…der Taten.
„Statt sie, die Endlichkeit, zu verleugnen, beanspruchen wir unsere Vergänglichkeit: …ja wir bestehen darauf, dem Nichts uns gegenüberzustellen und die Kraft zu haben, mit ihm zu leben. So wirft sich der Existentialismus, dieser extreme Spross der modernen Stimmung oder Verstimmung, ohne die Sicherung eines geheimen Rettungsseiles in das Wasser der Sterblichkeit.“ [1] Der Nihilismus und der Existentialismus sind neue philosophische Strömungen in der Gesellschaft. Ob das Bedürfnis des medial vernetzten Menschen, von sich permanent Alltagsfotos, Selfies, in das Internet hochzuladen, eine Gegenströmung zum Existentialismus darstellt, ist des Nachdenkens wert. Auf Instagram, ein kostenloser Online-Dienst zum Teilen von Fotos und Videos, werden laut einer Statistik aus dem Jahr 2016, in jeder Minute mehr als 1,1 Millionen Fotos und Videos gepostet und damit täglich ca. 26,4 Millionen Beiträge hochgeladen.[2] Neben Instagram gibt es noch weitere soziale Netzwerke, wo Fotos und Videos hochgeladen werden können. Ist das Präsent sein im World Web, wenn auch vom großen Teil der Benutzer unbewusst, ein Versuch etwas von sich in einem Paralleluniversum zu speichern? Um später einmal als Vierzigjähriger, sich selbst im Internet als Vierzehnjährigen zu begegnen?
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