VERLORENE:zeit

Wie sorglos man mit der Zeit umgeht erlebt man, wenn man in Pension geht. Es gibt keine bestimmte Zeit für das Aufstehen, man handhabt dies wie die Gleitzeit in manchen Betrieben. Die täglichen Aufgaben sind in keinem Zeitrahmen geplant, sie können aus dem Zeitrahmen fallen und dies nimmt man weiter nicht übel. Neben dem Alltag und der Freiwilligenarbeit wundert man sich, dass die Erledigung von Aufgaben eine neue Wertigkeit erhalten. Bei Vorhaben, die man in der Berufszeit um einen Monat verschieben wollte, denkt man daran, um ein Jahr zu verschieben. Bei Plänen die sich außerhalb der Notwendigkeit bewegen, von denen man früher gesagt hätte, diese möchte ich in den nächsten drei Monaten erledigen, denkt man jetzt daran, sie in den nächsten drei Jahren zu erledigen. Es braucht einen starken Willen, dass die Muse nicht alltäglich wird. Blickt man auf die Pensionsjahre zurück, dann sollte man nicht eingestehen müssen, dass es eine verlorene Zeit war. Während der Berufszeit ist das Hören von Musiksendungen nebenbei passiert, in der Pension kann man sagen, die Zeit des Radiohören ist kostbar. Es ist schön, wenn man sich die Zeit einteilen kann, zwischen Erbauung, Nächstenhilfe und kreatives Schaffen.

Eine schöne Erfahrung ist, dass es keinen Zeitdruck mehr gibt und die körperliche Balance besser geworden ist. Man sagt, dass die Zeit alle Wunden heilt, ob dies stimmt?

Getreidekörnchen.

Ein Gedanke zu „VERLORENE:zeit

  1. ….ich glaube nicht…..Narben bleiben…..tatsächlich.

    Aber es freut mich zu lesen, wie schön du es empfindest, die Zeit einteilen zu können…..und Muse zu haben.
    Liebe gGüße
    Grey Owl

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