Artikel mit ‘Wohntraum’ getagged

ZU:hause

Freitag, 10. Oktober 2008

Aus Unsicherheit wird heute oft gefragt, wo ist der Mensch zu Hause, wo ist seine Heimat. Wir können es uns leisten immer neue Länder zu bereisen, mit dem Flugzeug in andere Erdteile zu fliegen. Mit Google Earth besteht die Möglichkeit uns überall hinzuzoomen. Es ist möglich sich in jede Straße ein zu klicken, bald in jedes Haus und in jede Wohnung. Ist man ein virtueller Besucher in einem fremden Wohnzimmer, dann stellt sich die Frage, von wem ist man eingeladen geworden. Es kann passieren, dass durch mein Wohnzimmerfenster ein Vietnamese blickt. Für viele ist das Internet das neue Zuhause, wo man sich eine virtuelle Existenz aufbauen kann. Die Second Life Webseite erfreut sich größter Beliebtheit. Vor einer Kirche in Marburg hat uns jemand erklärt, dass die Welt und unser Leben nichts anderes als ein Computerspiel des lieben Gottes ist. Wir sind eine Computeranimation.

 

Jeder spürt es anders, wo er zu Hause ist, was für ihn ein Symbol für Heimat ist. Für den einen kann es eine Kapelle auf einem Hügel sein, der Brunnen inmitten des Dorfes, ein Baum im freien Feld oder eine Parkbank in der Stadt. Bei mir stellt sich ein Heimatgefühl ein, wenn ich durch Möselstein gehe und von den Menschen gegrüßt werde.

 

 Wieder daheim.   

RAUM:klima

Freitag, 12. September 2008

Spricht man von einem angenehmen Raumklima, dann denkt man an die Zimmertemperaturen in der Wohnung. Für die ideale Raumtemperatur gibt es verschiedene Richtwerte, für das Wohnzimmer 20 C,  für das Schlafzimmer 18 C und für das Badezimmer 23 C. Oft  bedarf es eines großen technischen Aufwand und Feinabstimmung um die idealen Raumtemperaturen zu erreichen. Zum Raumklima zählt auch die Stimmung die von der Einrichtung, den Bildern ausgeht, aber auch das Verhältnis welches zwischen den Bewohnern oder Besuchern herrscht. Man spricht von einem frostigem Klima, wenn sich zwei Menschen nicht verstehen oder von einem spannungsgeladenem Klima wenn zwei miteinander Streit haben. Sind mehrere Menschen im Raum, dann kann das Klima zum Überkochen kommen, einen Nullpunkt erreichen oder das Gespräch wird eingefroren. Der wichtigste Klimafaktor in einem Raum ist nicht die Heizung, sondern die Art wie sich die Menschen untereinander verständigen. 

Die Klimatoten.

BE:sucher

Freitag, 28. März 2008

Das Judendorfer Feld war Weideland für die Hirten mit ihren Schafherden. Jetzt ist es eine wohlgeordnete  Fläche mit  Wohnhäusern und Wohnblocks, Strassen und Gehwegen, Gasthäusern und Supermarkt,  Volks- und Hauptschule, Kirche und Kultursaal. Die Beweglichkeit der Hirten ist heute das mobile Leben der Stadtbewohner, als Benützer des Kreisverkehrs.

Läutet es an der Wohnungstür und die Besucher haben sich nicht über die Sprechanlage am Hauseingang angemeldet, kann es verstören. Man weis nicht, was einem erwartet, wenn man die Tür öffnet. Es könnte eine Schlammlawine in die Wohnung hereinbrechen, das Leben verändern, die Stabilität des Lebens gefährden. Wer zur Unruhe aufruft, ruft zur Vernachlässigung von Riten und Ritualen auf. Viele Lebensablaufe sind ohne Rituale nicht vorstellbar. Wir führen ein aufgeräumtes Leben und haben eine aufgeräumte Wohnung, es könnte sein, dass ein Termin abgesagt wird.

Besuch von wem.  

HAUS . KLIMA

Donnerstag, 26. Juli 2007
Wegen der hohen Energiepreise ist man bemüht den Energieverbrauch bei den Häusern gering zu halten und verbessert das Hausklima. Bei den Altbauten werden die Mauern mit Styroporplatten wärmeisoliert. Diese Baumassnahme wird durch Landes- und Bundesmittel gefördert. Zum Hausklima gehört auch wie sich die einzelnen Bewohner, die Hausparteien, miteinander umgehen. Ob sich die Hausbewohner gegenseitig grüßen und es nicht als Panne ansehen, wenn man sich im Stiegenhaus begegnet. Beim Verlassen der Wohnung die Wohnungstür geräuscharm schließt, nicht alle haben die selben Arbeitszeiten. Der Nachbar schläft noch. Auch wenn der Eingangsbereich und das Stiegenhaus regelmäßig von einer Putzfirma gereinigt wird, so ist es angebracht auf Sauberkeit zu achten. Es sollte einem selbst auffallen, dass der Fernseher oder das Radio zu laut ist und nicht die Beschwerde des Nachbarn abwarten. Der kommunikativste Ort in einem Mehrparteienhaus ist die Tiefgarage. Es braucht einige Zeit das Auto zu starten oder einzuparken. Dabei kommt es vor, dass man mit einem Mitbewohner der ebenfalls das Auto abstellt, zum Reden kommt. Weniger angenommen werden Einladungen für einen Besuch, dabei legt man zuviel Wert auf den äußere Rahmen. Dabei sollte das Gespräch den Mittelpunkt bilden. 

Die Klimakatastrophe.

 

Kommentar(e)    

Gerhard (26.7.07 13:39)
Man hat keine Zeit, garkeine Zeit…und der andere könnte ein “Zeiträuber” sein.
Man erlebt sich getrennt vom anderen und will seine Ruh!
In.Ruhe.lassen.
orange / Website (26.7.07 14:07)
Hallo,
.. und bei uns gibt es noch nicht mal eine Tiefgarage zum Haus ;-)
Die Wohnung ist ein Ort für den Rückzug aus dem Alltagsgeschehen, da können Nachbarn schon mal “lästig” sein. Rücksichtnahme ist die andere Sache.
Trifft man mal auf einen dieser Sorte, beginnt der Tratsch über die anderen Nachbarn. Mehr verbindet offenbar nicht.
Lange habe ich nicht bemerkt, dass der Nachbar unter mir ausgezogen ist, diese Wohnung verkauft wurde… eigentlich doch traurig?!
Erinnert mich an einen Zeitungsartikel von letzter Woche – Nachbarn sollten “zusammen rücken”, vor allem ältere Leute haben Angst, zu vereinsamen, vergessen zu werden. Jüngere können ihre Kreise weiter ziehen…
LG Isabella.
schlagloch /
Hallo Gerhard!
“ZEITRÄUBER” Dieses Wort solltest du dir schützen lassen. (Patent anmelden)
Gruss schlagloch.
schlagloch /
Hallo Isabella!
Das du nicht bemerkt hast, dass der Nachbar ausgezogen ist, ist eine “leichte Variante” der Nachbarschaft. Es gibt Fälle, wo der Wohnungsnachbar monatelang tod in der Wohnung liegt und keiner bemerkt es. Eine WG für Senioren, eine gute Idee.
Gruss schlagloch.
Mo / Website (26.7.07 19:03)
Nachbarschaft ist, wenn dich der Nachbar schafft ;-) Ich habe mein Leben lang immer mit Nachbarn gelebt. Zu keinem gab es ein freundschaftliches Verhältnis mit gegenseitigen Besuchen. Aber sich im Treppenhaus zu grüßen, die Tür aufzuhalten oder jemandem beim Tütenschleppen behilflich zu sein, ist für mich selbstverständlich.

Nicht selbstverständlich ist gegenseitige Rücksichtnahme, aber warum sollte das im Treppenhaus anders sein, als im Rest des Lebens ?? ;-)

Liebe Grüße
Mo

schlagloch /
Hallo Mo!
Wahrscheinlich benimmt man sich gegenüber Mitbewohnern in der Wohnanlage so, wie man sich sonst im Beruf oder im Leben benimmt. Der heutige Berufsalltag zeichnet sich nicht durch Rücksichtsnahme aus.
Gruss schlagloch.
schlafmuetze / Website (29.7.07 22:07)
Hallo Schlagloch ;-)
Ich habe zu meinen Nachbarn immer gerne Kontakt gehabt und meine Erfahrungen mit Ihnen sind trotz zum Teil großerAltersunterschiede ziemlich gut.
Daraus sind teilweise sehr gute Freundschaften entstanden die das “Wegziehen” schon seit Jahren überdauern ;-)
Wichtig ist es meiner Meinung nach, den Menschen so zu nehmen, wie er ist. Dann kann man mit fast jedem auskommen.
Liebe Grüße :-)

schlagloch /
Hallo Schlafmütze.
Den Menschen so zu nehmen wie er ist, ist ein guter Ansatz. Manchmal hat man andere Vorstellungen.
Gruss schlagloch.

KLOSTER . HOF

Dienstag, 03. Juli 2007

Das Zuviel an Waren, das Zuviel an Informationen und der Mangel an echtem Wissen führt im Westen zu einer Orientierungslosigkeit in religiösen Dingen. Deshalb besuchen immer mehr Menschen Vorträge über den Buddhismus  oder lassen sich in Dia Vorträgen über die Reisen in den Himalaja berichten. Bei einem Vortrag „Der Berg Kalesch” im Yogazentrum in Villach hat die Vortragende von der Spiritualität der Berge gesprochen. Von den Meditationsplätzen am Berg, den Orten der Kraft, außerhalb der Klöster. Auch in Kärnten gibt es Orte der Kraft, in Gschriet am Mirnnock oder am Fuße des Großglockner. Die Kraftorte wurden von buddhistischen Mönchen „bestätigt”. Es sprechen viele, die gerne in die Berge gehen davon, dass sie dort zur Ruhe kommen, neue Kraft tanken. Vermischt sich hierbei kosmische Strahlung mit positiven Erlebnissen?

Für mich zählt der Innenhof eines Klosters zu den Orten der Kraft. Auch deshalb, weil man in einem Klosterhof garantiert vom Straßenlärm oder anderen Lärmquellen abgeschirmt ist. Aber wo gibt es einen offenen Zugang zu Klosterinnenhöfen, zu den wirklichen Innenhöfen. Soweit man Zutritt hat, handelt es sich zumeist um den Zutritt mit einer Führung oder es ist eine Sehenswürdigkeit für Touristen. 

In der Stille. 

 

Kommentar(e)    

Gerhard (3.7.07 23:23)
Als ich 2002 in Tokio war, überraschte mich das plötzliche Vorhandensein eines Klosters inmitten heftigen, pulsierenden Lebens. Man schritt hier aus der zermürbenden Hektik und dem allgegenwärtigen Lärm nur einige wenige Schritte durch einen Durchgang und plötzlich war man in fast völliger Stille in einer Art Klostergarten.
Das Kloster kündete sich nicht an. Es war plötzlich zur Hand.
Dieser Stadteil Tokios war extrem gepflastert mit Leuchtreklamen und dem üblichen Treiben und der Geschäftigkeit in den Strassen.

Ähnlich erholsam erwies sich auch ein Cafe’, das im 3 Stock eines Hauses war. Man ging enge Treppen hoch und befand sich in dann in Räumen, die völlig abgeschirmt waren vom Draussen. Die Fenster waren verhangen und nicht geöffnet. Es war traumhaft ruhig und besinnlich dort. Eine Oase.

Mo / Website (5.7.07 11:13)
Ich kenne es leider nur aus dem TV, wie dicht z.B. in Japan große Betriebsamkeit und Gewimmel auf der einen Seite, und Stille und Ruhe auf der anderen, beieinander liegen.

In unseren Breiten ist das Innehalten zwar in vielerlei Hinsicht im Rahmen der hier bereits angesprochenen Wellness-Bewegung “chic” geworden. Kultiviert haben wir es aber wohl, im Vergleich z.B. zu den Japanern, nicht und vielen fehlt wohl auch der Respekt davor.

Vielleicht ist das auch ein Grund, warum Orte der Stille, Ruhe und Einkehr durch Mauern und geregelte Öffnungszeiten geschützt und reguliert werden (müssen)

Gerhard (5.7.07 14:53)
Hallo Mo,
ich erinnere mich, als Kind mit einem Freund ganz tief im Wald spazieren gegangen zu sein und plötzlich festgestellt zu haben, daß es dort ABSOLUT still war. Wie sonderbar das war und wie ungewohnt, geradezu ein Ereignis! Nichts, einfach nichts, nicht mal ein Rascheln.
Nach etwa 15 Sekunden drang dann ganz von der Ferne ein schwaches Geräusch herein,war es ein Zug oder Flugzeug – ich weiß es nicht mehr.
Mo / Website (5.7.07 17:08)
Hallo Gerhard,

ich bin zwar eine Großstadtpflanze, aber ich meine mich an eine ähnliche Situation in meiner Kindheit zu erinnern.

Ansonsten habe ich die absolute Stille ein Mal in der Wüste kennengelernt. Dort gab es nur meinen Herzschlag, der plötzlich beängstigend laut für mich zu hören war.

Herzliche Grüße

Mo


schlagloch /
Hallo Gerhard!
Der Wechsel vom Stadtlärm in die Klosterstille hat sich bei dir über Jahre eingeprägt. Ich kenne Städte mit mehreren Millionen Einwohnern nur aus TV-Dokumentationen. Mich reizt der Wechsel vom lautesten Ort, meistens der Hauptplatz , zum ruhigsten Ort, eine kaum besuchte Kirche.
Gruss schlagloch.
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