Goldbarren…

…können wir nicht essen.

In den Medien ist viel die Rede davon, dass die alte Weltordnung zerbricht und eine neue Weltordnung im Entstehen ist. Wir Europäer sind wehleidig, wenn wir uns darüber beklagen. Die Frage ist, in welchem Jahrhundert hat es die gelobte Weltordnung gegeben? Als Europäer haben wir die Welt, wie wir sie heute kennen, erst seit einem halben Jahrtausend nach den Entdeckungsreisen, wahrgenommen. Für uns war die Welt intakt, wenn wir die entdeckten Gebiete zumeist mit Waffengewalt, unserer Ordnung unterworfen haben. Zerstört wurde die Ordnung, die Struktur der eroberten Völker und teilweise nach unserem Gutdünken ein neuer Staat geschaffen. Das größte Zerstörungspotential entfaltet sich, wenn dahinter eine Ideologie steckt. Wer Anderen seine Gesinnung oder Gedankenwelt aufdrängen will, übt keine Zurückhaltung. Dies trifft im Familienkreis, in der Nachbarschaft, auf allen Stufen des menschlichen Zusammenlebens zu. Es endet bei den vier geografischen Begriffen. Der Osten, der Westen, der Norden und der Süden. Die Mitte wird in alle Richtungen gezerrt, jede Himmelsrichtung möchte ein Stück von der Mitte bekommen. Dies könnte der Mitte, wenn sie nicht kompakt zusammensteht zum Verhängnis werden. Diese Mitte ist unser Mitteleuropa, wir bekommen die Retourkutsche für unsere Eroberungen. Inzwischen zeigt sich, dass der Westen oder der Osten um vieles stärker ist als wir.

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Im Falle eines Falles…

…klebt Uhu alles.

In kritischen Situationen besteht heute rund um die Uhr die Möglichkeit ein Notsignal abzusenden.  Zumeist setzen wir ohne Handy keinen Schritt vor die Türe, wir könnten bei der nächsten Stufe stolpern. Eine Wanderung oder eine Radtour ist heute ohne ein Smartphon im Gebäck undenkbar. Ich erinnere mich an die panische Reaktion einer Nichte bei einer Wanderung zur Klagenfurter Hütte. Zu dieser Zeit war der Besitz eines Handys noch nicht selbstverständlich und wenn, war es ein Handy mit Tastatur. Nach etwa einer halben Stunde bemerkte die Nichte, sie besaß als einzige ein Handy, dass sie ihr Handy im Auto vergessen hatte. Sie wollte partout kehrtmachen um ihr Handy aus dem, am Parkplatz abgestellten Pkw zu holen. Es könnte bei einem von uns zu einem Schwächeanfall kommen, jemand ausrutschen und sich an der Hand oder am Fuß verletzten.  Mit dem Handy bestünde die Möglichkeit eine Hilfe herbeizuholen.

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Bruno Kreisky…

…Polit-Stratege.

Dem politischen Strategen Bruno Kreisky gelang ein weiterer Clou, er verkürzte den Grundwehrdienst auf sechs Monate. Damit sicherte er sich die Wählerstimmen der Jungwähler.  Damals vertraute man darauf, dass die USA einen großen militärischen Schutzschirm über Europa spannt und wir darunter unbesorgt leben können. Genauso wie die Küken bei Gefahr unter die Flügel der Henne flüchten Die Europäer haben in einem Glashaus gelebt und plötzlich wirft aus dem Osten jemand Steine auf das Glashaus und auch der Schutzschirm ist brüchig geworden. Ein weiteres Zuckerl der Kreisky Regierung war das Heiratsgeld und das Baby Geld von etwa tausend Euro. Einige Paare haben sich zwecks der Heiratsprämie entschlossen zu heiraten. Heute ist von diesen „Kreiskyzuckerln“ nicht mehr viel übriggeblieben. Verfolgen wir die Geschichte der Republik Österreich so wurden beständig „Geldgeschenke“ an das Wahlvolk verteilt, um die Wähler an eine Partei zu binden.

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Wie die mediale Überreizung…

… die Lebensgestaltung beeinflussen wird.

Aktuell gibt es viele Firmenneugründungen, zuallererst bei den Startups im IT-Bereich. Hier hoffen viele eine geniale Idee in Algorithmen zu verwandeln. Eine App für das Smartphone zu entwickeln, welches jeder Handybesitzer herunterladen wird. Ein Vorschlag von mir, soundso viele Atemzüge pro Tag und damit bewegt man sich im gesunden Bereich, eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation. Wer nicht so Technik affin ist, der könnte im praktischen, im alltäglichen Bereich fündig werden. Ein Serviceleistung, welche anderen Menschen das Leben leichter macht. Wo gibt es da eine Lücke? Heutzutage fehlt es oft an Personal für die einfachsten Handgriffe. Viele wollen partout nicht oder können nicht mehr selbst beim Haus oder im Garten handanlegen. Spaziere ich durch die Randgebiete von Villach, dann stehen bei jedem dritten Haus ein Servicewagen von einem selbstständigen Hausbesorger, Gartenprofi und von Firmen, welche im Winter die Schneeräumung vornehmen. Die Sparte von Reinigungs- und Hausbesorger Diensten hat immer Saison. Diese Beispiele entsprechen meiner Lebensgeschichte, nicht mitreden kann ich in der Welt der jungen Erwachsenen bis zu einem Alter von dreißig Jahren. Diese unterscheidet sich gänzlich von meiner Zeit als junger Erwachsener, ohne Fernseher und Smartphons.

Die öffentliche Smartphonhörigkeit verlangt Aufmerksamkeit im Sekundentakt, in schneller Abfolge werden spaßige Vorkommnisse und konstruierte Kurzvideos zugespielt. Diese Fülle an Ablenkung und Zerstreuung übertrifft bei weitem alles, was wir vorfanden. Ich traue mir keine Vorhersage zu, wie diese mediale Überreizung die weitere Lebenszeit, die Lebensgestaltung und die Lebensentscheidungen beeinflussen wird. Heute benütze ich auch ein Handy und einen PC. Bei kurzfristigen und aktuellen Fragen benütze ich verschiedene Suchmaschinen im Internet. Im Bücherregal habe ich ein 24-bändiges Taschenlexikon von Brockhaus stehen und benütze es gerne. Dort ist die Auskunft prägnant und präzise, soweit das Lexikon aus dem Jahre 2010 auf den letzten Stand ist. Ich gewinne den Eindruck, dass was früher in zehn Jahren passiert ist, dies ereignet sich heute in einem Jahr. 

Eine Behinderung…

auf dem Präsentierteller.

Das große Sesselrücken beginnt, wenn man in der Gaststube mit dem Rollstuhl einen Sitzplatz ansteuert. Einen Vorteil haben diejenigen, welche über einen Wendigen verfügen, der Kostenlose von der Gesundheitskasse zeigte sich als sehr sperrig. Eine Möglichkeit wäre, dass es in der Nähe des Speisesaaleinganges einen Sitzplatz für Behinderte gibt. Wie auf den Parkflächen vor den Einkaufszentren. In den Lokalitäten wird jeder Quadratmeter mit Tischen und Sesseln ausgenützt, da wird es manchmal eng. Die besten Plätze in den gehobenen Restaurants, für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, könnten so platziert sein, dass sie etwas beobachten könnten. Nicht jeden Tag kommen die Räderstuhlfahrer aus den eigenen vier Wänden hinaus. Sie möchten etwas erleben, zumindest optisch. Das Land Kärnten ist reich an Seen und wirbt damit, aber zugänglich sind nur wenige Meter Seeufer. Das unmittelbarste Seeerlebnis bekommt man, wenn ein Restaurant mit einer Seeterrasse besucht wird.

In Millstatt am Millstätter See verspricht ein Hauben Lokal einen unverbauten Blick auf den See. Bei der Frage nach einem behindertengerechten Zugang wird der Rezeptionist etwas unsicher. Eine Möglichkeit besteht durch die Liegewiese auf die Seeterrasse zu kommen. Die Liegewiese entpuppt sich als barrierearm, hinterrücks ist sie zu bewältigen. Zum Scheitern verurteilt erweist sich der Kiesel auf der Terrasse. Den Vorschlag einen Tisch in der Liegewiese zu platzieren und dort zu Speisen, ist gut gemeint, stört sich an meiner Empfindlichkeit. Seitdem ich öfters mit einem Sitzmobil unterwegs bin, sehe ich das Angebot nicht als hilfreiche Geste an, sondern als Absonderung. Eine körperliche Einschränkung auf dem Präsentierteller.  Mit gemeinsamen Kräften, Ober und wir, erreichen wir einen Tisch auf der Terrasse, direkt am Ufer. Jeder Pflaster- oder Kieselweg bedeutet eine starke Belastung für meine Brustwirbelsäule. Das Gericht, Hendlbrust mit Eierschwammerl Soße, war ausgezeichnet. Beim Bezahlen konnte ich auf die Frage des Obers, ob alles in Ordnung gewesen ist, den Hinweis, dass ein barrierefreier Zugang zum Restaurant und der Terrasse fehlt, nicht unterdrücken.