Kochen…

…die Buchstabensuppe.

Eine besondere Aufgabe kam dem Tischsenior, ein Schüler der Oberstufe, zu. Dieser sorgte bei den Schülern der Unterstufe für gute Tischmanieren. Er wachte darüber, dass jeder die gleiche Portion vom Vorlagenteller bekam und nicht jemand leer ausging. Es war Usus, dass jede Woche die Reihenfolge, wer mit dem Entnehmen der Speisen begann, gewechselt wurde. Einmal im Uhrzeigersinn, dann gegen den Uhrzeiger. Die Suppe wurde in einem großen Topf serviert und von jedem in seinen Teller geschöpft. Die Stücke vom Rinds- oder Schweinebraten lagen auf einem großen Servierteller, ebenso das Kartoffelpüree oder der Reis. Den grünen Salat gab es in einer voluminösen Salatschüssel. Vor dem Essen erhoben wir uns nach dem Klingelton von den Bänken zum Tischgebet. Bevor es im Speisesaal nicht mucks Mäuschen still war stimmte der Präfekt das Gebet nicht an. Dauerte dies zulange, wurde für den späten Nachmittag ein Fernsehverbot ausgesprochen. Nach dem Tischgebet setze ein Dammbruch ein und es wurde im Speisesaal ziemlich laut. Bei gegenseitiger Rücksichtnahme erhielt der Letzte dieselbe Portion wie der Erste. Die Mahlzeit wurde durch ein gemeinsames Gebet beendet. Kam ich mittags vom Schultrakt in den Schlossinnenhof erschnupperte ich mit der Nase, welche Kost gibt es heute?

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Kochen…

… geschlossene Systeme.

Mit einer guten Küche, einem schmackhaften Essen, kann vielerlei gelingen. Darum gibt es einige Gerüchte und prägnante Lebensweisheiten: Die Liebe geht durch den Magen oder mit Liebe gekocht. Das Gegenteil sind die deftigen Beispiele: Du frisst wie eine Sau, dies frisst nicht einmal der Hund oder er frisst mir aus der Hand. Es wäre ein Selbstbetrug, sagt jemand, es interessiert mich nicht, welches Menü es heute zu Mittag gibt?  Es ist ihm einerlei wer heute in der Küche steht? Das Internet ermöglicht die digitale Speisekarte, beliebt bei Berufstätigen und Alleinstehenden, welche ihr Mittagsmenü in einem Gasthof vorbestellen. Manche Gasthäuser bieten Menüs zum Abopreis an und stellen den Speiseplan für eine Woche auf ihre Webseite. Noch bequemer ist es, eine Mahlzeit durch den Kurierdienst in die Wohnung oder in das Büro liefern zu lassen. Bevorzugt werden Pizzas ausgewählt. Während der Corona Pandemie haben wir dieses Service erstmals genützt. Die schönste Variante ist zu Hause bei der besten Köchin der Welt anzurufen und einen Wunsch zu deponieren.

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Der Trend zu Unisex-Toiletten…

…wird sich als Vorteil erweisen.

Im Bioladen will jedes Produkt in die Hand genommen werden. Dieser bietet völlig andere Produkte als ein Lebensmitteldiskonter an, wie sie in jedem Villacher Stadtteil zu finden sind. Wer die Welt aus der Sicht eines Rollstuhlfahrers beobachtet muss neu sehen lernen. Für Rollifahrer sind einige Waren in den Regalen zu hoch, die anderen zu tief. Sie erfassen die Welt nur rund um den Äquator, die obere und untere Halbkugel bleibt verschlossen, außer es reicht jemand Stück für Stück aus dem Regal. Der Fahrer wird zum Vorleser, alles ist für den Menschen mit dem aufrechten Gang konzipiert. Die süßesten Trauben hängen am Höchsten. Es gibt verschiedene körperliche Einschränkungen, bei der Beweglichkeit, beim Sehen und Sprechen, beim Hören, bis zu Situationen und Begebenheiten nicht richtig zu erfassen. Erstmals zu erkunden, wo und wie kann man sich mit dem Sitzmobil geschickt durch die zusätzlichen Verkaufsständer schlängeln und dabei nirgends anstreifen? An einem Kleid hängenbleiben oder eine Vase umstoßen. Wer den Luxus genießen will, soweit die körperlichen Kräfte reichen, und einen Shopping Bummel durch mehrere Geschäfte macht, der muss als Immobiler vorausdenken: Sind die WC barrierefrei, besser, gibt es ein behindertengerechtes WC und eine Vorlaufzeit einrechnen, bis man das WC erreichen kann.

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Bloggen…

...mehr als nur Texte im Netz? .

Schon in meinen Anfangsjahren als Blogger habe ich mir darüber Gedanken gemacht, kann ich meine Blogtexte unabhängig von meiner Alltagssituation, von meiner Alltagsbefindlichkeit schreiben? Sind die Texte eine „Verlängerung“ meiner alltäglichen Kommunikation, eine Unterstützung für meine Sichtweisen? Hilfreich in Situationen wo ich in der Öffentlichkeit unter Druck geraten bin oder sich gravierende Lebensveränderung eingestellt haben? Sei es im privaten und beruflichen Bereich oder auf lokaler Ebene. Wenn ich psychisch unter Druck gerate, dann sehe ich im Bloggen eine Fortführung zu den handschriftlichen Einträgen in den Tageheften. Eine Klärung der Gedanken und wenn möglich die Ausarbeitung einer Gegenstrategie. Das Tierische in uns reagiert auf einen Angriff mit einem Gegenangriff und will eine Entscheidung herbeiführen. Einige Blogtexte befassen sich mit meinem Übertritt in die Pension, mit der geglückten Geschäftsübergabe der Buch- & Papierhandlung. Bei wem in den nächsten Monaten der Übertritt in den „wohlverdienten Ruhestand“ bevorsteht, kann ich diese Blogtexte empfehlen. Unabhängig davon, welchen Beruf sie/er ausübt. Wer sich in verschiedene Blogs vertiefen will, findet auf der Datenseite der Blogwochen 2025 dafür eine Vielzahl von Links und Themen.

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Worin besteht…

der Sinn zu Fantasieren ?

Zu den Heiligen Zeiten, Allerheiligen, Weihnachten und Ostern,durften wir das Internat Tanzenberg verlassen, ich freute mich auf das Heimkommen. Ich tauschte den beheizten Schlafsaal im Knabenseminar gegen die unbeheizte Stube im Bauernhaus, die Waschräume mit Warm- und Kaltwasser gegen einen Waschzuber in der Küche. Das Schreibpult im Studiersaal gegen den Küchentisch für alle. Das Bett im Internat mit feiner Bettwäsche gegen einen Strohsack mit schweren, verschlissenen Gulder und in einer Ecke vom Schlafzimmer lagernden Birnen und Nüsse zum Trocknen. Mit klammen Fingern habe ich später auf einer gebrauchten mechanischen Remington Schreibmaschine im Dachboden vom Bauernhaus meine ersten Kurzgeschichten geschrieben. Diese Schreibmaschine und deren Bedienung hat für mich denselben hohen Stellenwert wie es heute mein Laptop hat. Das Zusatzfach Maschinschreiben in der Berufsschule leistet heute noch gute Dienste beim Arbeiten am Bildschirm. Inzwischen ist es eine Selbstverständlichkeit, dass der PC das gesprochene Worte in Buchstaben umwandelt. Ein Freudentag war es, wenn im Internat ein Jausen Paket eingetroffen ist und sich darin auch eine Schokolade oder eine Rolle Kekse befanden. Zu allererst las ich den Brief, welchen die Mutter geschrieben hat, das Briefschreiben war in Frauenhand. Meine Schwester gehört zu denjenigen, welche auch im Zeitalter von Facebook und Wats App Glückwunschkarten und Briefe schreiben. Zu meinen Gepflogenheiten gehört ihre Postkarten und Briefe über einen längeren Zeitraum in der Ecke vom Esstisch aufzuheben. Eine WhatsApp Nachricht bekommt eine Aufmerksamkeit von einer halben Minute und zumeist ist die Gefühlsregung schon vorgegeben, mitgeschickt mit einem Smiley.

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