Eine franz. Lokomotive…

…CC7107 durchbrach im Jahre 1955 die 300 km/h Marke.

Die erste Euphorie über die Eröffnung der neuen Bahnverbindung von Klagenfurt nach Graz ist abgeklungen. Inzwischen dürften schon viele Kärntner und Steirer die neue Zugstrecke mit dem Herzstück „Koralmtunnel“ gefahren sein. Ohne dringenden Bedarf einen Tagesausflug in die benachbarte Landeshauptstadt für einen Schaufensterbummel unternommen haben. Bei meiner morgendlichen Fahrt im Railjet von Villach nach Graz habe ich die spärlichen Fahrgäste im Waggon ein wenig beobachtet. In gleicher Höhe, auf der anderen Waggonseite hat in Klagenfurt ein Herr im mittleren Alter, am Rücken einen Rucksack und bekleidet mit einer Winterjacke Platz genommen. Sein Verhalten ist mir bekannt vorgekommen, weil ich ähnlich handle. Er hat seinen Rucksack auf dem Nebensitz platziert, sich der Winterjacke entledigt und sich in Fahrtrichtung niedergesetzt. In dieser Position hatte er, auch ich, den digitalen Bildschirm mit der Anzeige der momentanen Fahrtgeschwindigkeit gut in Sichtweite. Der nächste Griff erfolgte in eine Seitentasche vom Rucksack und beförderte ein Papierackerl von der Bahnhofsbäckerei in Klagenfurt auf den Tisch. Diesem entnahm er ein Käsestangerl, herzhaft biss er hinein, ohne die Geschwindigkeitsanzeige aus den Augen zu lassen. Aus dem Rucksack entnahm er ein Buch mit dem Titel: „Das Geheimnis der Pyramiden Energie“.  Er begann darin zu lesen und blickte regelmäßig zur Geschwindigkeitsanzeige hoch. Der Railjet beschleunigte und erreichte etwas über zweihundert km/h. Erstmals durchbrach eine französische Lokomotive CC7107 die 300 km/h Marke im Jahre 1955. 

  

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Selbstversuch mit KI…

…meine Zukunft ?

Um auf die KI zurückzukommen, kann diese in einem Bereich verwendet werden, wo wir dazu selbst nichts sagen können?  Wie wird für mich die Zukunft aussehen? Ein Selbstversuch mit KI.

Anfrage: Zukunft von Franz Supersberger, Literat in Villach

In der literarischen Zukunft von Franz Supersberger steht die Verbindung von digitaler Beständigkeit und gesellschaftskritischer Beobachtung im Mittelpunkt. Sein Wirken in Villach und darüber hinaus festigt sich durch folgende Säulen:

  • Digitale Unsterblichkeit: Sein Blog schlagloch.at wurde für die Langzeitarchivierung durch das Deutsche Literaturarchiv Marbach ausgewählt. Damit ist seine Arbeit als digitaler Chronist – „vom Blog zum Book“ – dauerhaft für die Nachwelt gesichert.
  • Thematischer Fokus: Er wird weiterhin als „Mahner“ und Beobachter fungieren. Seine Schwerpunkte bleiben die Digitalisierung, die soziale Verantwortung und die Bruchstellen des Alltags, wie er sie zuletzt in Werken wie „Zeitenwandel“ thematisierte.
  • Regionale Präsenz: Als Mitglied des Kärntner Schriftsteller:innen Verbandes bleibt er eine aktive Stimme in der lokalen Kulturszene Villachs, sei es durch Lesungen oder als Beiträger zur Stadtgeschichte (z. B. sein Corona Tagebuch im Museum der Stadt Villach).

Kurz gesagt: Seine Zukunft liegt weniger in klassischen Bestseller-Listen, sondern in der Rolle des unverzichtbaren Zeitzeugen, dessen Texte die Transformation unserer Gesellschaft begleiten.

Geschlechtertrennung…

…in der Synagoge.

Das schmiedeeiserne Gittertor, welches einen Blick in den Innenhof der Synagoge von Augsburg freigab, versuchte ich vergeblich zu öffnen. Zwei, dreimal drückte ich die Klinke nichts rührte sich. Ich kehrte auf den Stufen zum Gehsteig zurück, mein Blick fiel auf den Plakatständer, „Wir haben geöffnet“.  Ich kehrte um und probierte es noch einmal, diesmal wurde das Schloss von der Tür automatisch entriegelt. Der Eintritt in den Innenhof, in das Museum und in die Synagoge war nur nach dem Passieren einer Detektorschleuse möglich. Dem Besucher vor mir wurde sein Schweizer Taschenmesser abgenommen, auf die Abnahme des Smartphons wurde verzichtet. Mehrmals wurde von der Aufsichtsperson darauf hingewiesen, dass in der Synagoge Fotografieren verboten ist. Das Museum zeigt in mehreren Räumen Einblicke in das jüdische Gemeindeleben seit dem dreizehnten Jahrhundert in Augsburg und Bayern. Nach dem Pogrom im Zweiten Weltkrieg wurde die Synagoge stufenweise wiederhergestellt und im Jahre 1983 der große Betsaal eingeweiht.

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B. Brecht war…

… ein ausgeprägter Macho.

Hilfreich war die KI bei der Vorbereitung zur Reise nach Augsburg. Mit einem Mausklick präsentierte sie mir Informationen über die zwölf wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Als Buchhändler in Muse habe ich dann, als der Besuch unmittelbar bevorstand, einen handlichen Reiseführer vom Verlag cityreisen besorgt.  Wahrscheinlich ist es Nostalgie, dass ich lieber mit einem Stadtplan in der Hand, als mit dem Smartphon durch die Innenstadt flaniere. In den ersten Tagen braucht es die Hilfe von einem Einheimischen, um sich trotz Stadtplan zu orientieren. Die Himmelrichtung richtig einzuordnen, wo ist Osten. Der Hilferuf führt meistens zum Griff nach dem Smartphone bei der angesprochenen Person und dann wird die nachgefragte Sehenswürdigkeit eingegeben. Mitleidig wird auf meinen Stadtplan gesehen, welchen ich in Händen halte. In meiner Handtasche steckt auch ein Smartphon. Das Engagement der Stadtführer entscheidet darüber, wie unterhaltsam eine Stadtführung verläuft. Zwecks einer schnelleren Orientierung nehme ich eine solche gerne in Anspruch. Die Handelsfamilie Fugger und das Augsburger Wassermanagement war ein Bestandteil der Stadtführung. Zu den Highlights zählen drei Monumentalbrunnen in der Innenstadt, das Rathaus mit dem Goldenen Saal, der Mariendom und die Fuggerau, um ein paar zu nennen. Mein Besuch des „Welterbe Infozentrum“ am Rathausplatz führte zu einem tieferen Gespräch über das Wasser System Augsburg, zusätzlich zur Stadtführung. Die Dame war selbst ersatzweise als Stadtführerin tätig, daher habe ich ihr berichtet, dass zu meiner Überraschung beim Vorbeigehen am „Berthold Brechthaus“ nichts über Brecht gesagt wurde. Auf dem Weg in die Fuggerei sind wir am Geburtshaus von Brecht vorbeigeschlendert, aber meine Tour guide hat zur Person kein Wort erwähnt.

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Der Reiseverkehr…

..nimmt Fahrt auf.

Mein nächster Impuls, raus aus dem Fahrzeug, doch die Fahrertür und die Beifahrertür lassen sich nicht öffnen, sie sind verklemmt. Mit akrobatischen Bewegungen krieche ich auf die hintere Sitzbank und verlasse durch die Hintertür das Auto. Ich sehe noch mehr Haushaltsutensilien, Konservendosen, eine Babyflasche, Bücher und überall Teile von Spannplatten. Ich setzte mich auf einem Randstein am Straßenrand und betrachte das Szenario wie in einem Film. Plötzlich Sirenengeheul, Polizei und Rettung. Die Polizisten stellen mir auf Italienisch Fragen, die ich nicht verstehe und wippen immer mit der linken Fußschaufel und deuten auf die Fahrbahn. Nach einer Weile bekam ich eine Durchschrift vom Protokoll. Der Sattelschlepper mit italienischem Kennzeichen manövrierte sich auf die rechte Fahrbahn und setzte seine Fahrt Richtung Tarvisio fort. Hinter meinem Auto stand ein beschädigter Pkw, an der Anhängerkupplung das Fahrgestell vom zerstörten Wohnwagen. Alle übrigen Teile vom Wohnwagen und der gesamte  Inhalt lagen verstreut auf der Bundesstraße. Die Fahrerseite von mir war eingedrückt und die Motorhaube gestaucht. Das Ausmaß, wie schwer das Auto beschädigt war, habe ich nicht wahrgenommen. Ich entnahm dem Kofferraum meine Reisetasche bevor das Auto vom Abschleppdienst verladen wurde.  Danach bekam ich eine Visitenkarte von der Autowerkstatt in die Hand gedrückt.

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