschen sich ein risikofreies Leben, sie entscheiden sich bei der Berufsausbildung und sp&#228;ter bei der Arbeitsstelle danach. Dabei wird das Kind von den Eltern unterst&#252;tzt und versuchen es bei sogenannten krisenfesten Firmen, meistens sind dies halbstaatliche Firmen oder &#246;ffentliche K&#246;rperschaften unterzubringen. Man hofft, dass der Sohn bei einem staatlichen Energieerzeugung nach der Lehre dort einen lebenslangen Job haben wird. Viele Absolventen der Handelsakademie oder des Gymnasium dr&#228;ngt es in den Verwaltungsbereich, wie Gemeindeamt, Bezirkshauptmannschaft oder Landesdienst. Dort ist auch der Pf&#246;rtner und das K&#252;chenpersonal pragmatisiert.</p>
<p style="text-align: left;">Die Berufsentscheidung wird danach ausgerichtet, welche Sicherheiten gibt es und nach wie vielen Dienstjahren kann man in Pension gehen. In den letzten Jahren ist in &#214;sterreich die Pragmatisierung den Reformen zum Opfer gefallen. Es klingt nicht trendig, wenn man sagt, dass die Tochter, der Sohn, bei der Bahn oder der Post einen Job hat, aber es h&#246;rt sich krisenfest an. Man wei&#223;, dass sie oder er durch eine starke Gewerkschaft vertreten wird, die sich gegen jede Bundesregierung mit ihren Forderungen durchsetzen konnte. Zuletzt haben die Schulden der staatlichen Betriebe das Budget so stark belastet, dass vieles privatisiert wurde. Damit sind auch viele Privilegien verloren gegangen.</p>
<p style="text-align: left;">Kommt man in die Landeshauptstadt und spaziert ein wenig durch die Innenstadt, dann k&#246;nnen einem die Geb&#228;ude der &#246;ffentlichen Stellen beeindrucken. Sei es der Sitz der Landesregierung, das Landesgericht oder die Wirtschaftskammer. In diesen vielen, meist hohen R&#228;umen, sitzen &#252;berall Beamte, die alles festhalten von der Geburt bis zum Tod. Hier wird geherrscht, es geht eine Macht aus. Um vieles gr&#246;&#223;er sind die Verwaltungsgeb&#228;ude in Wien.</p>
<p style="text-align: left;">Verwaltungsreform.</p>
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		<title>H&#214;RIG:keit II</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Mar 2011 08:35:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
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		<description><![CDATA[In der N&#228;he von meinem Geburtsort gab es in einer kleinen Ortschaft eine Schneiderei, der Schneidermeister arbeitete allein in seiner Werkstatt. Er war von kleiner und zarter Statur, gerade so, wie die Schneider in den Leseb&#252;chern dargestellt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">In meinem Geburtsort gab es in einer kleinen Ortschaft eine Schneiderei, der &#8221;Avemichlschneider&#8221;, er arbeitete allein in seiner Werkstatt. Er war von kleiner und zarter Statur, gerade so, wie die Schneider in den Leseb&#252;chern dargestellt werden. Bevor ich in ein Internat kam nahm der Schneidermeister an mir Ma&#223; und fertigte f&#252;r mich einen K&#228;rntneranzug an. An zwei Sonntagen musste ich zur Anprobe vorbeikommen. Diesen Anzug trug ich im Internat zu allen festlichen Anl&#228;ssen. In den Ferien wurde der Anzug in die Schneiderei gebracht, um ihn an mein Wachstum anzupassen. In der vierten Klasse passte schon vieles nicht mehr, die &#196;rmel und die Hosenr&#246;hren waren zu kurz, ich hatte sogenannte „Hochwasserhosen“. Der Rock war mir zu eng, ich konnte ihn nicht mehr zukn&#246;pfen. Im Sommer war dies kein Problem, aber im Winter war es bitterkalt und es sah unordentlich aus.</p>
<p style="text-align: left;">Der Sohn erlernte den Beruf beim Vater und erweiterte die Schneiderei um eine Fertigungshalle f&#252;r Hemden. Darin besch&#228;ftigte er etwa f&#252;nfzig Mitarbeiter, haupts&#228;chlich Frauen. Er produzierte f&#252;r verschiedene Versandh&#228;user Modehemden und -blusen. Die Modeh&#228;user dr&#252;ckten, trotz gestiegener Lohn- und Materialkosten, jedes Jahr den Preis f&#252;r die Hemden und Blusen. Er erh&#246;hte den Druck auf die Arbeiterinnen und versuchte durch eine straffere Produktion die Rabattforderungen aufzufangen, bis er in den Konkurs schlitterte. Gegen die Konkurrenz aus dem fernen Osten, nachdem man vorher in Spanien produzieren lie&#223;, w&#228;re er so und so chancenlos gewesen.</p>
<p style="text-align: left;">Handgen&#228;ht.</p>
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		<title>H&#214;RIG:keit</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Mar 2011 07:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtjäger]]></category>

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		<description><![CDATA[Vieles ist &#252;ber Abh&#228;ngigkeit geschrieben worden, dabei gibt es vielerlei Arten, solche die mit wirtschaftlicher, menschlicher oder religi&#246;ser Natur zu tun haben. Es gibt eine Reihe von kleinen Handwerksbetrieben, die nur einen gr&#246;&#223;eren Auftraggeber haben und auf Gedeih und Verderben von diesem abh&#228;ngig sind.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Es gibt vielerlei Arten von Abh&#228;ngigkeit, solche die mit wirtschaftlicher, menschlicher oder religi&#246;ser Natur zu tun haben. Manche kleinen Handwerksbetriebe haben oft nur einen gr&#246;&#223;eren Auftraggeber und dieser entscheidet &#252;ber den wirtschaftlichen Erfolg. Zum Jahreswechsel bem&#252;ht man sich, dass man auch f&#252;r das neue Jahr mit Auftr&#228;gen bedacht wird. Von einem Schlossereibetrieb weis ich, dass zwei Drittel seines Umsatzes darin bestand, f&#252;r eine Fertighausfirma die Eisenverbindungen herzustellen. Die Gesch&#228;ftsverbindung ist durch einen Hausverk&#228;ufer aus dem Familienkreis zustande gekommen. Durch ihn hat man erfahren, dass viele „Verbindungen“ pro Haus notwendig sind. Nach einem Vorstellungsgespr&#228;ch und einem Angebot hat man den Zuschlag f&#252;r die Fertigung der Eisenverbindungen bekommen. Die ortsans&#228;ssige Schmiede war die Arbeit los.</p>
<p style="text-align: left;">Vor jedem Jahreswechsel machte man sich dar&#252;ber Gedanken, mit welchem Pr&#228;sent man den Firmenchef der Fertighausfirma &#252;berraschen k&#246;nnte. Es sollte etwas Originelles, nichts Allt&#228;gliches sein und nicht den Eindruck erwecken, man m&#246;chte damit etwas erreichen. Die Schlosserei profitierte von den laufenden Bestellungen. Bei einem Gesch&#228;ftsbesuch wurde mitgeteilt, dass eine andere, eine gr&#246;&#223;ere Firma, die mit Schneide- und Schwei&#223;automaten arbeitete, in Zukunft die Eisenverbindungen, zu einem g&#252;nstigeren Preis, liefern wird. Als Trostpflaster versprach man, die Spezialeisenverbindungen, weiterhin bei ihnen zu bestellen.</p>
<p style="text-align: left;">Fassungslos.</p>
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		<title>EIN:fluss</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 07:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wert eines Menschen wird von manchen daran gemessen, wie viel Macht und Einfluss jemand aus&#252;bt. Man beneidet jene, die in der Gemeinde oder im Bezirk Einfluss besitzen. Im Vordergrund steht dabei der politische Einfluss und dieser wird oft &#252;bersch&#228;tzt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Der Wert eines Menschen wird von manchen daran gemessen, wie viel Macht und Einfluss jemand aus&#252;bt. Man beneidet jene, die in der Gemeinde oder im Bezirk Einfluss besitzen. Im Vordergrund steht dabei der politische Einfluss und dieser wird oft &#252;bersch&#228;tzt. Den wirklichen Einfluss &#252;ben jene aus, die eine wirtschaftliche Macht haben, jene die das Kapital haben und damit die politischen Mandatare beeinflussen k&#246;nnen. Indem sie die Arbeitnehmer als Geisel nehmen und gegen Subventionen freilassen. Schon oft hat sich die sogenannte starke Hand der Gewerkschaft vom Kapital besiegen lassen. Das Milit&#228;r spielt in &#214;sterreich keine bedeutende Rolle, in anderen Staaten schon. Jede politische Richtung strebt nach Einfluss, den Einfluss auf jeden einzelnen B&#252;rger. Die Einfl&#252;sterer beginnen schon bei den Kindern, sie k&#246;nnen den Einfl&#252;sterer, wie der Werbung, wenig Widerstand entgegensetzen. W&#252;rde der durchschnittliche B&#252;rger, den es nicht gibt, befragt werden, wer &#252;bt den st&#228;rksten Einfluss im Staat aus, dann w&#252;rden wahrscheinlich die Namen der Regierungsmitglieder fallen. Oder wie in &#214;sterreich der Name eines Kleinformatblattes, welches wegen seiner gro&#223;en Verbreitung die Politik und die Wirtschaftsgr&#246;&#223;en beeinflusst.</p>
<p style="text-align: left;">Wir ver&#228;ndern in immer st&#228;rkeren Ma&#223;e die nat&#252;rlichen Abl&#228;ufe und beeinflussen so die Umwelt, nicht immer zum Vorteil. Dem Einfluss des Menschen entzieht sich, so oft er es auch probiert hat, die Zeit. Es ist nicht m&#246;glich die Zeit, das verstreichen der Zeit, zu beeinflussen. Vom Gef&#252;hl l&#228;sst sich die Zeit verschieden definieren, man sagt, dass die Zeit einmal schneller und dann wieder langsamer vergeht. An der tats&#228;chlich gemessenen Zeit &#228;ndert dies nichts. Die Zeit w&#252;rde es nicht mehr geben, wenn wir sie anhalten, beschleunigen oder bremsen k&#246;nnten.</p>
<p style="text-align: left;">Zeitlos.</p>
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		<title>SCHN&#196;PP:chen</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 09:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtjäger]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Touristen, welche in der Innenstadt  auf der Suche nach den Sehensw&#252;rdigkeiten sind, legen dazwischen gerne eine Rastpause ein, daf&#252;r  wird ein Café oder eine Konditorei ausgew&#228;hlt. Die Pauschalreisen werden  meistens mit Halbpension angeboten, da gen&#252;gt dann ein Kebap zu Mittag. Diese Lokale sind f&#252;r den Bratwurstk&#246;nig eine starke Konkurrenz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Touristen, welche in der Draustadt  auf der Suche nach den Sehensw&#252;rdigkeiten sind, legen dazwischen eine Rastpause ein, daf&#252;r wird gerne ein Café gew&#228;hlt. Die Pauschalreisen werden  meistens mit Halbpension angeboten, da gen&#252;gt zu Mittag ein Kebap. Diese sind f&#252;r den Bratwurstk&#246;nig eine starke Konkurrenz. Besucher mit Kindern bevorzugen die Pizzerias. In K&#228;rnten werden diese von  Zuwandererfamilien aus S&#252;ditalien oder Spanien betrieben. Ein muss f&#252;r Familien ist ein Besuch in einer McDonald Filiale. Daneben haben sich einige Gaststuben gehalten, die K&#228;rntner K&#252;che anbieten. Dort kehrt der eine und andere Gast ein, um die landes&#252;blichen Spezialit&#228;ten zu verkosten. Zus&#228;tzlich gibt es in der Innenstadt Lokale, die den vielen Angestellten ein g&#252;nstiges Mittagsmen&#252; anbieten. An den Stadtr&#228;ndern befinden sich die urigen Bierlokale, wo sich zumeist die M&#228;nner zu einem Gespr&#228;ch treffen. Diese sind oft auch die Vereinslokale von der Feuerwehr, dem Fechtklub oder dem Fischereiverein. Manchmal kann sich in einem Vorort ein g&#252;nstiges Speiselokal etablieren, wo sich die Pensionistin und der Pensionist aus den Wohnsilos am  Sonntag eine Mahlzeit leisten kann. Dabei wird auch die Eint&#246;nigkeit des Alltags unterbrochen. In den Sommermonaten gibt es am Wochenende im Biergarten z&#252;nftige Musik.</p>
<p style="text-align: left;">In den Einkaufszentren und in den Kinopal&#228;sten spielt die Gastronomie ebenso eine gro&#223;e Rolle. Dort verbringen immer mehr Einheimische ihr Wochenende. Die gro&#223;en M&#246;belh&#228;user locken die Kunden mit Schn&#228;ppchenmen&#252;s, bereits ab € 3.90. Meistens sind die Restaurantpl&#228;tze dreifach belegt, das bedeutet, dass die N&#228;chsten schon auf den Sitzplatz warten, bevor man die Nachspeise verzehrt  hat. Daneben gibt es Familien, die immer wieder vorbeikommen und sozusagen auf ein Schn&#228;ppchen bei der Platzsuche hoffen.</p>
<p style="text-align: left;">Kreuzbiss.</p>
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		<title>MOZART:kugeln</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 11:04:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtjäger]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Sommer erschweren es einem die vielen Besucher, Salzburg mit den Fahrrad zu erkunden. Es ist vorteilhaft, wenn man die meistbesuchte Stra&#223;e der Stadt, die Ge-treidegasse, ausl&#228;sst. Obwohl ich das Notizbuch und einen Kugelschreiber schreib-bereit in der Ges&#228;&#223;tasche habe, schaut es so aus, als ob ich nichts neues ent-decken k&#246;nnte. So setze ich mich auf dem Residenzplatz im Freien, beim Café Demel, nieder und bestelle einen Cappuccino. In der Sommerhitze ziehen immer wieder Gruppen von Touristen mit ihrem Stadtf&#252;hrer vorbei. Alle schwitzen in der Mittagssonne, einige sch&#252;tzen sich mit Regenschirm davor. Wenn die Einzelnen vorbeigehen, dann kommt man zu dem Schluss, dass alle Amerikaner &#252;bergewichtig sind. Am Nebentisch wird nach einer Torte, bei einer Milchallergie, verlangt. Diesen Wunsch kann die ehemalige K. u. K. Hofb&#228;ckerei erf&#252;llen. Ein junger Mann verteilt an die Caféhausbesucher Heiligenbilder: „Christk&#246;nig kommt Ende November“. Junge Paare marschieren mit Einkaufstaschen von Zara und Tommy Hilfinger vorbei.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Im Sommer erschweren es einem die vielen Besucher, Salzburg mit den Fahrrad zu erkunden. Es ist vorteilhaft, wenn man die meistbesuchte Stra&#223;e der Stadt, die Getreidegasse, ausl&#228;sst. Obwohl ich das Notizbuch und einen Kugelschreiber schreibbereit in der Ges&#228;&#223;tasche habe, schaut es so aus, als ob ich nichts neues entdecken k&#246;nnte. So setze ich mich auf dem Residenzplatz im Freien, beim Café Demel, nieder und bestelle einen Cappuccino. In der Sommerhitze ziehen immer wieder Gruppen von Touristen mit ihrem Stadtf&#252;hrer vorbei. Alle schwitzen in der Mittagssonne, einige sch&#252;tzen sich mit einem Regenschirm davor. Wenn die Einzelnen vorbeigehen, dann kommt man zu dem Schluss, dass alle Amerikaner &#252;bergewichtig sind. Am Nebentisch wird nach einer Torte, bei einer Milchallergie, verlangt. Diesen Wunsch kann die ehemalige K. u. K. Hofb&#228;ckerei erf&#252;llen. Ein junger Mann verteilt an die Caféhausbesucher Heiligenbilder: „Christk&#246;nig kommt Ende November“. Junge Paare marschieren mit Einkaufstaschen von Zara und Tommy Hilfinger vorbei.</p>
<p style="text-align: left;">
Danach fahre ich &#252;ber den Kapitelplatz, der von einer neuen Skulptur gepr&#228;gt wird,  eine gro&#223;e goldene Kugel und darauf steht ein kleiner Mann, der fragend und orientierungslos in die Welt schaut,  weiter zu dem weniger frequentierten Kajetanerplatz. Dort entdecke ich vor einem Souvenirgesch&#228;ft einen Plakatst&#228;nder mit dem Hinweis : „Letzte M&#246;glichkeit vor der Autobahn, 18 St&#252;ck Mozartkugeln um € 4.95“. Ich frage mich, was diese Tafel in einer verkehrsberuhigten Zone in der Innenstadt, soll? Die n&#228;chste Auffahrt zur Autobahn liegt am Stadtrand, weit von diesem Platz entfernt. Der ber&#252;hmteste Salzburger der hier lebte war der Barockmaler Sylvester Bauer. F&#252;r ihn gibt es an einer Hausmauer eine Gedenktafel. W. A. Mozart ist allgegenw&#228;rtig und hat in jeder Gasse gelebt. Jetzt lebt er weiter als Mitbringsel in Form von Mozartkugeln. Noch schnell besorgt, bevor man die Stadt &#252;ber die Autobahn verl&#228;sst. Mozarttaler.</p>
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		<title>ROTE:stuhl</title>
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		<pubDate>Tue, 11 May 2010 09:40:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtjäger]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommt das Leben abhanden, dann bleibt das Ich &#252;brig, das Unbekannte. Wer kennt sein k&#246;rperliches Inneres. Die Funktion der Leber, der Lunge, des Herzen, die Schmerzen der Nieren, die Tr&#228;gheit des Darmes. Was tun, wenn die Funktionen nachlassen. Das Sitzen am Stuhl schn&#252;rt den Darm ab, es schneidet in die Darmwand. Mit dem Feuerstuhl f&#228;hrt man zwischen den Berggipfeln in ein fremdes Land.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Vor der Stadt liegt das Viertel der gelben, blauen, gr&#252;nen Neonr&#246;hren, der blinkenden, laufenden Leuchtreklamen, der Werbespots. Abends umschwirren die Shoppings&#252;chtigen die Leuchtreklamen wie die Maik&#228;fer das Gartenlicht. Nach regnerischen Fr&#252;hlingstagen wird das Lichterviertel von einer Nebelbank eingeh&#252;llt. Durch die Nebelwand leuchten rot die Umrisse von einem &#252;bergro&#223;en Stuhl. Bei Tagesanbruch sieht man zwischen den frisch verschneiten Berggipfeln das Rosa der inneren Schamlippen von den Nachttr&#228;umen. Der Schnee verf&#228;rbt sich im Fr&#252;hsommer rosa, von den Fu&#223;verletzungen und Rippenbr&#252;chen. Die Sitzfl&#228;che des roten Stuhls zieren Heizspiralen, die sich in den Hintern brennen. Wer sitzt als erster auf den roten Stuhl, wer besteht die Feuerprobe. Kommt das Leben abhanden, dann bleibt das Ich &#252;brig, das Unbekannte. Wer kennt sein k&#246;rperliches Inneres. Die Funktion der Leber, der Lunge, des Herzen, die Schmerzen der Nieren, die Tr&#228;gheit des Darmes. Was tun, wenn die Funktionen nachlassen. Das Sitzen am Stuhl schn&#252;rt den Darm ab, es schneidet in die Darmwand. Mit dem Feuerstuhl f&#228;hrt man zwischen den Berggipfeln in ein fremdes Land.</p>
<p style="text-align: left;">Feuerwagen.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>WUNSCH:los</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 05:09:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
				<category><![CDATA[TAG.GEDANKEN]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtjäger]]></category>

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		<description><![CDATA[Wunschlos gl&#252;cklich sein kann man auch, wenn man infolge eines Grippalen Effekts im Bett liegt, keine ernsten Beschwerden hat, und sich die Zeit g&#246;nnt auszuspannen. Nichts muss funktionieren, niemand verlangt etwas, alles geschieht freiwillig. Die Augen, die Gedanken, den K&#246;rper baumeln lassen.

Vitamin C Brause. 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Die  Einkaufszentren laden zu einem Rabatteinkaufswochenende ein, alles minus 10 bis 20 Prozent. Dort  wird man schon lange nicht mehr gefragt: „Haben sie noch einen Wunsch.“ Fr&#252;her war dies beim Greisler eine Standardfrage, wenn alle gew&#252;nschten Artikel auf dem Verkaufspult standen. Die Positionen wurden durchgez&#228;hlt und mit den Posten am Kellnerblock vom Villacher Bier verglichen. Danach h&#228;ndisch zusammengez&#228;hlt, zweimal zur Kontrolle. Dies ging alles sehr schnell, nicht ganz so schnell wie heute beim Scannen im Supermarkt. Von der Supermarktkassiererin wird verlangt, eine gewisse Anzahl von Positionen, in einer gewissen Zeit einzuscannen. Erreicht sie das vorgeschriebene Limit nicht, ist sie ihren Job los. Da bleibt keine Zeit zu fragen: „Haben sie noch einen Wunsch“. Bei einer Begegnung auf der Stra&#223;e wird nach der Begr&#252;&#223;ung oft gefragt, wie geht es heute und es hei&#223;t dann, ich bin wunschlos.</p>
<p style="text-align: left;">Wunschlos gl&#252;cklich sein kann man auch, wenn man infolge eines grippalen Effekts im Bett liegt, keine ernsten Beschwerden hat, und sich die Zeit g&#246;nnt auszuspannen. Nichts muss funktionieren, niemand verlangt etwas, alles geschieht freiwillig. Die Augen, die Gedanken, den K&#246;rper baumeln lassen.</p>
<p style="text-align: left;">Vitamin C Brause. </p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>BILD:genau</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Apr 2010 06:41:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">Wir ersticken in einer Flut von Bildern, die W&#246;rter geraten in das Abseits. Die meisten Bilder werden nicht mit der Digitalkamera sondern mit dem Handy gemacht. Dabei wird keine menschliche Situation ausgelassen. Ob die Frau auf dem Balkon sitzt, aus der Dusche kommt oder das aktuelle Mittagessen. Hat man Besuch und sitzt  im Wohnzimmer bei einem Glas Bier, vergeht keine Viertelstunde und jemand z&#252;ckt sein Handy um ein Foto zu schie&#223;en, die Gesichter sind zum Abschuss freigegeben. Bei einer Feier im Partyraum zu einem runden Geburtstag ist es selbstverst&#228;ndlich, dass das Lachen jedes einzelnen festgehalten wird, dauert es auch nur drei Sekunden. Man will allen zeigen wie gut man sich versteht, wenn es auch nicht  so ist. Ist man Mitglied beim &#246;rtlichen Gesangsverein, dann kommt der Obmann mit ein paar Sangesbr&#252;dern um ein St&#228;ndchen zu singen. Alles auf der Homepage nachzuschauen.   </p>
<p style="text-align: left;">Bei einer Veranstaltung der Wirtschaftskammer, ein Vortrag eines bekannten Zukunftsforscher, dr&#228;ngen die Funktion&#228;re in das &#246;ffentliche Interesse. Niemand will es vers&#228;umen, zusammen mit den Landespolitikern, in die Tageszeitung zu kommen. &#220;ber die Zukunft kann man nach dem Vortrag nur r&#228;tseln und &#220;berraschungen sind nicht ausgeschlossen.</p>
<p style="text-align: left;">Sitze ich auf dem Hauptplatz der Draustadt, dann kann ich den gez&#252;ckten Handys mit meinen Augen folgen und dabei eine fotografische Reise &#252;ber den Hauptplatz machen. Von einer Hausfassade zur Anderen, von einem Denkmal zum N&#228;chsten. Es wird nicht vergessen auch die Frau und die Kinder auf das Bild zubringen.</p>
<p style="text-align: left;">Ziehen Jugendliche in einer Gruppe durch die Stadt wird es rasanter. Das gibt mehr Aktion, komische Situationen, da werden die M&#228;dchen von den Buben geschubst, eine Tasche wird geschnappt, einem M&#228;dchen nachgelaufen, wie soll man sonst seine Gef&#252;hle ausdr&#252;cken. Da bleibt kein Handy in der Jacke, alles wird mitgefilmt. Besonderen Spass gibt es im Vergn&#252;gungspark. Bei einer Fahrt durch das Gruselkabinett, mit dem Gokart im Autodrom, wobei man andere Autos rammt, dass es die Freunde fast aus dem Auto schleudert. Bei der Fahrt auf der Achterbahn bleibt kein Mund geschlossen und die Gesichter verzerren sich. Diese Schrecksekunden muss man festhalten und auf YouTube online stellen, dass es alle Welt sieht. Wer schaut dort noch genau hin, wenn alle dort sind, au&#223;er man ist prominent, dass sich f&#252;r die anderen das Hinschauen lohnt. Wer wird sich an diese vielen Bilder, Videos noch erinnern? Diesen Bildern wird kaum dieselbe Aufmerksamkeit zuteil werden, wie den Schwarz-Wei&#223;-Bildern, die es noch in den Familienalben gibt. Von uns selbst, den Eltern, der Taufe oder der Hochzeit.</p>
<p style="text-align: left;">Rarit&#228;t.  </p>
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		<title>RISIKO:faktor</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Mar 2010 09:01:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>schlagloch</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#196;rgert man sich &#252;ber den starken Verkehr auf der Umfahrungsstra&#223;e oder sieht man wie in der N&#228;he  ein Einfamilienhaus gebaut wird, dann fragt man sein Gegen&#252;ber, was wird sich in den n&#228;chsten zehn Jahren noch alles &#228;ndern?  Passt man genau auf merkt man, dass das Gegen&#252;ber f&#252;r einen Moment zusammen zuckt. F&#252;r einen zwanzig oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">&#196;rgert man sich &#252;ber den starken Verkehr auf der Umfahrungsstra&#223;e oder sieht man wie in der N&#228;he  ein Einfamilienhaus gebaut wird, dann fragt man sein Gegen&#252;ber, was wird sich in den n&#228;chsten zehn Jahren noch alles &#228;ndern?  Passt man genau auf merkt man, dass das Gegen&#252;ber f&#252;r einen Moment zusammen zuckt. F&#252;r einen zwanzig oder drei&#223;igj&#228;hrigen Menschen sind zehn Jahre ein vernachl&#228;ssigbarer Zeitraum, f&#252;r einen siebzigj&#228;hrigen oder achtzigj&#228;hrigen Menschen ist es ein Zeitraum der gewisse Unsicherheitsfakten in sich birgt. Die materielle Basis ist meistens abgesichert, in &#214;sterreich kann man sich auf die Pension und die Sozialleistungen verlassen. Man hofft, dass die Wirtschaftskrise gemeistert wird und der Wohlstand keine neuen Risse bekommt. Der gro&#223;e Risikofaktor ist die Gesundheit, es h&#228;ngt vieles vom  momentanen Gesundheitszustand ab. Viele Krankheiten tauchen im Alter aus dem Nichts auf, bestehende Beschwerden verschlechtern sich zusehends. Da kann man nicht mit Bestimmtheit sagen, ich werde in zehn Jahren sehen, wie sich der Verkehr entwickelt hat.</p>
<p style="text-align: left;">Andere, die jetzt  aus dem Arbeitsprozess ausscheiden haben pl&#246;tzlich Zeit sich ihrer inneren Berufung zuzuwenden. Sie stellen fest, dass, wenn sie mehr als eine Talentprobe abgeben wollen einige Jahre, vielleicht ein Jahrzehnt brauchen werden, um sich durchzusetzen. Wie wird es um die k&#246;rperliche Verfassung und geistige Gesundheit bestellt sein. Manches, was f&#252;r drei Jahre geplant ist, braucht pl&#246;tzlich f&#252;nf Jahre.</p>
<p style="text-align: left;">In einem Gasthof in Warmbad Villach, welches von einem jungen Ehepaar vor drei Monaten neu er&#246;ffnet wurde entwickelte sich beim Zahlen mit dem Wirt ein Gespr&#228;ch. Man erkundigte sich, wie sich die Besucherzahlen seit der Er&#246;ffnung entwickelt haben. Der Wirt meint, dass es immer mehr werden. Er w&#252;rde dies auch brauchen, er m&#252;sse  bis zur Pension noch drei&#223;ig oder gar vierzig Jahre arbeiten. Da stellte ihm der Gast die Frage: „ Was sind die sch&#246;neren Lebensaussichten, bis zur Pension noch drei&#223;ig Jahre zu arbeiten oder  wegen des fortgeschrittenen Alters fast sicher sein, dass man nicht mehr sein wird.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;">Strassenkreuzung.</p>
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