..Koralmbahn.
Das Wetter meinte es an diesem Tag, Anfang Februar, mit den Reisenden nicht gut, wir fuhren durch eine Nebelsuppe, wenn auch mit hoher Geschwindigkeit. Zeitweise rasten wir durch einen Tunnel, wo die Sicht auch wegbleibt. Wie erlebt wohl der Nachbar den Geschwindigkeitswechsel, der wieder gerade zum Buch, Das Geheimnis der Pyramiden Energie, greift? Wie passen die Einblicke in die Pyramidenrätsel, die spirituelle Welt der Ägypter mit der Hochgeschwindigkeit zusammen? Jetzt gebe ich mir einen innerlichen Ruck und spreche den Zugsnachbar an: „Wie er die ägyptische Kultur mit dem Hochgeschwindigkeitszug kombiniert, wo ich feststelle, dass es ihm nicht egal ist, mit welcher Geschwindigkeit der Zug gerade fährt.“
Es ist für ihn die Jungfernfahrt auf der Koralmstrecke. Er habe sich zu Hause gefragt, wie er die in allen Köpfen grassierende Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h erleben wird. Dies ist ihm bei seiner Fahrt zu Bekannten nach Graz das Wichtigste. Auch von ihrer Seite gab es vorab die Aufgabe, ihnen zu berichten wie sich die Höchstgeschwindigkeit anfühlt. Ihm fehlt ein Vergleichsmuster. Er konnte sich nicht ganz so gut ausdrücken, wie ich es mit dem Beispiel beim Autofahren versucht habe. Die Empfindung von Schnell zu Stillstand konnte er mir nachvollziehen. Graz kennt er aus seiner Studentenzeit, beide haben wir darüber gerätselt, seit wann der Jakominiplatz für den privaten Autoverkehr gesperrt ist und nur mehr von den öffentlichen Verkehrsmitteln befahren wird.
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