internetmüll:verbrennungsanlage

Ein Hinweis für die Energieversorgungsunternehmen, welche permanent auf der Suche nach neuen Energiequellen sind, man könnte eine Internetmüllverbrennungsanlage installieren. Darin werden alle Face News, Hass- und Neid Posting verbrannt. Daraus könnte man den Strom für den Betrieb von Laptops und des Internet gewinnen. Auch die gelöschten, personenbezogenen Daten könnten in der Internetmüllverbrennungsanlage verfeuert werden. Das Facebook, mit seinen Meldungen, ob gute oder schlechte, wohlmeinende oder böse, wäre eine Energiereserve für Spitzenstromzeiten. Wahrscheinlich gäbe es einen Energieüberschuß. Die Erstellung von Beiträgen benötigt geistige Energie, welche man in elektrische Energie transformieren könnte. Eine Anregung für ein neues Startup, wie wandelt man geistige Energie in elektrische Energie um?

Unbekannt sind die Energiereserven der Schattenwirtschaft im Internet. Diese sind so geheimnisvoll wie die schwarzen Löcher, von denen man annimmt, dass sie fünfundneunzig  Prozent der gesamten Masse des Kosmos bündeln. Ähnliches könnte sich im Web verbergen und unseren Energiehunger für immer stillen.

Internetmüllverbrennungsanlage.

word:press II

Danach empfahl uns die Trainerin weitere Plugins, welche WordPress aufpeppen und  den Themes mehr Leben einhauchen würden. Das Plugin „W3totalcach“ sollte dafür sorgen, dass die Webseiten schneller laden. In guter Stimmung und befeuert durch meine neuen Kenntnisse habe ich in der letzten Viertelstunde des Seminars das Plugin W3totalcach heruntergeladen. Nach dem Herunterladen kommt der spannende Moment, der immer eintritt, wenn man ein Plugin installiert und aktualisiert. Wie wird sich das Erscheinungsbild der Webseite ändern oder kommt es zu Ausfällen, zu Zerstörungen an der Webseite? Als ich den Button aktualisieren drücke gibt es nur mehr einen schwarzen PC-Bildschirm. Das Blog war verschwunden, ein Super Gau. Mir wurde übel, auch der Trainerin sah man den Schock über das blitzartige Verschwinden der Webseite an. Mein Blog war im Internet nicht mehr auffindbar. Dies passierte fünf Minuten vor Kursschluss.

Fassungslosigkeit auf beiden Seiten und die Suche nach den Ursachen. Die Entfernung des Plugins „W3totalcach“ aus den Dateien am Server brachte keinen Erfolg. Die Folge war bei mir eine unruhige Nacht. Eine solche Situation habe ich in meiner 15-jährigen Blog Zeit noch nicht erlebt. Ein früher PC-Start am Morgen, mein Blog war nicht erreichbar, Error. Ich wandte mich an den Support vom Server und war froh, dass es sich um einen Hoster mit deutschen Support handelt. Die Medienfirma befindet sich in Deutschland und nicht irgendwo im Web. Die Gebühren wären vielleicht etwas günstiger, aber wahrscheinlich wäre ich mit meinem Problem alleine dagestanden. Am PC hatte ich zwar ein Backup von Schlagloch, alle Texte und Kommentare. Das Backup umfasste aber nicht die installierte Software. Vom Support wurde mir angeboten ein komplettes Backup, mit allen Programmen, Plugins, Texten und Kommentaren einzuspielen. Auf meine Anfrage reagierte der Support innerhalb einer Stunde und nach meinem ok wurde von ihnen das Backup eingespielt. Nach fünfzehn Minuten war meine Webseite wieder online. In Zukunft lasse ich die Hände von unbekannten Plugins und begnüge mich mit der Aktualisierung der installierten Plugins. Finger weg von falschen Propheten, von Heilsversprecher im Internet.

Gut gelaufen.

word:press I

In den vergangenen Jahren versuchte ich mir Kenntnisse über WordPress aus dem Internet und aus Büchern anzueignen, um diese Wissenslücke zu füllen. Mit wenig Erfolg, mir fehlte die Sicherheit um größere Veränderungen durchzuführen. Im Hinterkopf lauerte die Angst, durch eine falsche Installation könnte das ganze Blog einstürzen. Beim Wifi wurden einige Kurse für das Installieren von WordPress angeboten, aber alle Kurse wegen zu wenigen Teilnehmern abgesagt. Inzwischen wurde mein Blog vom Literaturarchiv Marbach am Neckar in das Programm zur Langzeitarchivierung aufgenommen. Umso mehr wollte ich die Blogsoftware aktuell halten, zurzeit wird mein Blog jährlich zweimal gespiegelt.

Vor ein paar Monaten fand beim bfi-Kärnten ein Kurs für die Installierung, Wartung und Betreuung von WordPress statt. Diesmal gab es die notwendige Teilnehmerzahl, an vier Abenden zu vier Stunden wurde vieles erklärt. Wir hatten auch die Möglichkeit einen Test Blog mit WordPress anzulegen, bis zur Anmeldung einer eigenen Domain bei einem Web Hoster. Manches war mir vertraut, bei manchen Einstellungen gewann ich mehr Sicherheit, noch war alles ein Übungsprogramm. Am letzten Abend hat die Trainerin uns die Möglichkeit geboten, am eigenen Blog Anpassungen vorzunehmen. Sie wird jedem Einzelnen zur Seite stehen und wir hätten die Möglichkeit Dinge zu machen, vor denen wir bis jetzt zurückgeschreckt sind. Bei meinem Blog ging die Aktualisierung der angezeigten Plugins problemlos von statten.

Editor

fünfzehn:jahre

Am 22. April 2003 erfolgte mein 1. Eintrag auf meinem Blog schlagloch. Damals war ich beim Blog Hoster 20six.de, inzwischen habe ich meine eigene Domain. Alle Einträge von damals wurden auf die jetzige Domain übertragen und sind im Archiv abrufbar. Auslöser für die Installierung einer eigenen Webseite war, durch die Softwareumstellung bei 20six.de sind im Herbst 2007 meine Beiträge im Nirwana des Internetdschungels verschwunden. Auf Intervention wurde eine Dschungelexpedition ausgesandt und die Beiträge wiederhergestellt. Die Miesere begann, als die Gründer von 20six.de mit myblog.de fusionierten. In einer Aussendung hieß es, um Kräfte und Ressourcen in einem spektakulären Internetauftritt zu bündeln.

Seit der Erstellung meiner eigenen Domain im April 2008 benütze ich die Software WordPress. Für die optische Gestaltung gibt es viele Templates, die man kostenlos benützen kann. Trotzdem bedarf es einiger Kenntnisse um ein Template für die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Über mein Blog habe ich in unmittelbarer Nähe ein Web Designstudio gefunden. Die Webdesignerin gestaltete das Template Twenty Eleven nach meinen GEschmack. Künftig war ich von externen Umstellungen nicht mehr betroffen und Herr meiner Veröffentlichungen. Meine WordPress Kenntnisse reichen aus, um Texte und Bilder hochzuladen. Von zweitausend, bei blogheim.at eingetragenen österreichischen Blogs, belegt schlagloch den 11. Rang bei den ältesten Blogs.

Vor Veränderungen an dem Template oder der Aktualisierungen von Plugins scheute ich zurück. Waren Anpassungen notwendig wandte ich mich an meine Administratorin. Sie war eine leidenschaftliche Bloggerin und Webdesignerin, verlor aber, aus welchen Gründen immer, die Intention zum Bloggen. Welche Erfahrungen ich bei einem WordPress Kurs gemacht habe, erzähle ich in den nächsten Beiträgen.

Internetdschungel