… desselben kosmischen Stoffes.
Wenn die moderne Naturwissenschaft den Menschen nur als eine physikalische und mechanische Maschine sieht, so ist dies für Hans Jonas ein absurdes Menschen- und Weltbild. Für ihn ist beim Menschen nicht alles mechanisch erklärbar. Der Mensch ist mehr als ein physikalisches und mechanisches Sein. Beides würde, alles was den Menschen auch ausmacht, Bewusstsein, Gefühl, Freiheit, Trauer, Freude u. v. a. abschaffen. Hans Jonas folgert, dass auch außerhalb der menschlichen Natur Phänomene wie Bewusstsein und Freiheit enthalten bzw. möglich sind. Im Menschen schlägt die Natur die Augen auf. „Vielleicht ist in einem richtig verstandenen Sinne der Mensch doch das Maß aller Dinge -nicht durch die Gesetzgebung seiner Vernunft- aber durch das Paradigma seiner psychophysischen Totalität, die das Maximum uns bekannter, konkreter ontologischer Vollständigkeit darstellt, von dem aus die Klassen des Seins durch fortschreitende ontologische Abzüge bis zum Minimum der bloßen Elementar-Materie reduktiv bestimmt werden.“[1]Die Materie trägt für Hans Jonas die Möglichkeit in sich, dass Bewusstsein und Freiheit entsteht. Das Geistige ist auch in der Materie enthalten, auch die Natur hat Zwecke. Er nimmt an, dass der Gewinn für das Verstehen des Organischen, im Verstehen für das Menschliche liegt.
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