SCHUL:grippe

Übt man einen Beruf aus, der mit dem Ablauf des Schuljahres eng verknüpft ist, egal ob es sich um eine kaufmännische Tätigkeit oder um eine Lehrtätigkeit handelt, so kennt man die Anspannung die sich einstellt, wenn die Sommerferien zu Ende gehen. Dies gilt auch für Handwerker die in den Schulen Reparaturarbeiten durchführen und dies bis zu Schulbeginn bewerkstelligen müssen. Jener Handwerker, der zuletzt kommt gerät am meisten unter Druck, andere vor ihm haben oft die Zeit überschritten oder schlampig gearbeitet.

Vierzehn Tage vor dem Schulanfang erhöht sich die Kundenfrequenz in den Kinderabteilung der Textil- und Schuhgeschäften. Größeren Zulauf haben die Buch- und Papierhandlungen, welche die Kinder mit Schulbüchern und Schulartikeln versorgen. Hier soll der Bedarf innerhalb einer Woche abgedeckt werden, weil die  Lehrern verlangen,dass in der zweiten Schulwoche alle mit den benötigten Utensilien ausgestattet sind. Genügt im Normalbetrieb eine Verkäuferin, so braucht es für kurze Zeit mehrere. Diese sollen Grundkenntnisse vom Schulbedarf haben. Manche Papierdiskonter lösen diese Aufgabe dadurch, dass sie mit Anfang September Papierverkäuferinnen einstellen, um sie mit Ende des Monats wieder zu entlassen. Das „Probemonat“ lassen sie sich durch das AMS finanzieren.

Trotz sorgfältiger Vorbereitung und langjähriger Erfahrung blickt man dem  Schulanfang mit gemischten Gefühlen entgegen. Bei vielen Papierhändler kommt es  Anfang September zu Grippesymptome wie Schnupfen, Müdigkeit und Gliederschmerzen, obwohl keine Grippewelle oder Verkühlung vorliegt. Nach den ersten gut verlaufenen Schultagen sind die Symptome vorbei, ohne das es einer Behandlung durch den Arzt oder Medikamente bedurfte.

Schulsyndrom.

2 Gedanken zu „SCHUL:grippe

  1. Hallo!
    Ich bin auch eng mit dem Schulbetrieb verbandelt – Syndrome, Symptome mildern sich mit der Zeit bis hin zur Gänze. Der Schulstart wird zur Routine, obwohl ich weiß, dass sich jedes Jahr neue Probleme ergeben. Das lässt den Job nicht langweilig werden.
    Hmm – an den Stress der Händler habe ich soweit nie gedacht, eher dass sie sich auf den Umsatz in diesem Monat freuen. Verkaufspersonal für den „Probemonat“ einzusetzen ist wirklich gängig? Gar nicht gut für die Betroffenen … auch Aushilfen sollten anständig entlohnt und behandelt werden.
    LG Isabella. Am MO geht es wieder los.

  2. Hallo Isabella!

    Vor allem wünsche ich Dir einen guten Schulstart, mit wenig Hürden. An vieles gewöhnt man sich im Laufe der Jahre. Bei den Händlern gibt es zwei Seiten, natürlich den Umsatz und zum Anderen ob die Vorbereitungen stimmen. Bei den Filalisten liegt der Stress beim „Bodenpersonal“….

    Gruss schlagloch.

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