pension:tag II

Es gibt Menschen, die länger arbeiten als es für den Erhalt der Pension notwendig ist. Sind sie die neuen Vorbilder für die Zukunft oder können sie sich im fortgeschrittenen Alter keine Ruhe gönnen? In manchen Fällen ist es die Angst vor der Einsamkeit, weil man keinen Partner hat oder er/ sie vor Jahren verloren hat. So bleibt man, solange als möglich im angestammten Beruf, bis einem die Firma in Pension schickt. Eine bessere Position für die Verlängerung der Lebensarbeitszeit haben die Selbständigen. Sie können zwischen ihrem frühesten und spätesten Pensionsantritt wählen. Ist man körperlich und geistig in der Lage, kann man im Betrieb oder im Geschäft bleiben, man bleibt in der Öffentlichkeit. Es ergeben sich außerfamiliäre Kontakte bei den Gesprächen mit der Kundschaft. Man hat einen strukturierten Tagesablauf, eine Aufgabe, die man nicht erst suchen muss. So kann man die Zeit, wo man in die Anonymität einer Privatwohnung zurück muss, hinausschieben. Diesen Vorteil gibt es auch in der Landwirtschaft, wo die Altbäuerin und der Altbauer bis zu Letzt, solange es die Kräfte erlauben, am Hof nützlich machen. So entkommt man der Nutzlosigkeit, dass man sich nur noch als überflüssiger Esser sieht, den viele schon in das Grab wünschen.

Alt und jung.

2 Gedanken zu „pension:tag II

  1. Solange die Arbeit nicht nur Verdruß ist und manchmal sogar Spaß macht, ist es gut, zu arbeiten. Man hat lebhafte Kontakte. Ein weiteres Negativum des Aufhören ist, daß man ja mit dem Aufhören in den letzten Abschnitt eintritt.

  2. Hallo Gerhard!

    Die menschlichen Kontakte sprechen dafür, solange im Arbeitsprozess zu bleiben, wie es einem Spaß macht. Wie du bemerkst, wer im Arbeitsleben ist, für den ist das Leben unendlich. Geht man in Pension, wird einem die Endlichkeit des Lebens bewusst. Nicht besonders lustig.

    Gruss schlagloch.

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