Gegen alle Vorschriften…

und gutes Benehmen recht behalten.

Beim Zusammenleben in der Familie, in der Verwandtschaft oder in einer Wohnanlage ist es von der Harmonie nur ein kleiner Schritt zur Disharmonie, zu Streit und zu Zerwürfnissen. Leiden kann man darunter, wenn sich andere einem gegenüber nicht an die Spielregeln halten. Verordnungen und Abmachungen nicht eingehalten werden. Es gibt Menschen, welche die Leidensfähigkeit ihrer Mitmenschen, der Verwandtschaft oder die Mitbewohner auf die Probe stellen. Ausreizen, einen Grenzfall herbeiführen, nicht die große Verletzung, die kleinen Nadelstiche. Es ist nicht der große Schmerz und die Verursacher leben ohne schlechtes Gewissen damit. Sie ergötzen sich an der Leidensfähigkeit anderer, wichtig ist sie haben ihren Nutzen. Sie scheren sich keinen Deut darum, dass Zusammenleben oder Zusammenwohnen gegenseitige Rücksichtnahme bedeutet. Es geht darum ihren Egoismus und ihre Auffassung durchzusetzen. Personen die der Meinung sind, über alle Vorschriften, Abmachungen und gutes Benehmen hinweg recht zu haben. Sie sehen sich im alleinigen Recht, kommen auch von mehreren Seiten fundierte Einwände.

Aus meiner Erfahrung und bestätigt durch andere Personen trifft dies häufig in der Berufsgruppe der Lehrer auf. Nach meiner Laienpsychologie rührt dies daher, dass bis zum Ende der Pflichtschule die Schüler im absoluten Gehorsam verwahren. An der Entscheidung einer Lehrperson gibt es keinen Zweifel, keinen Widerspruch. Für diese Personengruppe ist auch außerhalb der Schule das Leben ein Ort, wo ihre Handlungen und Meinungen, stehen sie auch im Widerspruch zu anderen mitmenschlichen Regeln, Gültigkeit haben.