corona:virus

Fühlte man sich krank, hatte früher der Hausarzt einen in das Gesicht und auf die Zunge geblickt und die Hand auf die Stirn gelegt. Danach hat er gewusst wie hoch das Fieber ist, um welche Art von Grippe es sich handelt, die passende Therapie und Medikamente verordnet. Probleme haben aktuell Menschen, welche mit einem Heuschnupfen oder mit einer Allergie kämpfen. Durch den Klimawandel sind in Kärnten bereits schon viele Sträucher, wie die Haselnuss Stauden, in voller Blüte. Ich gehöre auch zu den Allergikern, leide unter Schnupfen und Niesattacken. Muss ich in der Öffentlichkeit niesen, stehe ich unter Generalverdacht, ein vom Coronavirus Infizierter Mensch zu sein. Kein leichtes Leben in diesen Tagen.

Das Trojanisches Pferd, mit dem sich der Virus COVID-19 in Kärnten einschleichen könnte, könnte das Großbordell in Hohenthurn in Villach Land sein. Dieses wird hauptsächlich von Italienern frequentiert, bis zu fünfhundert Freier an einem Wochenende. Von der Gefahr, welche von diesem Bordell ausgeht, wird sich jetzt der Gebetskreis im Dreiländereck bestätigt fühlen. Der Kreis der Gläubigen trifft sich einmal monatlich und will durch inniges  Beten erreichen, dass der  Bordellbetrieb geschlossen wird. Schwer vorherzusagen, durch wen das Bordell gestoppt werden könnte, durch das Gebet oder das Coronavirus?

covid-19/2

corona:epedemie

In der Region Villach Land, welche an die vom Corona Virus befallene Region Friaul-Julisch Venetien in Norditalien grenzt, spekulieren die Bewohner darüber, was ist gefährlicher: Die Viren der Influenza A, B und C die eine echte Grippe auslösen können oder das Virus SARS-CoV-2, welches die Corona Grippe auslöst. Beide Regionen sind durch den Grenzübergang Thörl Maglern freundschaftlich verbunden. In diesem Fall könnte man auf die freundschaftlichen Beziehungen verzichten. Die ganze Aufmerksamkeit der Medien in den letzten Tagen drehte sich um die Coronaepidemie, die Berichte über die Influenza sind wie vom Erdboden verschluckt. Ein Zeichen, wie unsere Wahrnehmung von den Medien gesteuert wird. Zu einem Hype ist es am Montag bei der Nachfrage nach Atemschutzmasken gekommen, in ganz Kärnten waren diese zu Mittag ausverkauft.

Noch steht die Coronaepedemie vor den Toren Kärntens, am Grenzübergang von Thörl Maglern. Soll man sie einreisen lassen? Einige Stimmen bedauern die Aufhebung der Grenzkontrollen, jetzt darf alles unkontrolliert einreisen, ist ein gängiger Spruch. Könnte eine Zollkontrolle wie früher die Einreise des Virus verhindern? Gerade so wie man bei den Touristen den illegalen Import von Schuhen, Textilien oder Wein unterbunden hat? Ob dies die junge Generation bei der Grenzpolizei schaffen wird? Altgediente Zöllner berichten davon, sie hätten eine Nase dafür gehabt, wenn jemand etwas im Auto schmuggeln wollte. Heute versucht man mit Hightech der Schmuggelware Herr zu werden. Dazu gehören digitale Fahndungsfotos, Videoüberwachung, Gesichtserkennung und Geräte mit Geruchssensoren zum Aufspüren von Rauschgift oder Zigaretten. Sollte sich die Situation weiter zuspitzen wird mit Hightech Fiebermesser die Körpertemperatur der Einreisenden kontrolliert. Ein ähnliches Prozedere gibt es bei Antritt einer Kreuzfahrt und am Flughafen

covid-19/1

sehn:sucht

Schaue ich aus meinem Schreibzimmer, so erfassen die Augen die Obstgärten der Nachbarn, schweifen über die Dächer einzelner Einfamilienhäuser hinweg auf einen bewaldeten Berghügel und werden dann von der mächtigen Front der Karawanken angezogen. Über ein Jahrzehnt genieße ich diesen Ausblick, der sich je nach Jahres- und Tageszeit anders darstellt. Der  markanteste  Berg in meinem Sichtfeld ist der Mittagskogel. Dessen Pyramide ragt breit und hoch in den Himmel. Sichtbar ist der Teil ober der Waldgrenze, der pyramidenförmige Felsen, der je nach Sonneneinstrahlung eine andere Farbe annimmt. Die mir zugewandte Seite wird ab dem frühen Nachmittag  bis zu ihrem Untergang von der Sonne angestrahlt. Dabei ergeben sich je nach Witterung spektakuläre Stimmungen. Nach dem ersten Schneefall färbt sich bei Sonnenuntergang der Schnee rötlich. An solchen Stimmungen kann ich mich nicht satt sehen. Bei den Berggipfeln der Karawanken endet mein Blick. Das Villacherbecken erlaubt seinen Bewohnern einen Rundumblick.

In Kärnten gibt es Täler, wo die andere Talseite gefühlsmäßig mit der Hand greifbar ist. Blickt man Tal auswärts, plant eine Flucht, wird man vom Bergmassiv des Dobratsch daran gehindert. Was ist im Sehnsuchtsort, Obere Adria, anders? Die große Ebene, die unverständliche Sprache, das fremde Gehabe. Eine Sorglosigkeit in den Gesten und bei der Arbeit. Die Leichtigkeit der Bauweise, sobald man die wehrhaften Trutzburgen im Kanaltal hinter sich gelassen hat. Vor dem Fremden breitet sich die Küste der Oberen Adria aus. Nach einer Begrenzung werden die Augen vergeblich suchen. Der Blick verliert sich im Horizont, wo sich die Adria mit dem Himmel vermählt.

Sandstrand

apollo:11

Vor drei Monaten feierte man mit viel Getöse und vielen TV- Sendungen die erste Mondlandung vor fünfzig Jahren, geglückt ist sie der Besatzung von Apollo 11. Aus Nostalgie habe ich mir das Buch vom Molden Verlag, Die Mondlandung, antiquarisch besorgt. Die Auflage stammt aus dem Jahre 1969. Von der Seitenanzahl übertrifft es alle  Neuerscheinungen zu diesem Ereignis. Bei den Sachbüchern hat sich das Layout wesentlich geändert, der Aufbau der Seiten ist heutzutage viel übersichtlicher. Zu jenem Zeitpunkt habe ich in einer Buchhandlung gearbeitet und ich kann mich an den Verkauf obiges Buch erinnern. Zudem gab es eine Fülle von Sonderausgaben verschiedener Zeitschriften, die sich der Mondlandung widmeten. Erstmals erschien die Bild-Zeitung aus Anlass der Mondlandung mit farbigen Bildern. Bis dahin waren Farbfotos in den Tageszeitungen unbekannt und es dauerte noch ein Jahrzehnt bis der Vierfarbdruck bei den Tageszeitungen Einzug hielt.

Die Übertragung der Mission von Apollo 11 war das erste weltweite Fernsehereignis. Wie die heutigen Großereignisse, Fußballweltmeisterschaft, Olympische Sommer- und Winterspiele war diese Mission ein Motor für die Elektrohändler. Mit Blick auf das Event wurde kräftig für den Kauf eines Fernsehers Werbung gemacht. Die Fernsehapparate waren Monster vom Gewicht und vom Umfang her. Die Bildschirme waren gegenüber den heutigen Flachbildschirme winzig. Einen eigenen Fernseher besaß ich erst ein paar Jahre später, dies war ein TV-portable, dessen Bildschirm so groß war wie die Bildfläche eines 17 Zoll Leptos. Die Werbung vor dem Hauptabendprogramm war ein Muss. Intensiv in meinem Gedächtnis geblieben ist die TV Reklame  für das Waschmittel der Weiße Riese. Kann man dieses heute noch kaufen? Die Werbung für Humanic Schuhe endete mit Franz.  Diese Werbeeinschaltungen wurden von den  Literaten der Wiener Gruppe gestaltet, mit den Mitteln der konkreten Poesie.

Franz