aus:fahrt

In Beziehungen öffnen sich manches mal die Klüfte der Vergangenheit. Es können sich Frauen/Männer, auch wenn sie schon lange Witwen/Witwer sind, nicht aus ihren Ehekerkern, aus ihren erlebten Ehehöllen, befreien. Sie leiden noch immer unter der Strenge und Dominanz ihres wunderbaren, lieben, verstorbenen Partner. Diese Zwänge, denen sie damals ausgesetzt waren, werden sie auch durch intensives Schütteln nicht los. Eher verläuft es so, dass sie alle Männer/Frauen pauschal als Egoisten und Rechthaber bezeichnen. Auch solche die es nicht sind oder die sie gar nicht näher kennen. Oftmals bauen sie eine Wehrmauer auf, sodass kein Mann/Frau das Bedürfnis verspürt ihnen näher zutreten. Sie halten die Anwesenheit eines Mannes/Frau für eine Belastung, sie bleiben nach ihren Erfahrungen lieber unter sich. Sie öffnen ihre Gruppe auch bei geselligen Anlässen nicht für den Partner, sie sehen im Mann/Frau nur ein Ärgernis.

In einer neuen Beziehung soll der Partner/Partnerin alle Wünsche, die in einer anderen Beziehung unerfüllt geblieben sind, reichlich ausfüllen, ein Drüberpartner sein. Sie bleiben zumeist in den alten Geleisen und bringen alle schlechten Erfahrungen in die neue Beziehung ein.

Notbremsung.

2 Gedanken zu „aus:fahrt

  1. Immer bleiben Wünsche unerfüllt.
    Aber woher kommen all die vielfältigen Wünsche denn? Ist jeder Einzelne wirklich fundiert?

  2. Hallo Gerhard!

    Im Buddhismus wird versucht „wunschlos“ zu werden. Eigentlich sind unsere Wünsche auch die Ursache für unsere Unzufriedenheit.

    Gruss schlagloch.

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