…können wir nicht essen.
In den Medien ist viel die Rede davon, dass die alte Weltordnung zerbricht und eine neue Weltordnung im Entstehen ist. Wir Europäer sind wehleidig, wenn wir uns darüber beklagen. Die Frage ist, in welchem Jahrhundert hat es die gelobte Weltordnung gegeben? Als Europäer haben wir die Welt, wie wir sie heute kennen, erst seit einem halben Jahrtausend nach den Entdeckungsreisen, wahrgenommen. Für uns war die Welt intakt, wenn wir die entdeckten Gebiete zumeist mit Waffengewalt, unserer Ordnung unterworfen haben. Zerstört wurde die Ordnung, die Struktur der eroberten Völker und teilweise nach unserem Gutdünken ein neuer Staat geschaffen. Das größte Zerstörungspotential entfaltet sich, wenn dahinter eine Ideologie steckt. Wer Anderen seine Gesinnung oder Gedankenwelt aufdrängen will, übt keine Zurückhaltung. Dies trifft im Familienkreis, in der Nachbarschaft, auf allen Stufen des menschlichen Zusammenlebens zu. Es endet bei den vier geografischen Begriffen. Der Oster, der Westen, der Norden und der Süden. Die Mitte wird in alle Richtungen gezerrt, jede Himmelsrichtung möchte ein Stück von der Mitte bekommen. Dies könnte der Mitte, wenn sie nicht kompakt zusammensteht zum Verhängnis werden. Diese Mitte ist unser Mitteleuropa, wir bekommen die Retourkutsche für unsere Eroberungen. Inzwischen zeigt sich, dass der Westen oder der Osten um vieles stärker ist als wir.
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