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Mit welchen Schwierigkeiten und Risiken eine Geschäftsauflösung verbunden ist, schilderte eine Verwandte. Nach einem Jahrzehnt Selbstständigkeit, mit einem Fachgeschäft für biologische Unterwäsche beiderlei Geschlechts, hat sie keine Freude mehr am risikoreichen Unternehmersein. Seit längerem hat sie sich nach dem geregelten Einkommen und der geregelter Arbeitszeit in ihrem erlernten Beruf, in der Altenbetreuung, geschielt. Vor einem halben Jahr hat sie den Laden geschlossen und will in ihren erlernten bzw. studierten Beruf zurückkehren. Bei dem Abverkauf und der Geschäftsauflösung ist vieles tadellos verlaufen, einen kleinen Hacken gibt es. In ihrem Wohnungskeller stapeln sich biologische Unterwäsche, die sie während des Abverkaufs nicht an den Mann und die Frau gebracht hat. Zumeist in Größen und Ausführungen, die eher selten gefragt sind. Jetzt rätselt sie darüber, wie sie diese Restposten, natürlich preisreduziert, verkaufen könnte. Eine Möglichkeit wäre ehemalige Stammkunden persönlich anzuschreiben und auf die Restposten aufmerksam zu machen. Zum Anderem böte sich auf Flohmärkten die Gelegenheit diese Kellerware an die Schnäppchensucher zu verhökern. Auf jeden Fall werden Verwandte und Freunde bei aktuellen Anlässen, wie Geburtstage, Einladungen, Jubiläen und voraussichtlich auch zu Weihnachten mit biologischer Unterwäsche beglückt.

Trotz dieses Handikap ist der Cousine die Erleichterung, dass sie nicht mehr selbstständig ist, anzumerken. Es sei ihr eine Last von der Schulter gefallen. Daran kann auch eine noch zu erwartende Steuerprüfung nichts ändern.

Lastenfrei.

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