GE:winn

In den Medien wird der neue Chef eines IT Konzern als Held gefeiert, weil er es geschafft hat, in den letzten Jahren den Umsatz über die 100 Mrd. Dollar Grenze zu steigern. Der Gewinn legte um siebzehn Prozent zu und erreichte die Summe von über sieben Mrd. Dollar. In derselben Zeit hat er weltweit 15000 Menschen entlassen. Wäre es nicht besser und menschlicher gewesen, wenn viele ihren Job behalten hätten und die Gewinne für die Aktionäre weniger gestiegen wären.

Verlierer und Gewinner.

ROTE:karte

Begeht ein Fußballspieler ein schweres Foul, dann gibt es eine gelbe Karte und nach drei gelben Karten bekommt der Spieler die „Rote Karte“. Der Fußballer wird aus dem Spiel ausgeschlossen. Bei manchen Spielen kann man beobachten, wie um den Sieg gerauft wird. Der eine und der andere Spieler stellt seinem Gegner ein Bein, rammt ihn mit seinem Körper zu Boden oder zieht am Leibchen des anderen und hindert diesen am Weiterspielen. Passiert ein schweres Foul im Strafraum, gibt es für den Gegner einen Elfmeter, der erste Schritt zum Sieg.

Die „Rote Karte“ erhält man beim Kuraufenthalt, wenn man Übergewicht hat. Man wird angehalten die Essgewohnheiten zu ändern. Diese Kurgäste bekommen eine Reduktionskost serviert. Treten auf der Haut rote Flecken auf , dann handelt es sich meistens um eine Unverträglichkeit von Textilien oder Lebensmittel. Hier zeigt uns die Haut die „Rote Karte“.

Der rote Punkt.  

FUSS:ball

Dieses Jahr herrscht in Österreich nach dem Dancingstarfieber seit Wochen das Fußballfieber. Alles dreht sich um den König Fußball und die Torschützen sind die Fußballgötter. Die Begeisterung ist nach dem Spiel Österreich gegen Deutschland abgebröckelt. Die ersten Standler haben in den Fanzonen ihre Zelte abgebrochen. Die Kinder eifern auf dem Parkplatz David Villa, Christiano Ronaldo und Ümit Korkmaz nach. Auf dem Fußballplatz vom Internat stolperten wir beim Spielen über Baumwurzeln und die leichte Hangneigung führte dazu, dass der Ball immer abwärts rollte. Verletzten wir das Silenzium, dann gab es am Sonntag kein Fernsehen oder keinen Fußball. Wahrscheinlich wurden damals die Lederbälle noch in Europa genäht.

Die Lederbälle, welche jetzt im Handel erhältlich sind werden laut einem Bericht im „Kurier“ in Sialkot in Pakistan handgenäht. Ein ArbeiterIn erhält für das Nähen von einem Ball ca. .-30 Cent. Pro Tag schafft man maximal vier Bälle. In Europa kostet der Markenfußball ca. 30.– Euro.

Handgenäht.

BLÖD:mann

In einem Haushalt oder Gewerbebetrieb ist es die Regel, dass die tägliche Post zu einem Drittel aus Briefen und zu zwei Drittel aus Werbesendungen besteht. Die meiste Post kommt von den Lebensmittel – Diskontern. Diese verkaufen nicht nur Lebensmittel, sondern locken die Kunden mit günstiger Ware für alle Lebensbereiche. Woher die Waren kommen und von welcher Qualität sie sind, darüber machen sich die Kunden kaum Gedanken. Fleißige Versender von Werbeschriften sind die Möbelhäuser. Auch diese bieten viele Artikel an, Geschirr, Beleuchtungskörper, Trendartikel bis zu Spielwaren. In fast jedem Möbelhaus gibt es ein Restaurant mit billigen Menüs. Immer wieder Werbung machen die Baumärkte, bei denen meistens ein Gartencenter mit Pflanzen und Gartenmöbel angeschlossen ist.
 
Mit dem Slogan „Ich bin ja nicht blöd Mann, Blödmann“ und „Geiz ist geil“ haben die Elektromärkte eine Generation in ihrem Kaufverhalten beeinflusst. Stark beworben werden von ihnen die Handys und Notebooks. Die Beschreibungen der neuesten Laptops gehen in die Superlative, es werden Funktionen aufgezählt, von denen ich keine Ahnung habe. Ich glaube, dass in einem Laptop mehr Möglichkeiten stecken als die meisten Benützer brauchen. Ich musste zur Kenntnis nehmen, dass es keinen  Sinn macht, auf einem fünf Jahre alten Notebook  das Programm Windows Vista zu installieren. Der Arbeitsspeicher ist zu klein, es würde endlos dauern bis der Laptop reagieren würde, erklärte mir ein Computerfachmann.
 
Es  hat oft den Eindruck das unser Gehirn vom Computer abgelöst wird. Hier stelle ich fest, dass der PC schneller altert als das Gehirn, unser Gehirn ist aufnahmefähiger und lernfähiger als der PC. Man beobachte an sich die eleganten Bewegungen der Hände oder Füße und wie eckig sich Roboter bewegen.
 
Kein Umtausch ohne Geburtsschein.           
26.2.08 18:04
 
 

 3 Kommentar(e)    

weichensteller / Website
Seit Jahren vermisse ich Widerstand und Protest gegen diese blöden Slogans. In der Tat geniere ich mich, wenn ich doch einmal in einem dieser Geschäfte zu tun habe.
Die Besucher ähneln ja oft auch den Sprüchen, von denen sie hergelockt wurden…
Gerhard
Diese Werbesendungen sind eine Last. Ich muß sie nur immer über die Papiertonne entsorgen.
Ein Versuch, die Austrager daraufhin zu weissen, daß ich solche Sachen nicht will, fruchtete nichts.Gruß
Gerhard
schlagloch Hallo Weichensteller!

Wir haben uns an den „Blödmann“ Werbestil gewöhnt und einige Aussprüche sind Teil unserer Umgangssprache. Wer horcht heute noch in die Sprache hinein.

Gruss schlagloch.