Auswirkung…

…der langanhaltenden Dürrezeit .

Es ist Zeit für eine ganz private Rückschau auf die Hitzewelle in diesem Sommer. Die täglichen Apelle von den Umweltschutzorganisationen, den Klimaaktivisten und den Aufrufen der Grün Parteien, diesmal den Klimawandel ernst zu nehmen, haben etwas an Intensivität verloren. Die verheerenden Waldbrände in Südost Europa sind eingedämmt und durch die Niederschläge versiegt. Zurückgeblieben sind tausende Hektarflächen an verbranntem Waldbestand, dazu kommt die Dürre unter der die meisten Waldkulturen in Mitteleuropa leiden. Bei den Aufforstungen geht es jetzt darum, die richtige Mischung aus hitzebeständigen Bäumen zu finden. Schattenspende Bäume kehren in das Stadtbild zurück, das Modewort dafür heißt Schwammbäume. In der Villacher Innenstadt bilden sie eine ganze Alee, vom Bahnhofsplatz bis zum Hans-Gasser-Platz. Wer die Augen offenhält sieht, dass die Sitzgelegenheiten unter den Schwammbäumen immer gut besetzt sind. Nicht möglich ist es in der Innenstadt neue Grünflächen, in Form von Parks zu schaffen. Dies würde einen radikalen Eingriff in die Baustruktur erfordern. Eine Radikalität, wie wir es aus der frühen Neuzeit kennen. Um Platz für die Erweiterung der mittelalterlichen Städte zu schaffen wurden die Festungsmauern niedergerissen. Ein berühmtes Beispiel ist die Errichtung von Palais und die Planung der Ringstraße in Wien. Die Hitzewelle hat vielerlei Vorschläge auf den Tisch gebracht.  Derzeit genießen wir die etwas kühleren Herbsttage.

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Radfahrer…

…und E-Bike Fahrer.

Die Zugverbindung von Villach nach Salzburg und in die umgekehrte Richtung wird vielfach von den Radtouristen, welche den Alpen Adria Weg befahren, genützt. Zumeist für die etwas beschwerlichen Teilstücke und für die Durchfahrt durch den Tauerntunnel. Steilstücke stellen für den überwiegenden Teil der Radfahrer kein Hindernis mehr da, benützen doch fast alle ein E-Bike. Es ist eine Überlegung wert, in Zukunft zwischen Radfahrer, solche welche sich nur mit Muskelkraft vorwärtsbewegen und E-Bike Fahrer zu unterscheiden. Noch einmal überraschte die Zugbegleiterin mit der Bitte, sich rechtzeitig zum Ausstieg zu begeben, um keine Verzögerungen bei der Weiterfahrt zu verursachen. Die Fahrtzeit ist knapp kalkuliert, nur so können in Salzburg die Anschlüsse zu den internationalen Verbindungen nach Wien, Innsbruck oder München erreicht werden.

Spannend ist für mich das Verhalten der Mitreisenden im Zugabteil zu beobachten oder auch die Bekleidung ist oft einen Hingucker wert. Als Jugendlicher war eine Fahrt mit dem Zug, wenn wir zum Einkaufen in die Draustadt fuhren, etwas Besonderes. Mir wurde das Sonntagsgewand angezogen und bis wir die Bahnstation in Ferndorf erreichten, waren wir eine schwache Stunde zu Fuß unterwegs.  Ich kann mich nicht erinnern, dass damals jemand mit einer schmutzigen und löchrigen, blauen Jogginghose mit gelben Streifen in den Zug zugestiegen wäre.

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Mandl…

…geformt und trocknen.

Der Vater trug immer stabile Arbeitsschuhe und um die Füße wickelte er Sommer wie Winter seine Fußfetzen, die höheren Temperaturen im Sommer spielten keine Rolle.  Die Fußfetzen waren größere Stücke von einem verschließenden Hemd. Er trug, mit Ausnahme am Sonntag, keine Socken. Auch ich trug Werktags Schuhe und dazu von der Schwester handgestrickte Wollsocken. Im Sommer gehörte eine kurze Lederhose dazu, sie war unempfindlich und komfortabel beim Tragen. Mit ihr konnten wir uns überall hinsetzen, egal ob auf den Grasboden, einen Stein oder auf einen Ast. Auch unsere schmutzigen Hände konnten ihr nichts anhaben. Nach einer Speckjause massierten wir die Speckscharte in die Lederhose ein, dies hielt das Leder geschmeidig. Auf den Feldern verstreut gab es mehrere Wasserquellen mit kühlem Trinkwasser. Zumeist ein kleiner Tümpel, welcher aus der Erde mit Wasser gespeist wurde. Mit den Händen oder mit einem Blechhäferl schöpften wir daraus kühles Wasser um unseren Durst zu stillen. Bei der Feldarbeit gehörte es zu unseren Aufgaben als Kinder, die Erwachsenen mit Wasser zu versorgen. Eine Dreiliter Blechkanne füllten wir bei einer Wasserstelle ab und machten die Runde bei den Erwachsenen.

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Der Vater…

…verschwitzt und abgekämpft.

Es gibt Zutaten, welche im Kopf einen Schub in die Vergangenheit auslösen. Dies kann ein Bild, ein Gegenstand, ein Geräusch, ein Duft oder die Begegnung mit einer Person sein, welche man schon lange nicht mehr gesehen hat. Beim Spaziergang, im Villacher Stadtpark hinter der Evangelischen Kirche, ging ich an den Mitarbeitern vom Gartenbauamt vorbei. Diese sind gerade mit dem Servicewagen vorgefahren und haben verschiedene Gartengeräte ausgeladen. Mechanische Handmähmaschinen, Holzrechen, Krampen und auf der Wiese stand ein fahrbarer Rasenmäher. Eine braungebrannte Arbeiterin war dabei den Benzintank des Rasenmähers zu befüllen. Ich roch den Duft von Benzin und sah, wie sie aus einem Kanister mit Hilfe eines Trichters das Benzin in den Tank füllte. Zu dem Benzingeruch kam das Glucksen und Schlappern des Benzins wie es in den Trichter floss. Augenblicklich erinnerte ich mich an ähnliche Situationen bei der Heumahd, den Geruch des Benzins, weiters das Schlappern und Glucksen. Ähnlich war es im Sommer vor sechzig Jahren, vormittags auf dem Feld, auf der Sonnseite von Politzner Berg beim Benzinnachfüllen in den Reform Motormäher.

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