DÄMM:en

Für die meisten ist der Sommer, was das Wetter betrifft, nicht gut verlaufen, es kann auch nicht alle Wünsche erfüllen. Für die einen war es für kurze Zeit zu heiß, dann wieder zu kalt. Für die anderen war es zur falschen Zeit zu heiß, gerade dann, wenn man  nicht selbst Urlaub hatte, oder man hat  am Haus Bauarbeiten durchgeführt, eine Wärmeisolierung, was jetzt der große Trend ist. Dazu gibt es von der Landesregierung einen akzeptablen Zuschuss. Viele führen diese Sanierungsarbeiten in Eigenregie unter Einbindung einer Baufirma durch. Einen Teil der Arbeiten versucht man mit Freunden und Verwandten selbst zu bewerkstelligen. Oftmals erweist sich der Herr des Hauses, der Hausherr, als Allroundkönner bei den Vorbereitungsarbeiten oder zwischendurch. Das dafür der Urlaub verwendet wird, wird von der Frau des Hauses, der Hausfrau, als selbstverständlich angenommen. Es ist für die Familie, für die Kinder, obwohl man nicht genau weiß ob die Kinder, die schon einen eigenen Hausstand gegründet haben, in das Elternhaus zurückkehren werden. Auf diese Hoffnung wird die Wärmeisolierung aufgebracht. Mit jeder Schraube, die in die Wand gedreht wird, damit die Dämmplatten sicher halten, und es sind dies tausende Schrauben, wird diese Hoffnung angedübelt. Sozusagen niet- und nagelfest gemacht. Für einen selbst steht es nicht mehr dafür, es ist dies neben dem immer beschwerlicher werdenden Berufsalltag, die letzte große Herausforderung vor der Pension. Dabei spielt es eine große Rolle ob das Wetter mitspielt und manchmal geht man über das normale Risiko hinaus. Man arbeitet an der Fassade, obwohl die Bretter am Gerüst nass und rutschig sind, und die eigene Standfestigkeit nicht immer gewährleistet ist. Unter den wohlwollenden Blicken der Frau des Hauses geht man manches Risiko ein.

Es passiert eh nix.     

4 Gedanken zu „DÄMM:en

  1. Good morning, Schlagloch,

    „Herr des Hauses“ – „Frau des Hauses“: wer aber ist
    der „Türhüter“ im „Joahnnesevangelium“ – „10,1“ bis
    „21“(ein „Johannesevangelium“ hat in Österreich zwei
    „Schulbuch-Nummern“)?

  2. Man macht wohl vieles am Haus nach dem Motto, daß es ihm gut zu Gesicht stünde. Belohnt wird man evtl. dadurch, daß wieder ein Teil tiptop ist und das man es trotz vieler anderer Verpflichtungen und Wünsche sauber durchgezogen hat. Das Haus verkommen lassen, wäre die Alternative – aber sicher keine schöne. Wenn man das nicht schafft, so die Ahnung, dann schaft man auch andere Dinge nicht.

  3. Bei Lukas steht an dieser Stelle aber auch, daß
    wir als Eltern böse sind. Deshalb mußte der Staat
    ab einem bestimmten Jahr u.Z. unsere Altersver-
    sorgung übernehmen. Heißt das aber deshalb,
    daß wir andern ihre Kinder wegnehmen sollen?

    Zu „Frage“ – „‚Türhüter'“ – „28.09.2010,09:56“

    In den Evangelien steht, eine Mutter oder ein Vater
    würden ihrem Kind Wohltaten erweisen. Nur in ei-
    nem … [„Lukasevangelium“] aber steht, eine Mutter
    oder ein Vater würden ihrem Kind nicht einen Skorpion
    geben, wenn es um ein E i bittet. Warum steht das
    nur bei … [Lukas]?

  4. Hallo Gerhard!

    Das Haus erhalten in gepflegten Zustand ist eine Variante, nur zwecks der Kinder zu renovieren eine andere.

    Gruss schlagloch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.