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Bei der Lehrveranstaltung „Natur und Technik“ wurde der Mensch unter anderem auch durch sein Bewusstsein von seiner Sterblichkeit definiert. Wir unterscheiden zwischen Vergangenheit und Zukunft und können uns im Spiegel selbst erkennen. Martin Heidegger sagt, „der Mensch ist weltbildend und das Tier, welches über oben genannte Fähigkeiten nicht verfügt, ist weltarm. Der Mensch kennt die Langweile, das Tier die Benommenheit. Das Tier sei getrieben, immer ruhelos auf der Suche nach Nahrung und Fortpflanzung. Der Mensch könne über sein „nichts tun“ entscheiden.“  Ich halte dagegen, dass sich auch Tiere dem Nichtstun hingeben, der Muse, auf jeden Fall Katzen.

In der Fachliteratur gibt es das oft zitierte Beispiel von Jakob von Uexküll. Er hat einer Biene eine Tasse Honig vorgesetzt und als diese gierig mit ihrem Rüssel am Honig saugt, den Hinterleib entfernt. Die Biene hat davon unbeeindruckt weitergesaugt, der Honig ist aus dem Hinterleib geflossen. Ein Beispiel, um die stumpfe „Verfressenheit“ bei den Tieren zu beweisen. Mein Einwand war, dass auch wir sehr Essens orientiert sind. Es gibt Berichte über Todeskandidaten, die kurz vor ihrer Hinrichtung ihr Lieblingsgericht bestellt und verzehrt haben. Welchen Sinn macht ein Festmahl im Angesicht des Todes?  Ich habe natürlich nicht das Recht, der ich, Gott sei gedankt, nie in einer ähnlichen Situation war, darüber zu befinden. Ähnliches wird von den Rauchern über ihre letzte Zigarette berichtet.

Wie kam Heidegger zu dem Ergebnis, dass die Tiere weltarm und die Mensch weltbildend sind?

Letzten Endes.

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