fest:essen II

Zu Weihnachten kann das Schicksal einem robusten Jugendlichen die Freude am Festessens vergällen. Am Bergbauernhof, wo die Delikatessen keinesfalls reichlich gesät sind. Einige Wochen vor dem Weihnachtsfest verursachte mein Bruder einen Verkehrsunfall und wurde dabei unbestimmten Grades verletzt. In den siebziger Jahren waren die Ärzte mit der Diagnose unbestimmten Grades verletzt, schnell bei der Hand. Man diagnostizierte bei ihm eine schwere Gehirnerschütterung und setzte in einem abgedunkelten Zimmer auf Bettruhe. Bei einem Besuch im Krankenhaus, in der Mittagszeit, zeigte er sich mir gegenüber ganz erschrocken. Er erzählte, dass der Pfarrer bei ihm war und ihm die Letzte Ölung verabreicht hätte. Bedeutet dies, dass sein Zustand sehr kritisch sei und er sterben müsste? Ich war selbst verunsichert, beruhigte ihn aber und meinte, dies war wohl ein Routinebesuch des Geistlichen. Er klagte darüber, dass er vieles doppelt sieht, der zugezogene Augenarzt stellte einen Kieferbruch fest. Eine Woche lang wurde dies von den behandelten Ärzten übersehen.

Einen Tag später wurde er auf die Kieferstation nach Klagenfurt verlegt, wo das gebrochene Kiefer chirurgisch versorgt wurde. Mit vielen Schrauben und Drähten im Mund fixiert. Ein paar Tage vor Weihnachten konnte er das Spittal verlassen, aber die nächsten drei Wochen nichts Festes essen. So saß er am Weihnachtsabend und zu den Feiertagen am Esstisch und hat mit traurigem Blick auf die weihnachtlichen Köstlichkeiten geschaut. Er durfte nur Flüssiges und Breiartiges zu sich nehmen. Die einzige Freude die wir ihm bereiten konnten war, dass wir ihm die verschiedensten Sorten von Säften auf den Tisch stellten. So hatte er diesbezüglich viel Abwechslung. Woraus seine breiartige Nahrung, darunter Suppen, genau beschaffen war, kann ich mich im Detail nicht mehr erinnern.

Wie schrecklich müssen jene leiden, die hungern. Wir dürfen in unserem Bemühen, alle Menschen satt zu machen, nicht lockerlassen.

Kletzenbrot

11 Gedanken zu „fest:essen II

  1. In den KZs bekamen sie oft nur übelriechende Suppe ohne Inhalt.
    Max Mannheimer berichtete, daß ihm sein Bruder, der auch mit im Lager war, einst seine Ration, eine halbe Brotscheibe, schenkte…
    Das half ihm zum Überleben…

  2. Advent – besteht nicht die Gefahr, daß Ferien um einen „26. Oktober“, wenn sie touristisch genutzt werden, für eine Feierlichkeit am Anfang des Novembers unempfänglich machen und damit aber auch schon für einen Bußtag am Ende des Novembers, den man als Einstimmung für den Advent ansehen könnte? Wir durften am „15.“ mit einer „Zeugin Jehovas“ sprechen. Ich erwachte in dieser 4. Nachtwache, Nichtsommerzeit, in der Jesu Apostel Simon Petrus, Kephas, der Sohn des Jonas, im See von Tiberias zu versinken droht, aus einem Traum von der Fichte bei unserer Statue Körbler-Gasse 80A in Graz.

  3. Guten Tag Herr Siegfried Paul Posch!

    Advent. Besteht nicht die Gefahr, dass die Freude, Gaudete, über die Ankunft des Herrn, im Trubel der Einkaufswochenenden untergeht?

    Gruss schlagloch.

  4. Marie Marguerite Alacoque – ihr Fest ist doch weniger ein Fortschreiten in der Zeit als Mariä Erwartung. Ein Gespräch mit einem jungen Mann, dieser Tage, wies uns darauf hin. Ich erwachte in dieser dritten Nachtwache, Nichtsommerzeit, in der ich Jesus gegürtet und mit brennender Lampe als Bräutigam erwarten darf, aus einem merkwürdigen Traum.

  5. Ich wachte in dieser vierten Nachtwache, Nichtsommerzeit, in der Jesu Apostel im See von Tiberias zu versinken droht, aus einem Traum von meinem Kollegen als Lehrbeauftragter Heribert Eck auf. Der Name seiner Frau war für uns mit München verbunden. Getippt: nachdem im „3.“ Obergeschoß, wohin geleitet wurde, der Klinik beim renovierten Kruzifix an der Bus-Haltestelle der Grillparzer-Straße von Graz mit der Hand mein Name notiert wurde, um ein „GOTTESLOB“ an eine Dame weiterzureichen. Nun wurde ich auf eine bestimmte Zeile von „Der Heiland ist erstanden“ hingewiesen. Ginge man auf dem Kelten-Weg von Graz über Stift Rein-Hohenfurth und die Fensteralm nach Leoben, so käme man am Kalvarienberg von Übelbach nicht unbedingt vorbei, auch nicht unbedingt an den durch ein Buch bekannten Linden von Neuhof mit ihrer Kapelle.

  6. Johann Nepomuk Cosmas Michael Denis wäre laut Wikipedia – wir wären Mitarbeiter – der Verfasser des Adventliedes „Tauet, Himmel, den Gerechten“ und auch laut dem alten „GOTTESLOB“, wo aber keine Noten für das Lied abgedruckt werden, der Verfasser von „Der Heiland ist erstanden“. Verbunden wären Kärnten und das Musikland, durch Johann Fux, Steiermark durch die Tätigkeit von Denis in Klagenfurt und Graz. Aktualität hätte Denis auch als Schmetterlingsforscher durch die augenblickliche Gefährdung der Insekten. Dank Heribert Eck wurde eine Rezension von mir veröffentlicht, in welcher ich 1978 nach Jesu Geburt in Salzburg auf die Gefährdung der Falter hinwies. Merkwürdig noch vielleicht: die Verbindung von Denis als Übersetzer durch den „Schotten“ Ossian mit dem Märtyrer Ogilvie.

  7. „Führe uns nicht in Versuchung.“ – Uns eingefächert vor weniger als einer Stunde, zwei deutsche Zeitungen. Wie soll Weihnachten möglich sein, damit stellt sich die Frage wohl auch in Österreich, mit einem Streit über den Wortlaut des Gebetes Jesu, welches im Kastilischen lauten würde „No nos dejes caer en la tentacion“ – „DISCURSO DEL PADRE NUESTRO“ von Jose Maria Cabodevilla (3 Akzente fehlend)? Im „Büro für Weihnachtslieder“ gegenüber dem Haus des Deutschen Ordens in Graz lag dieser Tage „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ auf, eine 2. Fassung war am Computer angeklickt.

  8. Guten Tag Herr Siegfried Paul Posch!

    So wünsche ich Ihnen, trotz Ihrer intensiven Beschäftigung mit der Bibel, soweit dies noch möglich ist, ein friedvolles Weihnachtsfest.
    Gruss schlagloch

  9. Jesu Geburt – noch einmal hatten wir am „30.“ eine Begegnung mit einer Zeugin Jehovas, mit der ein Gespräch darüber nicht beendet hatte werden können. Danke, schlagloch, für Ihre Weihnachtswünsche! Jesus wird von seiner Mutter in Windeln gewickelt, sagt das Evangelium des Arztes zweimal mit Bezug auf verschiedenen Orte. Da ist aber gewiß nicht von Reinheit die Rede und gewiß nicht davon, daß das Unreine hinausgeworfen wird, gemäß den WORTEN JESU. Der „Grüne“ K o g l e r hätte nun gesagt, daß die ÖVP auf dem Weg von Schwarz nach Türkis die letzten Bibelzitate verloren hätte. Uns gegenüber bestünde die Frage: was heißt „hinaus“?

  10. Guten Tag Herr Siegfried Paul Posch!

    Lassen wir alles Unreine, was jeder in sich trägt, im Jahr 2017 zurück.

    Für ein „reines“ Jahr 2018.
    Gruss schlagloch.

  11. Wer unwürdig den Leib Jesu ißt und unwürdig das Blut Jesu trinkt, der ißt und trinkt sich das Gericht. Auf unserem neuen Computer war vor Mitternacht, Nichtsommerzeit, “ A n g e l a von Foligno“ angeklickt, die mit einer Kette und dem Satan in Verbindung gebracht würde und die sich beschuldigt haben würde, unwürdig kommuniziert zu haben. Uns wurde eine Antwort zu einer Frage zum Engel in der „Apokalypse“ angekündigt, der eine Kette hat. Die Antwort erfolgte am „2.“, „3.“ und „4.“ nicht, sauf erreur de ma part. “ A n g e l a “ fand sich nicht nur am „4.“ in einem Kalender.

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