…und Kreuzfahrtschiff.
Bei der Radtour am Wochenende die Gail entlang, von Villach nach Arnoldstein, erreiche ich vor der Ortschaft Oberschütt eine Bank, die am Waldrand neben der Straße steht. Vor mir breitet sich eine große Wiese aus, den Duft vom gemähten Heu kann ich noch riechen. Ein paar Fliegen und Wespen, ansonsten ist es mucksmäuschenstill. Beim Sitzen blicke ich hinauf zum Dreiländereck. Bei meinen Rundfahrten von Arnoldstein durch die Schütt und zurück habe ich in meiner Zeit als Papier- und Buchhändler bei dieser Bank oft Rast gemacht. Begleitet von vielen Wünschen und Träumen bis am Ende des 2. Jahrtausend sich mit der Lebensgefährtin mancher Traum erfüllt hat. Nach meiner Rückkehr von Salzburg bedurfte es ein mehr an Hausarbeit und der Relaunch der Küche ist fertig. Der Tischler leistete gute Arbeit, die neue Optik hat uns völlig überrascht. Die partielle Sonnenfinsternis konnten wir auf Grund unserer Wohnungslage nicht beobachten. Der Tag trübte etwas früher ein und dem Gefühl nach suchten die Vögel vorzeitig ihre Nester auf. Im digitalen Zeitalter berichtete das Fernsehen live von der Sonnenfinsternis von der Urlaubsinsel Mallorca und von einem Kreuzfahrtschiff.
„Es ist eine große Last ein Tagebuch zu führen, aber auch eine große Freude es geführt zu haben,“ notierte John Ruskins in seinen Italian Diary. Die Sonnenfinsternis vor fünfundzwanzig Jahren, ein Jahr vor der Jahrtausendwende, war in Österreich gut zu beobachten, soweit der Himmel wolkenfrei war. Das Ereignis fand am Mittwoch, den 11.August 1999 statt und zu diesem Ereignis finde ich eine Eintragung im Tageheft Nummer sechsundvierzig.