HONIG:mund

Nähert sich ein runder Geburtstag, dann zerbricht man sich den Kopf darüber, was man demjenigen oder derjenigen schenken soll. Schwierig wird es, wenn es sich um einen Geburtstag jenseits von sechzig Jahren handelt. Bis Sechzig ist dies meistens kein Problem, da wird noch vieles gebraucht. Niemand macht sich darüber Gedanken, dass es möglich sein könnte, dass derjenige das Geschenk nicht mehr benützen könnte. Für die Vierziger neigt man heute oft dazu eine Reise oder ein Wellnesswochenende zu verschenken. Was man nicht schenken kann ist die Zeit für das Wellnesswochenende. Viele Jahre haben sich Geschenkkörbe mit ausgewählten Lebensmitteln und Getränken großer Beliebtheit erfreut. Inzwischen verzichten viele darauf, weil die Beschenkten in der Auswahl der Lebensmittel wählerisch geworden sind. Ein  Zukunftstrend ist der Geschenkkorb mit biologischen Nahrungsmitteln. Weil man keine Idee hat und auch die Frau keine Wünsche  geäußert hat, will man einer Fünfundachtzigjährigen zum Geburtstag zehn Kilo Honig schenken. Dieses Jahr ist ein sehr ertragreiches Honigjahr und es gibt in der Familie einen Imker. Eine Möglichkeit ist, bei runden Geburtstagen auf persönliche Geschenke zu verzichten und um eine Spende für eine caritative oder humane Vereinigung zu bitten.

Überrascht zeigt man sich, wenn man eine Einladung zum siebzigsten Geburtstag bekommt, um dann erstaunt auszurufen:  „So alt ist sie oder er schon“. Dabei ist man selbst nur mehr einige Jahre davon entfernt. In der Kindheit war ein Siebzigjähriger ein alter Mann, den man im Altersheim besucht hat. Jetzt soll man mit siebzig noch die Jugend gepachtet haben und stimmen die Aussagen der Politiker und der Soziologen, wird kein Jahrzehnt vergehen und wir müssen bis siebzig Jahre arbeiten.

Honig um den Mund streichen.

4 Gedanken zu „HONIG:mund

  1. Zahlen, die durch fünf teilbar sind (mein akademischer
    Lehrer für ein Fach „Mathematik“ war Alexander A i g n e r,
    s. „Wikipedia“) und die es nicht sind:

    Irlands religiöse Bindung an eine „D r e i f a l t i g ke i t“
    läßt wohl Dialog fragwürdig erscheinen. Nun war aber
    G. W. F. Hegel der Meinung, eine V e r f a s s u n g eines
    Landes könne nicht das Ergebnis eines Beschlusses sein,
    der Ursprung jeder Verfassung müsse anderswo gesucht
    werden, tiefer liegen. Diese Meinung Hegels darf man
    in seiner Naturphilosophie begründet sehen, welche die
    Ellipsenbahn eines Planeten gemäß dem Weltbild Johannes
    Keplers als letztgültig annahm [s. Suchmaschine „google.
    at“, Suchbegriff „Dr. Siegfried P. Posch (Graz)“, und
    Suchmaschine „ecosia“, Suchbegriff „hegel marmasse
    berlin 1825/26“, von mir vor weniger als 1 Stunde ange-
    klickt, und „Wikipedia“, ich zitiere als Mitarbeiter der
    deutschen „Wikipedia“, Artikel „Heinrich Dove“]. Entschei-
    dend aber scheint mir nun: die t h e o l o g i s c h e
    Differenz zwischen Johannes Kepler und Paul G u l d i n
    zeitigte Folgen, welche nicht nur 1605 u.Z. zu betrachten
    sind, sondern auch 1705, 1745, 1805, 1845 und zentraler
    noch in einem andern Jahr u.Z.

  2. „In der Kindheit war ein Siebzigjähriger ein alter Mann, den man im Altersheim besucht hat.“ Das kann immer noch so sein, muß es aber nicht.
    Heutzutage ist vieles verschoben: 30-Jährige, die das Leben eines Jugendlichen führen und auch so aussehen, als wären sie wesentlich jünger.
    Siebzigjährige Frauen, die vitaler und körperlich fitter sind als manche Enddreissigjährige.

  3. Hallo Gerhard!

    Viele der älteren Menschen sind fit und sportlich, wie ehemals Vierzigjährige. So werden heute kaum noch Menschen „in Würde“ alt, sondern wetteifern mit den Jüngeren.

    Gruss schlagloch.

  4. Hallo Schlagloch, in den wenigen Fällen, die ich persönlich kenne und auch meinte, handelt es sich tatsächlich nicht ums Wetteifern mit der Jugend. Diese Leute waren schon immer aktiv und sind es eben jetzt immer noch.
    Wenn ich vordergründig mit der Jugend konkurrieren will, dann läuft es nat. verkehrt.

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