CA: orle

Die Sehnsucht der Mittel- und der Nordeuropäer nach dem Meer ist ungebrochen. Damit verbunden sind die Aussicht nach Sonne, Wärme und ein unbeschwertes Leben, wenn auch nur für ein oder zwei Wochen. Dazu kommt die Weite des Horizonts, sodass man im Urlaub seine Gedanken frei fließen lassen kann und sie nicht von der nächsten Bergkette gebremst werden. Mit der Reise in den Süden ändern sich das Licht und die Gerüche. In den vergangenen Jahrhunderten waren die Reisen mit der Pferdekutsche eine Qual und die Alpenpässe schwer zu überwinden. Mit der Eisenbahn wurde es bequemer, die ersten Tunnels durch das Gebirge wurden gebaut. Durch die Motorisierung in den fünfziger Jahren wurde die Urlaubsreise in den Süden zur Pflicht. Vom Norden kommend galt es in Österreich einige Pässe zu überwinden, wie den Brenner- Katschberg- und Tauernpass. Dies mit den für heute unvorstellbaren dreißig bis fünfzig PS. Im Auto saßen die ganze Familie, viel Gebäck und manche auch schon mit einem Wohnanhänger.

 Ein Brüderpaar aus Holland erzählte uns am Villacher Kirchtag, im Biergarten am Standesamtsplatz, dass sie schon als Kinder, seit 1954, in Kärnten Urlaub machen. Bei einer Anreise mit dem Citroen hatten sie am Katschberg einen „Platten“. Der Vater hat geschimpft und das Auto am Straßenrand abgestellt, die Mutter hat abseits der Straße das Mittagessen gekocht. Als der Vater das Rad gewechselt hatte sind alle zu Tisch gesessen und danach wurde die Reise fortgesetzt. Ein anderes mal gab es beim Verteiler ein Gebrechen und es hat einige Tage gedauert bis das Ersatzteil aus Wien, wo die einzige Citroenwerkstatt in Österreich war, gekommen ist und die Urlaubsreise fortgesetzt werden konnte. Die Urlaubserlebnisse begannen damals bereits mit der  Anfahrt. Seit über sechzig Jahre verbringen sie ihren Urlaub in Kärnten. Gut in Erinnerung geblieben sind ihnen auch die Ausflüge nach Jugoslawien, über den Wurzenpass, der zu den steilsten Alpenpässen zählt. Bei der Fahrt sind sie an manchen dampfenden und qualmenden Autos vorbeigekommen. Die ersten Opfer der Steigung waren das Kühlwasser und die Kupplungen, die lädiert waren. Dem Stehenbleiben und Wegfahren bei der Bergfahrt waren viele Autos nicht gewachsen. Bei der Abfahrt vom Berg gab es oft Probleme mit der Bremse. So gibt es bis heute am Wurzenpass eine Auslaufspur, wo Autos bei Bremsversagen die Möglichkeit haben einen Fluchtweg einzuschlagen. Bei den Ausweichstellen sind Abschleppwagen bereitgestanden, welche die fahruntüchtigen Autos gegen teure Gebühr abgeschleppt haben. Dabei kam es zwischen den Abschleppfirmen  zu Streitereien wer zuerst da war.

Abgeschleppt.

Ein Gedanke zu „CA: orle

  1. Ich dachte, die Symmetrie sei interessant: seit 712 – ein Jahr nach dem Beginn des KRIEGES des Islams gegen den NORDEN – gibt es den christlichen Erzabbau auf dem Erzberg in der Steiermark als Voraussetzung des KRIEGS gegen den Islam im OSTEN. Seit 812, seit dem Vertrag von Aachen, gibt es Caorle und Bewegung des FRIEDENS der Wallfahrt nach „Santiago“ im WESTEN als Pendant zu jener nach Mekka. Seit 732 aber beginnt der KRIEG gegen den Islam im SÜDEN, der 832 durch die Missionierung Islands auch gegen OSTEN neuen Impetus gewinnt.

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