…waren Holzbänke.
Die Faszination von der Koralmbahn geht für mich von der Reduktion der Fahrzeit von Villach nach Graz aus. Die durchschnittliche Fahrzeit von Villach nach Graz beträgt jetzt drei Stunden, mit einmal Umsteigen in Bruck an der Mur. Ab jetzt beträgt die Fahrtzeit von Villach nach Graz eine Stunde, ohne Umsteigen. Es werden auch mehr Zugsverbindungen angeboten, so dass es möglich ist, nicht nur in Kärnten Veranstaltungen an einem Tag zu besuchen, sondern auch in Graz. An verschiedenen Veranstaltungen teilzunehmen und abends wieder nach Villach, nach Hause, zu fahren. Das kulturelle Angebot der Landeshauptstadt Graz werde ich näher ansehen, es könnte das eine und andere Gustostückerl für mich dabei sein. Fraglich, ob auch die Regionalzeitung darauf reagiert und ein wenig aus dem Stadtleben von Graz berichten wird. Veranstaltungstipps am besten für eine Woche in vorhinein, damit man sich darauf vorbereiten kann. Auf dieser Strecke werden die neuesten Zuggarnituren zum Einsatz kommen, da die derzeit verkehrenden, in die Jahre gekommenen Zugsgarnituren, für die Höchstgeschwindigkeiten nicht geeignet sind.
In den 60er Jahren, in meiner Zeit als Pendler, waren die Züge in der 2. Klasse mit Holzbänken ausgestattet, die Zugfenster konnten von jedem Fahrgast geöffnet und durch das Ziehen an einem Lederriemen wieder geschlossen werden. Es gab getrennte Waggons für Raucher und Nichtraucher. Von einem Waggon zum Nächsten wechselten wir über eine offene Plattform, dabei blickten wir auf die Geleise. Öffnete man den WC-Deckel sah man die darunter vorbeirauschenden Schienen. Nicht Bahnfahren, sondern der Führerschein und ein eigenes Auto war der jugendliche Traum. In den Landgemeinden fuhren Burschen ohne Führerschein immer wieder mit dem Auto von einem Freund eine Proberunde. Verkehrskontrollen waren damals auf den Landstraßen eine Seltenheit.