JAHRES . WENDE

Nach Wochen der Misstöne, Verabschiedungen, Beschimpfungen und Grabreden auf die Blogszene von www.20six.de hat sich die Blogszene stabilisiert. Mein Onlinetagebuch von fast drei Jahren im Nirwana des Internet zu verlieren wäre für mich ein schmerzlicher Verlust gewesen. Dies wäre so, als ob eine innige Freundschaft nach drei Jahren zerbrechen würde. Irgendwo gibt es Internetsurfer, die aus Interesse oder auch zufällig auf meinem Blog gelandet sind und landen. Über manche Gedanken von mir wurde nachgedacht, sie haben etwas verändert oder wurden abgelehnt. Für manche waren die Gedanken es wert dazu einen Kommentar zu schreiben. Nach dem Einrichten der „Startseite“ bin ich wieder beim Wesentlichem angelangt, dem Schreiben von Blogbeiträgen. Dies bedeutet schreiben über mich und meine Umgebung. Nicht zufrieden bin ich nach der Softwarenumstellung damit, dass in den „Archiven“ bei vielen Einträgen „Smileys“ eingefügt wurden oder dass die Namen der Kommentatoren entfernt wurden u. ä.

Schon im Sommer 2005 habe ich den Entschluss gefasst meine TagGedanken in Buchform zu veröffentlichen, teilweise mit den Kommentaren. Dieses Buch wird im Frühjahr 2006 bei BoD erscheinen: ALLES SCHLAGLOCH – TagGedanken.
Nach den Turbulenzen bei 20six.de war dies eine gute Entscheidung. Hurra ich lebe noch.

ALLEN MEINEN LESERNINNEN LESERN EIN GESUNDES ZUFRIEDENES 2006.

31.12.05 09:37 verlinken / 8 Kommentare / kommentieren

 

HUND . PAULI

Seit einigen Jahren findet man auf den Weihnachtsmärkten als Attraktion für die Kinder einen Streichelzoo oder eine lebende Krippe. Hier kann man beobachten, wie sich die Kinder anstellen um eines der Tiere, egal ob dies ein Hase, Meerschweinchen oder Schaf ist, anfassen und streicheln zu können. Dieser Andrang lässt den Schluss zu, dass sich viele Stadtkinder nach einem Kontakt mit lebenden Tieren sehnen. Gerade bei der Überforderung unter der die heutigen Kinder leiden, kann der Kontakt mit Tieren ausgleichend und entspannend wirken. Die Darstellung einer lebenden Krippe ergibt sich von selbst, wenn neben dem Streichelzoo auf einer Bank eine Türkin mit Kopftuch ihr Kind auf dem Arm wiegt, gerade so, wie wir es von den Abbildungen der Heiligen Maria in den Kirchen kennen. Dazu setzt sich eine Frau und teilt ihr Kebab mit der Türkin und ihrem Hund Pauli. Christlicher kann es auch im Dom nicht sein. Die Kinder streicheln den Hund, der sich über den Zuspruch freut.

Hund hilft Kindern.

27.12.05 19:42 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren
DAS . HANDY

Das Handy ist heute fast schon so weit verbreitet wie der Kugelschreiber. Es gibt bei uns kaum noch Menschen, welche nicht mit einem Handy telefonieren. So haben wir uns daran gewöhnt, dass in Fußgängerzonen, bei Bushaltestellen, in Zugabteilen oder am Badestrand viel telefoniert wird. Verboten ist in Österreich das Telefonieren im Auto ohne Freisprechanlage, was aber niemanden daran hindert. Hoffentlich wird man auf den Autobahnteststrecken, wo nächstes Jahr Tempo 160 km/h erlaubt sein wird, vorher die Autos anhalten und die Handys abnehmen. Bei Tempo 160 km/h sollte man sich auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren und nicht zu Hause nachfragen, was es zum Mittagessen gibt. Das Männer beim Einkaufen im Supermarkt dreimal zu Hause bei der Frau anrufen, um nachzufragen, welche Wurst- oder Käsesorte es sein soll ist normal. Ob die Leute, bei welchen während der heiligen Messe das Handy läutet, direkt mit dem lieben Gott telefonieren, weiß ich nicht.

Überrascht hat mich das Handyläuten auf der WC-Anlage in einem Thermalbad und neben dem Pissen hat ein Herr per Handy über die Einstellung einer Verkäuferin entschieden.

Der Ort der Entscheidung.

28.12.05 18:00 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

IM . ANFANG

Im heutigem Evangelium zum Christtag heißt es :“ Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.“ Diese Fleischwerdung ist die Geburt Jesus, welche wir zu Weihnachten feiern. Dazu sagte der Dompfarrer: Gott hat die Menschen erschaffen weil er geliebt werden wollte und weil er sich nach einem Gegenüber sehnte, welches er lieben konnte. Gott sei der Erste gewesen, welcher die berühmten drei Worte zum Mensch gesagt hat : „ICH LIEBE DICH.“

War Gott einsam?

25.12.05 14:30 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren
WEIHNACHTS . WUNDER

HURRA , ICH LEBE NOCH.
Nach den wilden Diskussionen vor der Softwarenumstellung bei 20six, der Auflösung von virtuellen Blogfreundschaften, kam der Tag X., der Tag der Softwarenumstellung. Nach der Umstellung war mein Blog „Schlagloch“ im Schlagloch der Softwarenumstellung verschwunden. Da nützten auch keine Einträge im Supportblog wie:
Hallo Nico,
bis heute ist mein Blog unter „Deine Blog Seite“ nicht sichtbar, kann daher auch kein Passwort entfernen. Existiert mein Blog „schlagloch“ und die Einträge überhaupt noch? Ich zweifle schon daran. Mein Blog ist dann wohl ein „Unfallopfer“ der Softwarenumstellung. Zur Erinnerung deine letzte Auskunft:
nico (15.12.05 11:05)
@ schlagloch: wir haben das auf der bugliste. die techniker werden nachsehen, wieso dir dein blog nicht angezeigt wird.
Haben die „Techniker“ schon probiert mein Blog sichtbar zu machen?
Gruss schlagloch.
Meine letzte Hoffnung war Weihnachten, sozusagen ein kleines Weihnachtswunder im Internet, ein Ort, wo wir keine Wunder erwarten. Während des Warten habe ich bei den 20six Bloggern von ihrer Enttäuschung über die neue Software gelesen. Jetzt, acht Tage nach der Softwarenumstellung, ist mein Blog aus dem Internetschlagloch wieder aufgetaucht. Ein kleines Weihnachtswunder. Es ist zwar etwas ramponiert, aber es kann wieder gebloggt werden. Die „Ruine“ wird wieder aufgebaut.
Wichtig ist mir, dass die alten Einträge aus drei Jahren bloggen vorhanden sind. Ich hoffe, dass alte und neue „Verbindungen“ hergestellt werden und auf neue Kommentare.
PS. Im Frühjahr 2006 erscheint ein Buch: „ALLES SCHLAGLOCH“ , TagGedanken. Texte aus dem Internettagebuch „Schlagloch“
Gruss schlagloch.

22.12.05 10:27 verlinken / 1 Kommentar / kommentieren
ADVENT. ZEIT

Den meisten Menschen passiert es, dass gerade in der Adventzeit viele verschiedene Gedanken durch den Kopf gehen. Oft sind es Erinnerungen an die Kindheit, an verstorbene Familienmitglieder, an vergessene Bekannte oder Erinnerungen an frühere Weihnachten. Die Gedanken kommen oft kunterbunt, ohne jeden Zusammenhang, kreuz und quer. Manchmal sind es Erlebnisse, die man schon lange vergessen hat.
Wer einmal den Weihnachtsabend in einem Stadthotel verbracht hat, wo viele Gäste nur zwei bis drei Tage bleiben, wie es die Stadtbesichtigung braucht, wird die eigenartige Stimmung bemerkt haben, die zwischen den völlig fremden Menschen aufkommt, wenn die Hotelleitung am späten Abend zu einem Punsch in die Hotelhalle einlädt. Die Menschen kommen aus der ganzen Welt, aus Argentinien, Kanada, Japan, China, Russland oder Italien, manche sind Individualreisende andere kommen mit einer Reisegruppe. Es ist eine Sprachenvielfalt und alle versuchen einen schönen Platz in der Nähe des Christbaumes zu ergattern. Im Hotel treffen noch immer Gäste ein, während in einer Ecke eine Harfenspielerin Weihnachtsmelodien spielt. Die Gäste, mit einen Glas Punsch und ein paar Weihnachtskeckseen in der Hand stellen sich zu kleinen Gruppen zusammen. Wird das Hotel von einer Frau geleitet, so ist diese Frau meistens schlank, groß, blond und hat einen polnischen oder tschechischen Akzent.

Ein zum Nachdenken anregender Christbaum stand vor einigen Jahren am Heiligen Abend vor der St. Andrä Kirche, gegenüber vom Mirabellgarten, in der Stadt Salzburg. Der Christbaum war mit leeren Bierdosen behängt und mit roten Maschen geschmückt. Rundherum saß die „Liebe Familie“ am Boden, mit einer Dose Bier in der Hand. Beim Vorbeigehen murmelte ich „Frohe Weihnachten“.

Ein Bockbier trinken.

21.12.05 18:04 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren
FRISCH . GEPFLÜGT
 
Bei einem Spaziergang am Lautenberg in der steirischen Thermenregion sehe ich Ende November die großen Traktoren mit sechs Pflugscharen die Äcker umpflügen. Beim Geruch der frischen Erde kommen bei mir Bilder vom Ackern in Politzen mit dem Pferd hoch.
 
Die Vorbereitung zum Ackern war vom unteren Rand des Ackers mit der Schaufel eine Furche breit die Erde in Ziegelform auszustechen. Mit dem Pferdekarren wurde sie an den oberen Rand des Ackers gebracht. Dies verhinderte, dass das Erdreich immer weiter nach unten wanderte. Dann wurde der Mist mit dem Gummiwagen vom Hof auf den Acker gebracht und mit der Mistgabel zerstreut. Jetzt kam der Tag des Pflügen. Zwei Pferde wurden vor dem Pflug mit einer Pflugschare gespannt. Die Aufgabe des Pferdeführers war die Pferde gleichmäßig, in einer geraden Linie,  in einem Zug durch, über den Acker zu führen. Die Pferde in der Spur zu halten war besonders wichtig, das  es sonst für den Pflugführer unmöglich war mit dem Pflug in der Spur zu bleiben und eine gerade Furche zu führen. Es war Schwerarbeit den Pflug in den Boden zu drücken. Trotz der kühlen Temperaturen kamen der Pflugführer und die Pferde zum Schwitzen.
 
Die Erdschollen in Politzen waren gegenüber denen hier in Lautenberg viel kleiner  und der Traktor kennt keinen Schweiß. Im Bildband von Johann Raunikar,  „Stilles Land um Fürstenfeld“, sind einige stimmungsvolle Bilder mit den schweren dunklen Ackerfurchen abgebildet. Auf einer Bank sitze ich in der Novembersonne  vor einem frischgepflügten Acker und bin betäubt vom Duft der frischen Erde.
 
Frisch gepflügt. 
 
1.12.05 11:38 verlinken / kommentieren

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