…nach der Corona Pandemie
Nach dem Halt des Zuges im Hauptbahnhof Klagenfurt drängen in der Früh die Pendler und Schüler aus den Waggons. Es ist etwa halb acht Uhr und für jeden der hier aussteigt wird die Zeit knapp um die Arbeitsstelle oder die Schule zu erreichen. Kaum jemand benützt den Lift , wenn sind es Reisende mit Koffer oder im Sommer Urlauber mit einem Fahrrad. Wie ein Pulk Rinder bewegt sich die Masse auf die Rolltreppe und die Stiege zu. Der Abstand zwischen den Personen wird immer enger, vereinzelt entdecke ich Fahrgäste mit einer Corona Maske. Es sind die zu Beginn der Coronapandemie lieferbaren blauen Masken. Danach sind sie, als die FPP 2 Masken lieferbar waren, verschwunden. Ich vermute, dass manche die blauen Masken zu Hause bei den Medikamenten wieder gefunden haben. Ladenhüter und diese aufbrauchen wollen, da sie zum Wegwerfen zu schade sind. Auch bei uns kollert ein Paket blaue Masken im Küchenschrank herum. Heute wissen wir, dass dieser Mundschutz im besten Fall verhinderte, dass Infizierte ihre Coronaviren an die Umgebung abgeben. Umgekehrt bieten diese Masken keinen Schutz vor herumschwirrenden Viren.
Fünf Jahre nach der Coronapandemie gibt es neue Erkenntnisse zu den von der Bundesregierung verordneten Corona Maßnahmen. Damals wurden diese als alternativlos bezeichnet, heute wird vieles hinterfragt. Im Rampenlicht der Zeitungen und des Fernsehens stehen heute diejenigen, welche damals weniger Beschränkungen gefordert haben. Die Sanktionierer stehen am Pranger, keiner weiß wie in fünfzehn Jahren über die Maßnahmen in den Corona Jahren geurteilt wird? Ähnliches gilt für die Corona Impfstoffe, einige sind vom Markt verschwunden. Ein Wiener Museum wirbt damit, dass es heuer die ersten Corona Exponate in ihren Räumen ausstellen wird. Für eine potenzielle Ausstellung zur Coronakrise sei es noch zu früh, verlautete die Museumsdirektorin. Dabei denke ich an mein umfangreiches Material an Fotos und Berichten, welches ich in den Corona Jahren erstellt und gut aufbereitet dem Archiv des Museum der Stadt Villach übergeben habe. Material für Jahrzehnte, wo in unserer pulsierenden Zeit Nachrichten von vor fünf Minuten schon obsolet sind?