IRGENDWO . HIN

Aus der großen, weißen Plastiktragtasche schaut ein Gummistiefel hervor. „Wir gehen zu Samonig“, steht auf der Einkaufstasche die als Reisetasche für die Schuhe verwendet wird.  Auf dem Bahnsteig in Villach läuft ein junges Mädchen von einer Bank zu nächsten, während die jungen Eltern sich voneinander verabschieden und sich dabei immer fester umklammern. Der Mann ist seinen Handbewegungen nach nicht der Vater und das Mädchen versucht sich dazwischen zu drängen. Sie verlangt von der Mutter immer wieder, dass sie ihr eine Rolle Kekse aus dem Süßwarenautomat besorgt. Die Mutter weigert sich dafür einen Euro auszugeben. Kurz vor der Ankunft des Zuges nimmt sie eine Rolle Keks aus ihrer Handtasche und gibt sie ihrer Tochter.
 
Am Bahnsteig warten Radfahrer, Senioren mit Nordic Walking Stöcken, Jugendliche mit einem Rucksack und Geschäftsreisende mit dem Laptop. Bei der Einfahrt des Zuges schauen alle in die selbe Richtung.
 
Irgendwohin fahren.     

31.8.06 12:50 verlinken / kommentieren

 

BE . WEGLICHKEIT

Am Himmel sind dunkle und helle Wolken in verschiedenen Größen und Formen.  Ovale, sechseckige und übereinandergeschichtete Wolken. Für kurze Zeit scheint am Morgen die Sonne, dann wird sie von einer Wolke verdeckt. Der Junghase bleibt in der Mitte vom Fahrradweg stehen und verschwindet beim nächstem Pedaltritt mit einem Sprung in der Wiese. Dann sind die spitzen Ohren zwischen den Grashalmen zu sehen. Zwischen den Nadelbäumen blitzen verschiedene Farben auf, blau, orange, silber, hellgrün, rot  das ganze Spektrum der Farben und verschwinden wieder. Zurück bleibt ein gleichmäßiges Rauschen, einmal drückt es auf das Ohr, ein andermal betäubt es den Kopf. Für einige Flügelschläge ist es ruhig und das Plätschern der Gail ist zu hören. Niemand hört ihr zu.
 
Hier, in Federaun, kreuzen sich auf verschiedenem Niveau die Bundesstrasse, die B83, die Südautobahn, die A2, die Eisenbahn, die Südbahn, die Schütter Landesstrasse, der Fluss, die Gail und der Fahrradweg R3. Überall bewegt man sich mit verschiedenen Geschwindigkeiten, alle sind mobil. Als Radfahrer hat man die Möglichkeit die Landschaft, die Häuser und den Verkehr neben dem Radweg zu beobachten.
 
Im ersten Stock eines Hauses, dessen Fassade schon viele Flecken aufweist und der Verputz teilweise von der Mauer abgebrochen ist, sitzt eine Frau im Rollstuhl am Fenster und schaut auf den Urlauber- und Schwerverkehr auf der Autobahn, die vor dem Fenster vorbeiführt. Die Fensterrahmen sind von der Sonne schwarz gebrannt, vor ihrem Fenster hängt ein Blumenkistchen mit roten Geranien. Sie ist am Ende ihrer Beweglichkeit angekommen.
 
Behindertengerecht.     

28.8.06 16:32 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

NACH . MITTAG

Im Montafon kehrt der Bauer, bekleidet mit einer Lederbundhose, von der Arbeit in das Haus zurück. Er geht durch den Garten, wo jetzt, Mitte August, die  Preiselbeeren reifen. Er blickt auf die kurz gemähten Bergwiesen neben dem Stall. Dort sind die Sommergäste beim Golfspielen. Auf der anderen Seite der Silvretta Hochalpenstraße grasen weiße und braune Pferde. Der weiße Hengst ist beim Brunzen und hat seinen Schwanz in voller Länge und Größe ausgefahren. Die Damen, welche vor dem Golfclubhaus bei einer Tasse Kaffee sitzen, blicken mit Bewunderung zum Hengst. Die Bäuerin öffnet die Stalltür und treibt sechs Ziegen auf die Weide.
 
Einen schönen Nachmittag.

24.8.06 16:37 verlinken / 3 Kommentare / kommentieren

 

TODT – ARBEITER

Auf einer Schautafel im Park des Schlosses Duino steht, dass die Stollen im Schlosspark von Todt – Arbeiter gebaut wurden. Gemeint sind Zwangsarbeiter während des 2. Weltkrieges. Das Wort Todt – Arbeiter trifft das Los der Zwangsarbeiter genau. 

Das die Sichtweise über die Zeit des Nationalsozialismus ganz unterschiedlich ist, kann man erfahren, wenn man mit Menschen der Kriegsgeneration in das Gespräch kommt. Wir, die Nachkriegsgeneration, würden viel zu schnell urteilen und verurteilen, ohne selbst diese Zeit erlebt zu haben. „Man muss die dreißiger Jahre erlebt haben, um urteilen zu können, meinte ein Zeitzeuge. Es zogen viele Zigeuner, Bettler und Musikanten durch die Ortschaften des Unteren Gailtales. Sie spielten vor den Häusern für ein Stück Brot oder zehn Groschen. Es herrschte soviel Armut und Arbeitslosigkeit. Nach dem Einmarsch Hitlers in Österreich haben alle Arbeit bekommen, ein wirtschaftlicher Aufschwung hat eingesetzt. Die Bettler und die Zigeuner sind von der Straße verschwunden. Man sollte diese schönen Seiten von der NS-Zeit sehen und nicht sofort vom Krieg und von der Judenverfolgung sprechen“.
 Heute sollte jeder wissen, wohin die Zigeuner und die Bettler verschwunden sind, warum und wofür alle Arbeit gefunden haben, und weshalb es zum Wirtschaftsaufschwung gekommen ist.
 
Wo sind die Zigeuner geblieben.
 

21.8.06 18:16 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

SPRACH . LOS

Lese ich andere Blog dann sehe ich, dass man oft zu aktuellen Tagesereignissen Stellung nimmt. Verbunden wird der Beitag mit einem Link zu einer Tageszeitung oder Zeitschrift. Dabei kommen mir meine Einträge weltfremd, fern dem aktuellen Geschehen vor. Ich wäre überfordert zu jeder Spitzenmeldung des Tages einen Kommentar zu schreiben. Zum Bestechungsskandal bei der Polizei, zum Bankenskandal bei der Bawag und Hypobank, zum Krieg im Nahen Osten oder zu den Terroranschlägen. In den meisten Blog wird dazu etwas geschrieben, was schon bekannt ist. Manche Ereignisse sind für mich zu weit entfernt. Wir werden davon nicht berührt, obwohl man vom globalem Dorf spricht.
 
Die Spekulationsverluste bei der Bawag und die Deckungsversuche durch den ÖGB sind ein innenpolitisches Thema, dass Auswirkungen auf den Ausgang der Nationalratswahl am 1. Oktober haben wird. Daher ist es nicht zu spät, wenn ich dazu etwas einbringe. Hier wurden Milliarden Euro verspekuliert und die Spitzenmanager der Bawag und die Spitzenfunktionäre des ÖGB haben sich Luxusgehälter und Luxusvorteile aus ihren Positionen beschafft. Dabei sind Mitgliedsbeiträge von Gewerkschaftsmitgliedern, die unter schweren und mühsamen Arbeitsbedingungen leben, verwirtschaftet worden. Die Manager und Funktionäre haben sich von der Arbeitswelt einer Arbeiterin die im Akkord an einem Fließband arbeitet entfremdet. Sie können sich die Leistung eines Kfz Mechaniker, der unter Zeitvorgabe einen bestimmten Arbeitsvorgang durchführen muss nicht vorstellen. Der Monatsgehalt eines Arbeiter reicht bei den Spitzenmanager für einen Tag.
 
Ich bin sprachlos, wenn in Erwägung gezogen wurde, dem Vorstand der Hypo Bank, obwohl kein Vorstand mehr, den Gehalt für vier Jahre weiterzubezahlen. Dabei ist der Monatsgehalt so hoch wie der Jahresgehalt eines gut verdienenden höheren Angestellten.  Ein Vorstand sollte einmal in die Situation eines kleinen Gewerbe- oder Handelstreibenden mit einem zehn Stunden Tag, sechs Tage die Woche kommen. Dazu gibt es keine Garantie, ob es in den nächsten Monaten genug Aufträge und Arbeit geben wird.
 
Sprachlos.   

17.8.06 13:56 verlinken / 4 Kommentare / kommentieren

 

FERRA . GOSTA

In Italien werden die Tage in der Augustmitte als Ferragosta  bezeichnet, viele Firmen haben in dieser Zeit geschlossen. Der 15. August wird als Höhepunkt des Sommers überall mit Festessen, Tanzveranstaltungen und als Abschluss des Tages mit einem Feuerwerk gefeiert. Wer am 15. August in Venedig die Promenade am Meer in der Nähe des Markusplatz entlang spaziert wird feststellen, dass alle Anlegeplätze besetzt sind. Man sieht einfache Ruderboote genauso wie Luxusjachten. Überall wird gekocht, getanzt, und gesungen. Alle warten mit Spannung auf das große Feuerwerk am Abend zwischen dem Markusplatz und dem Lido.
 
In den letzten Jahren verbreitet sich ein wenig Ferragostastimmung auch in Kärnten, da viele italienische Familien die Tage in der Augustmitte für einen Kurzurlaub nützen. Für einige Tage sind die Parkplätze in Warmbad Villach von Autos mit blau-weiß-blauen Kennzeichen voll belegt. Im Erlebnisbad ist deutsch die Fremdsprache. Beim Mittagessen versammeln sich die Großeltern, die Kinder, die Enkel, die Tanten und der Onkel um den Tisch für ein geselliges Ereignis. Im Kurpark schiebt die Oma den Kinderwagen über den Kiesweg und der Rest der Familie folgt ihr plaudernd und lachend. Die modisch gekleideten Herrn schwingen in einer Hand die „Il Gazzetta dello Sport“ und die andere Hand hat das Handy am Ohr.  Beim Teich stellt sich die ganze Familie für ein Erinnerungsfoto auf.
 
Ferragosta in Kärnten.

14.8.06 12:38 verlinken / kommentieren
SISSI

Seit Anita vor achtzehn Jahren in das Haus an der Fernstraße eingezogen war, hat der Autoverkehr stark zugenommen. Ein kleiner Vorgarten und eine hüfthohe Hecke trennen das Haus von der Fahrbahn. Immer weniger Sträucher werden im Frühjahr grün und sie verlieren bereits im Sommer die Blätter. Zurück bleibt eine Hecke aus dürren Ästen. Der Fahrtwind schleudert den Split und die Sägespäne auf den Rasen im Vorgarten. Auf den Fensterbänken ihrer Wohnung im Erdgeschoss liegt ein Gemisch aus Öl, Rußpartikel und Staub. Wenn es schneit, ist der Schnee nach wenigen Tagen grauschwarz. Beim Kochen spürt sie hinter dem Küchenstore die Blicke der Fernfahrer auf ihrem Gesicht. Fährt ein LKW knapp an der Hecke vorbei, tritt sie instinktiv ein paar Schritte zurück. Die Gespräche mit ihrem Freund Bruno beim Mittagessen werden oft durch die Geräusche der Sattelschlepper unterbrochen. Er zieht sich auf die Bank hinter dem Haus zurück. Das Haus gehört seiner Mutter, die im Obergeschoss wohnt. Die überladenen LkW bringen den Boden zum Zittern. Die Erschütterungen spürt man in der Wohnung beim Sitzen, beim Liegen im Bett und sie lassen sie abends lange nicht einschlafen. In ihren Träumen kehrt  eine Situation immer wieder: Ein LKW kommt in das Schleudern, fährt auf das Küchenfenster zu, durchbricht die Hausmauer und landet in der Küche. Sie ist zwischen Motorblock und Wohnzimmerwand eingeklemmt, der Fahrer beugt sich aus dem Autofenster und verlangt von ihr einen Kaffee.  
 
Der Tag beginnt mit einer Lkw-Lawine. Anita wird von einem Grollen, einem hohem Pfeifton und dem ununterbrochenem Klappern eines Kanaldeckels aus dem Schlaf gerissen. Ohne auf den Radiowecker zu blicken weis sie, dass es fünf Uhr ist, Bruno sich im Bett umdrehen und ihr den Rücken zuwenden wird. Er wird die Bettdecke über seinen Kopf ziehen und weiterschlafen. Auch an Tagen mit LKW- Fahrverbot  wird sie um die selbe Zeit wach, es ist ihr nicht möglich durchzuschlafen. Sie bleibt im Bett liegen, bis um sechs Uhr die Werkssirene in der naheliegenden Spannplattenfabrik den Schichtwechsel ankündigt. Nach dem Verstummen der Sirene beginnen ihre Katzen an der Schlafzimmertür zu kratzen. Anita erhebt sich, schlüpft in den grünen Morgenmantel und geht, ohne einen Blick auf Bruno zu werfen, aus dem Zimmer. Vor der Schlafzimmertür wird sie von den drei Katzen mit hochgestellten Schwänzen begrüßt. Die Katzen laufen durch die Diele in die Küche, wo sie das Dosenfutter erhalten. Anita bückt sich, streicht ihnen mehrmals über das Fell und lobt sie. Nach der Fütterung beginnt sie ihre Morgentoilette. Beim Frühstück legt die Katze Sissi ihren Kopf und ihre Vorderpfoten auf ihre Oberschenkel. Bei der ersten Berührung durch ihre Hand beginnt sie leise zu schnurren. Um halb acht Uhr verlässt Anita die Wohnung um ihren Halbtagsjob in der Annahmestelle einer Kleiderreinigung anzutreten. Vor dem Verlassen des Hauses kontrolliert sie, ob alle Fenster und Türen geschlossen sind.
 
Kommt Anita zu Mittag nach Hause, ist Bruno bereits aufgestanden und hat sich für seinen Nachmittagsdienst als Kellner im Burgcafe zurechtgemacht. Sie wärmt das vorgekochte Mittagessen auf. Bruno deckt den Tisch. Im Obergeschoss öffnet sich eine Tür und Brunos Mutter erkundigt sich, was es heute zum Essen gibt, bevor sie die Stiege herunterkommt. Seitdem sie unter einer Katzenallergie leidet, verlässt sie die Wohnung im Obergeschoss ungern. Die Küchentüre bleibt  während des Essen geschlossen, damit keine Katze in die Nähe der Mutter kommt. Durch das Küchenfenster sieht man, das ein Auto nach dem anderem wie ein Film vorbeirast, in der Küche läuft dazu der Ton ab. Sie erheben sich vom Küchentisch. Die Mutter  geht in ihre Wohnung zurück, der Sohn verlässt das Haus und geht zur Arbeit.
 
Als Anita aus dem Küchenfenster blickt und ihre Katze Sissi ausgestreckt neben einer Blutspur auf der Strasse liegen sieht, beschließt sie, aus dem Haus an der Fernstraße wegzuziehen.

11.8.06 14:46 verlinken / 8 Kommentare / kommentieren

 

SCHLAGLOCH . SUCHE

Oft erzählt jemand, dass er auf der Suche nach sich selbst ist. Man weis nicht, wer man ist und wohin man will. Der Zweifel an sich selbst gehört zum menschlichem Leben. Nicht immer ist die Suche nach der eigenen Persönlichkeit abgeschlossen, es gibt Menschen die beenden das Leben als Suchende. Diese sind im Menschsein weitergekommen als diejenigen, welche die Suche frühzeitig abgebrochen haben, weil sie glauben, sich selbst gefunden zu haben.
 
Einen Monat lang war ich bei Google auf der Suche nach meinem Blog. Von der Suchmaschine Google wurde mein Blog „schlagloch“ nicht mehr nach Stichwörtern durchsucht.  Als Beispiel „Reimichlkalender“: Zu diesem Wort gibt es bei Google nur einen einzigen Eintrag und dieser bezieht sich auf mein Weblog. Auch wurde meine Webseite nicht mehr angezeigt. Ich habe mich durch Googleanleitungen und Hilfen für erfolgreiche Webseiten durchgeackert und verschiedenes umgesetzt, alles blieb ohne Erfolg. Ich hatte mich damit abgefunden, dass mein Blog  „schlagloch“ im Schlagloch der Googlesuchmaschine verschwunden ist.
 
Manchem wird das Weblog zur zweiten Identität, zum zweitem Leben. Ich beschreibe mein Weblog so: „Im Weblog erschaffe ich meine Welt neu. Jeder Eintrag im Weblog ist ein Eintrag über meine Umgebung und mich. Unsere erlebte Wirklichkeit ist eine Konstruktion unseres Gehirn“.
 
Ich bin da.
 

7.8.06 18:57 verlinken / 2 Kommentare / kommentieren

 

EIN . PARKEN

Es gibt keine Pflanze, kein Tier, dass ohne Intelligenz auskommt. Egal ob dies eine Blume, ein Baum, eine Schlange oder Katze ist. Uns selbst sprechen wir die größte Intelligenz zu. Zu den größten Fortschritten der menschlichen Entwicklung gehören die Sprache und die Schrift. Sich in der Natur zu  behaupten, sein Leben zu verteidigen und die notwendige Nahrung zu beschaffen, machen auch Pflanzen und Tiere. Die Verständigung mit Artgenossen durch Stimmen und ein soziales Netz findet sich bei vielen Lebewesen, ebenso das Weitergeben von Erfahrungen an die nächste Generation. Aber Informationen und Erfahrungen aufzuzeichnen über Jahrhunderte bzw. Jahrtausende ist nur dem Menschen möglich.
 
Heute spricht die Autoindustrie von der automobilen Intelligenz. Noch ist es dem  Durchschnittsauto nicht möglich einem Hindernis auszuweichen und jeder Autofahrer hat es schon erlebt, dass eine Mauer dem Auto eine Schramme zugefügt hat. Die automobile Intelligenz lässt beim Einparken viele Wünsche offen.
 
Fehlerfrei Einparken.

5.8.06 13:45 verlinken / kommentieren

 

BUCHS . BAUM

Immer öfter sieht man in größeren Blumentrögen oder in Gartenanlagen kunstvoll zugeschnittene Buchsbäume, als Herz, als Kugel, als Reh oder auch als Schwan. In der Kindheit stand ein großer Immergrünstrauch im Hof unseres Anwesen. Der Strauch wurde von allen gemieden. Der Immergrünstrauch hatte Bereitschaftsdienst unter den Sträuchern. Gab es einen Todesfall, egal ob im Sommer oder  Winter, wurden vom Immergrünstrauch Zweige abgebrochen und damit das Aufbahrungszimmer im Haus geschmückt. Damals wurden die Toten im Sterbehaus aufgebahrt. Am Fuße des Sarges stand eine Schüssel mit Weihwasser und darin ein Zweig Immergrün, mit dem man die Toten beim Ankommen besprengte. Der Immergrünstrauch war resistent gegen den kleinen Tod, den die übrigen Sträucher im Winter erfahren.
 
Kein Buchsbaum vor dem Schlafzimmer.
 
       

2.8.06 21:46 verlinken / 1 Kommentar / kommentieren

Ein Gedanke zu „

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.