…geformt und trocknen.
Der Vater trug immer stabile Arbeitsschuhe und um die Füße wickelte er Sommer wie Winter seine Fußfetzen, die höheren Temperaturen im Sommer spielten keine Rolle. Die Fußfetzen waren größere Stücke von einem verschließenden Hemd. Er trug, mit Ausnahme am Sonntag, keine Socken. Auch ich trug Werktags Schuhe und dazu von der Schwester handgestrickte Wollsocken. Im Sommer gehörte eine kurze Lederhose dazu, sie war unempfindlich und komfortabel beim Tragen. Mit ihr konnten wir uns überall hinsetzen, egal ob auf den Grasboden, einen Stein oder auf einen Ast. Auch unsere schmutzigen Hände konnten ihr nichts anhaben. Nach einer Speckjause massierten wir die Speckscharte in die Lederhose ein, dies hielt das Leder geschmeidig. Auf den Feldern verstreut gab es mehrere Wasserquellen mit kühlem Trinkwasser. Zumeist ein kleiner Tümpel, welcher aus der Erde mit Wasser gespeist wurde. Mit den Händen oder mit einem Blechhäferl schöpften wir daraus kühles Wasser um unseren Durst zu stillen. Bei der Feldarbeit gehörte es zu unseren Aufgaben als Kinder, die Erwachsenen mit Wasser zu versorgen. Eine Dreiliter Blechkanne füllten wir bei einer Wasserstelle ab und machten die Runde bei den Erwachsenen.
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