Gastritis und Burnout…

…sind ein Markenzeichen.

Blicke ich auf einige Lebensereignisse zurück so muss ich gestehen, dass ich mich über Vorkommnisse, welche nicht so verlaufen sind wie ich es mir gewünscht habe, dies in mir Ärger ausgelöst hat. Wobei ich darüber nachforsche, dass sich dieser Ärger nicht nur im Kopf ausbreitet, sondern wie sich der Ärger in körperlichen Symptomen äußerte. Den ersten Anreiz von Ärger spüre ich in meinem Magen, ein Brennen in der Magengegend.  Ein Befehl vom Kopf, gegen den Ärger hilft eine Portion ätzende Magensäure. Zur Seite geschoben wird, dass von der Magensäure nicht nur der Ärger zerstört wird, sondern auch die Magenschleimhäute in Mitleidenschaft gezogen werden. Die mildeste Form dieser Reizung ist eine Magenschleimhautentzündung. Vom Hausarzt wurde der Verdacht geäußert, dass es sich bei den wiederholt auftretenden Durchfällen, untypischen Verdauungsbeschwerden, eine Magenschleimhautentzündung die Ursache sein könnte. Im Fachjargon eine Gastritis. Wer heute im Beruf erfolgreich ist, für den gehört eine Gastritis und ein Burnout zum guten Ton, zum Markenzeichen. Eine Gastritis verursachte mir vor Jahrzehnten Probleme. Mit den derzeitigen medizinischen Präparaten gehört diese zu den harmlosen Krankheitsbildern, zu den Bagatellerkrankungen. Der damals diensthabende Arzt im Krankenhaus in St. Veit erkundigte sich bei der Visite, ob es in den letzten Monaten in meinem Alltag belastende Situationen gegeben hat? Diese Häufung von belastenden Ereignissen in kurzer Zeit hatte ich kaum vorher erlebt.

Für den Jahresbeginn wünschte ich mir ein paar freie Tage, um nach dem Weihnacht- & Silvester Geschäft durchzuatmen. Durch meinen Kopf schwirrten ein paar naheliegende Ausflugsziele mit kulturellem Ansatz im benachbarten Friaul. Am fünften Januar erreichte mich ein Anruf aus dem Finanzamt. Für die kommende Woche wurde eine Steuerprüfung angekündigt.

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