Arnulf Rainer…

Mein Radius mit der Bahn zu verreisen ist kleiner geworden, so nehmen die Beiträge zu den Erlebnissen beim Zugfahren ab. In den letzten Jahren trägt dazu auch bei, dass sich das Verhalten der Bahnreisenden verändert hat. Es reisen jetzt mehr Jugendliche mit der Bahn und die Meisten zücken nach dem Niedersitzen das Smartphon. Dazu gehören die Kopfhörer zum Musik hören. Begehrt sind die Abteilplätze wo ein Tisch zur Verfügung steht, dort lässt sich der Laptop gut platzieren. Der Gedankenaustausch während der Zugfahrt mit dem zufälligen Sitznachbar wird immer seltener. Die Kommunikation findet außerhalb des Zugabteiles statt, man bleibt in seiner Online Blase. Erst kürzlich habe ich von einer Frau, welche in der anderen Sitzreihe saß gehört, dass sie sich bei ihrem Sitznachbar für das Gespräch während der Fahrt bedankt hat. Dabei bedauernd festgehalten, dass es kaum noch solche Gelegenheiten gibt.

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Der Christbaum war…

Vielen Menschen gehen gerade in der Adventzeit die verschiedenen Gedanken durch den Kopf . Oft sind es Erinnerungen an die Kindheit, an verstorbene Familienmitglieder, an vergessene Bekannte und Erlebnisse in früheren Weihnachten. Die Gedanken kommen o kunterbunt, ohne jeden Zusammenhang, kreuz und quer. Manchmal sind es Erlebnisse, die man schon vergessen hat. Wer einmal den Weihnachtsabend in einem Stadthotel verbracht hat, wird die eigenartige Stimmung bemerkt haben, die zwischen den völlig fremden Menschen aufkommt. Die Hotelleitung lädt am späten Abend zu einem Punsch in die Hotelhalle ein. Die Gäste bleiben nur zwei bis drei Tage, wie es die Stadtbesichtigung braucht. Die Menschen kommen aus der ganzen Welt, aus Argentinien, Kanada, Japan, China, Russland oder Italien. Manche sind Individualreisende andere kommen mit einer Reisegruppe. Es ist eine Sprachenvielfalt und alle versuchen einen schönen Platz in der Nähe des Christbaumes zu ergattern. Im Hotel treffen noch immer Urlauber ein, während in einer Ecke eine Harfenspielerin “Stille Nacht, Heilige Nacht” spielt. Die Gäste, mit einen Glas Punsch und Weihnachtskekse in der Hand finden sich zu kleinen Gruppen zusammen. Wird das Hotel von einer Frau geleitet, so ist diese Frau meistens schlank, groß, blond und hat einen polnischen oder tschechischen Akzent.

Vor einigen Jahren stand ein, zum Innehalten anregender Christbaum, am Heiligen Abend vor der St. Andrä Kirche, gegenüber vom Mirabellgarten, in der Stadt Salzburg. Der Christbaum war mit leeren Bierdosen behängt und mit roten Maschen geschmückt. Rundherum saß die „Liebe Familie” am Boden, mit einer Dose Bier in der Hand. Beim Vorbeigehen murmelte ich „Frohe Weihnachten”.   

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„Warum hilft niemand,“

…bedeutet die absolute Enttäuschung.

Auf dem Ausziehtisch, der verlängerte Arm des Patienten, ist Platz für alles was von draußen hereinkommt. Für ein pikantes Salamibrot, für eine würzige Käseschnitte, alles in kleine Stücke geschnitten, Häppchen weise. Um nicht den Faden zur Außenwelt zu verlieren soll alles in dosierten Häppchen daherkommen, abgezählt und abgewogen. Für den Besucher ist es eine Gratwanderung, ist es Zuviel oder Zuwenig. Dies gilt auch für die guten und schlechten Nachrichten von den Bekannten und der Nachbarschaft. In unserer globalen Welt auch der Bericht über den Zeitungsverkäufer in Kiew. Welche Folgen werden die schlechten Weltnachrichten haben?  Wer einen inneren Kampf mit seinen Konflikten führt verlangt, dass die Konflikte in der globalen Welt aufhören. Warum schweigen die Waffen nicht? Jeder erlebt live, wie täglich hunderte Menschen auf den Kriegsschauplätzen in Europa sterben. In den Offices der Regierenden gibt es Applaus, wenn auf dem zerstörten Regierungsgebäude des Feindes die eigene Fahne gehisst wird.

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In Australien gibt…

… es kein Trinkgeld. No tipping!

Ein weiterer Appell an Rentner für ein glückliches Leben ist der Tipp ein Ehrenamt anzunehmen und das lebenslange Lernen. Dieses soll besonders nützlich sein, wenn man einen Bereich auswählt, welcher den eigenen Vorlieben gegensätzlich gegenübersteht. Bei mir ist dies eine Fremdsprache, wie Englisch. Diese habe ich schon mehrmals versucht zu erlernen, an sich habe ich mir nur einen Satz verinnerlicht: „I’m hungry“, ich habe Hunger. Dieser Ausruf lässt sich mehrmals am Tag anwenden. Eine weitere Phrase habe ich in diesem Sommer von einem Besucher aus Australien gelernt: „There is no tipping in Australia“, in Australien gibt es kein Trinkgeld. Damit hat Frank verständlich gemacht, dass es bei ihnen nicht üblich ist Trinkgeld zu geben. In Mitteleuropa hat sich ein neues Feld für Trinkgeld aufgemacht. Viele bezahlen mit einer Kreditkarte, deshalb besteht jetzt die Möglichkeit auf der Rechnung den Betrag für das Trinkgeld einzutragen. Bei einem Hotelaufenthalt war dies schon länger die Regel, da die Getränke bei den Mahlzeiten nicht bar bezahlt wurden, sondern auf die Zimmerrechnung gebucht werden.

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krankenkassefassung

Beschäftigt sich die optische Industrie mit dem Klimawandel?

Für die Glasbeschichtung bedeutet das Tragen der Brille beim Schwimmen kein Problem, in der Sauna könnte es zu Schäden an den optischen Gläsern kommen. Während des Saunaganges Brillen weglegen, nicht alle Brillenträger, ob männlich oder weiblich, werden über dieses Handicap glücklich sein. Hitze würde für optische Gläser ein Problem darstellen, bei welcher Temperatur es zu Defekten kommt, konnte die Augenoptikerin nicht genau angeben. Ich dachte an die Zukunft und fragte, ob sie auf einer Fachmesse oder bei einem Meeting schon gehört hätte, dass sich die optische Industrie mit dem Klimawandel beschäftigt? An Legierungen forscht, welche dem Klimawandel gerecht werden. Von ihrer Seite gab es darauf keine Antwort. Bei nächster Gelegenheit werde ich einen Verwandten kontaktieren, welcher bei der Firma Zeiss tätig ist, ob er darüber etwas aus dem Labor gehört hat.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Brille vom Gebrauchsgegenstand einer Sehhilfe, in ein modisches Accessoire verwandelt. Die Brillenfassung wird auf den Typ des Trägers und den gegebenen Anlass abgestimmt, wie ein Hut oder die Schuhe. Für Frauen und Männer werden sie zum modischen Highlight, welche den persönlichen Charakter verstärken. Zeige mir deine Brille und ich sage dir, welcher Typ du bist. Viele leiden unter dem überbordenden Wechsel der Modelle und Farben bei der Bekleidung, dieselbe gilt auch bei den Brillenfassungen. Die bekannten Modeschöpfer und Kosmetikmarken bieten spezielle Kreationen bei den Brillenrahmen an. Vor Jahrzehnten gab es den Hinweis, dies ist eine Fassung der Krankenkasse, dies bedeutete die Kosten wurden zur Gänze von der Gebietskrankenkasse bezahlt. Jahrelang bin ich meinem Brillentyp mit kleinen Variationen treu geblieben. Nach dem Motto, nicht die Brille prägt meine Visage, sondern mein innerer Charakter. Es war zuletzt einen Versuch wert, dass ich um eine Spur breiteren Brillenrahmen gewählt habe. Ob mir die neue Brille gut zu Gesicht stehen wird, wird sich in der Reaktion der Lebensgefährtin zeigen. Bis zur Abholung der Brille in vierzehn Tagen beim Optiker habe ich noch eine Schonfrist.