Am Topf…

…vom Amt hängen.

In der Fastenzeit bemühen sich Menschen aus verschiedenen Altersstufen neu zu orientieren. Wobei ich dabei altersmäßig einen Unterschied mache. In den Powerjahren fällt eine Neuorientierung leicht, da in dieser Zeitspanne nicht daran gezweifelt wird, was man sich in den Kopf gesetzt hat zu erreichen. Dies können Ziele jeder Art sein, ein weiterer Karriereschritt vom Automechaniker zum Leiter der Ersatzteilabteilung, vom Textilverkäufer zum Einkäufer der Herrenabteilung. Solche Beispiele finden sich überall, in der Gastronomie vom Kellner zum Saal Chef, jeder kann in seinem Leben nach solchen Beispielen suchen. Hierbei unterscheiden sich Kopf- von Handberufen nicht. Man beschließt sein eigener Chef zu werden, seine eigene Firma zu gründen. Ein Anstoß dazu kann sein, dass jemand seinen Job verliert. In Österreich gibt es auf dem Weg zur Selbstständigkeit Unterstützung vom Arbeitsmarktservice. Bei meiner Suche nach einem Betriebsnachfolger für das Papier- und Buchgeschäft erlebte ich, dass eine Anwärterin, welche den Laden pachten und weiterführen wollte, dafür die Unterstützung vom AMS bekommen hat. Die Behörde hat für die Schuhverkäuferin die wirtschaftliche Lage meines Handelsbetriebes durchleuchtet. Sie beraten bei der Abfassung des Pachtvertrages und welche Pacht angemessen wäre.

Weiters hätten sie bei Abschluss des Pachtvertrages ihre Experten für Ladenbaugestaltung und zur Sortiments Ausweitung zur Verfügung gestellt. Die Beschäftigung eines Lehrlings wäre finanziell unterstützt worden. Es gab einen Gesprächstermin zu Dritt. Nach meinem Eindruck fehlte der Schuhverkäuferin die Eigeninitiative um eine Firma zu übernehmen, sie hing am Topf vom Amt.  Das Amt wollte in allem mitreden, ohne dass es über eine einschließliche Berufserfahrung verfügt hätte. Letztendlich gab es mehrere Bewerber. Respekt dem Nachfolger, er ist seit fünfzehn Jahren mit der Papier- und Buchhandlung erfolgreich. Der Unterschied zu Firmenjubiläen, welche drei oder fünf Jahre bestehen.  

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