IM:kopf

In acht Wochen ist Weihnachten und bei diesem Gedanken habe ich das Gefühl, dass das Jahr vorbei ist. Das Zeiterleben spielt sich im Bauch ab. Wir benützen den Kopf und denken aus dem Bauch heraus. Vieles hat weder Hand noch Fuß, vieles ist für den Arsch, wie es volkstümlich heißt. Über vieles wird im Kopf abgestimmt, was eine Sache des Bauches ist. Kopfarbeiter sein bedeutet alles  mit dem Kopf zu entscheiden. Sucht man Verbündete, dann findet man diese im linken Herzlappen und in der rechten Herzklappe. Wird die Kopfarbeit zu schwer, dann kümmert sich der rechte Lungenflügel darum. Durch die  neue Aufgabe kann sich der Schleim aus der Lunge nicht lösen. Der Schleim macht das Atmen schwer. F. K.  hat gesagt, weil mein Kopf nicht alles ertragen kann, hat die Lunge etwas davon abgenommen. Die Arbeit am PC kann zu viel werden, Verwirrtheit und Entzündungen auslösen. Es braucht Eigenkorrekturen oder einen Korrektor. Wer  ist dazu fähig.

Im Haushalt  ist an manchen Ereignisse ersichtlich, wie die Zeit vergeht. Finden sich im Briefkasten mehr Modekataloge als normal, weiß man, dass eine andere Jahreszeit kommt, ein Jahreswechsel bevorsteht . Dazu braucht man nicht aus dem Fenster zu schauen, die Natur zu beobachten. Das Gewicht der Post kündigt den Jahreszeitenwechsel an. Das Gewicht einer Person bestimmt vieles. Ein gewichtiger Mensch hat ein gewichtiges Wort mitzureden. Wird eine Meinung ignoriert ist dies ist ein Fliegengewicht, sein Körpergewicht und seine Meinung.

Fliegenfänger.

12 Gedanken zu „IM:kopf

  1. Hallo GreyOwl!

    Wie ist „Schwergewicht“ gemeint, das Gefühl oder der Bauchumfang? Mit dem Bauchumfang bin ich zufrieden.

    Gruss schlagloch.

  2. In meinem letzten Blogbeitrag schrieb ich, dass das Empfinden des Zeitflusses subjektiv wahrgenommen wird. Auch Denkarbeit bzw. die Bewältigung des Alltages ist eine rein subjektive Angelegenheit. Was dem einen Schwierigkeiten bereitet, ist für den anderen ein Klacks – dabei spielt die Art der Entscheidungsfindung eigentlich keine Rolle.
    Aber eines ist für mich klar: Schwer- oder Fliegengewicht kommen nicht drum herum, sich mit dem Ablauf der Natur auseinander zu setzen. Uhr, Kalender, meinetwegen auch das Gewicht der Post sind Fakten – das Gefühl und das Empfinden sind nicht allgemein gültige Faktoren. Und das ist vielleicht auch das Schöne am „Menschsein“ – nichts ist eindeutig vorgegeben, jeder darf seinen eigenen Weg wählen … und auch bei Bedarf korrigieren.
    Schönes Wochenende und lG
    Isabella.

  3. Hallo Isabella!

    Wir messen die Zeit und wissen wie lange eine Stunde dauert und trotzdem kann eine Stunde in einer Situation „ewig dauern“ oder auch ganz schnell vergehen. Die meisten von uns werden die Erlebnisse nach dem Bauchgefühl „messen“. Im Arbeitsalltag oder im öffentlichen Verkehr hat die Zeitmessung Vorrang.
    Morgen haben wir eine Stunde länger „Zeit“, ob wir das spüren werden? Ein schönes „verlängertes Wochenende“.

    Gruss schlagloch.

  4. Hallo Petros!

    Du glaubtst, dass wir der Werbung, den Einkaufszentren, den Stimmungsmachern, in der Weihnachtszeit „auf den Leim gehen“. Wie Fliegen am Fliegenfänger picken bleiben. In unseren Breiten gibt es in der Weihnachtszeit keine Fliegen.

    Gruss schlagloch.

  5. „16:50 Uhr“
    Ich war auf dem Athos, Sie auch? Die Schönheit,
    die Gastlichkeit – wenn man für das deutsche
    Wort „heilig“ eine Verwendung suchen will, hier
    möchte man ihr zustimmen. Aber auch: was ist
    für uns der Prophet Elias – und was ist er für das
    slawische Denken! Fragen würde ich aber zum
    Thema „Kopf“ und „Bauch“ im Anschluß an zwei
    Debatten in der Steiermark: könnten Sie für das
    Argument plädieren, daß die G n o s i s kein
    persisches Phänomen ist? Die slawischen
    Sprachen sind ja iranische. Übrigens, was
    Sprachen angeht: ich vergab zuletzt einen
    der drei Namen der Töchter Hiobs – „Jemima“,
    „Kezia“ und „Keren-Happuch“. Welcher war
    es, denken Sie?
    Siegfried Paul Posch

  6. Herrn S.P.Posch!

    Was denken Sie, welchen Zweck die Kommentarfunktion hat? Ich benütze sie dazu, um den Gedanken, den Inhalt, von einem Blogbeitrag zu ergänzen, zu erweitern, auf alle Fälle nehme ich Bezug auf den Eintrag. Ihre Kommentare haben in den meisten Fällen keinen Bezug zum Blogbeitrag, sondern stellen religiöse Fragen. Dafür gibt es eigene Webseiten. Was denken Sie?

    Gruss schlagloch.

  7. Ich meldete mich zu Wort, weil ich es für
    ungerecht halte, daß Kriegsveteranen der
    Ulrichsberg nur mehr eingeschränkt zur
    Verfügung stehen soll; zu Ihrem
    nationalistischen und zugleich religiösen
    Thema „Dreinagelfreitag“. Unser Vater,
    ein Schwerarbeiter, ein Zimmermann –
    die schwerste Arbeit! – , wog 49 Kilo, als
    er vom Krieg heimkam.
    Aber; auch Ihre Arbeit als Mundartdichter
    stellt für mich
    1.
    die noch nicht entschiedene Frage: Gibt
    es eine österreichische Nation, die einer
    deutschen gegenübersteht, oder ist eine
    österreichische Nation Teil einer
    deutschen, von deutschem Typus?
    Und
    2.
    auch: Was ist Mundart und was ist
    Schriftsprache? War die Troubadourlyrik
    eine schriftsprachliche?
    Übrigens ist Rudolf Muhr, an den Sie mich
    mit meinen Fragen vielleicht verweisen
    könnten, mein ehemaliger Schüler – in
    ganz bescheidenem Maß.
    Siegfried Paul Posch

  8. Herrn S.P.Posch!

    1.
    Wir sind Österreicher und bilden ein Volk aus vielen Nationen.

    2.
    Die Mundartsprache ist wie eine unberührte Landschaft, ein Naturschutzgebiet der Sprache. Seit dem Mittelalter wird versucht die Mundart durch die Schriftsprache zu ersetzen, weil die Herrschenden wissen wollen, was das Volk spricht und denkt, um das Volk besser kontrollieren zu können. Das Volk wehrt sich dagegen bis heute.

    Gruss schlagloch.

  9. Ich glaube, auf die Kunst beziehen
    sich Ihre Seiten doch? .
    Nach einer Serie von Gesprächen, die ich
    in Graz mit Gerhard Leitner, einem Schüler
    des auch in Salzburg wirkenden Historikers
    Alfred Ableitinger, führte, entstand der Plan,
    eine Diskussionsrunde über den indischen
    und afrikanischen Film zu intiieren. Würden
    Sie mit Rudolf Muhr an einer solchen Runde
    teilnehmen wollen? Wie soll man mit
    unserer Bevölkerung aus Fernost und
    Afrika, die doch so sehr in jener Filmwelt
    lebt, reden, wenn man sich da nicht auskennt?
    Siegfried Paul Posch

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