kunst:sinn

Unterhält man sich im Alltag  mit Menschen verschiedener Berufe und Herkunft, mit Handwerker, Angestellten bis zum Beamten über zeitgenössische Musik, Malerei und Installationen, dann fällt oft die Aussage, dass man die derzeitige Malerei, gemeint ist die Abstrakte und Installationen unterschiedlicher Art, nicht versteht. Egal ob man in einem Café oder bei einer Veranstaltung ins Gespräch kommt, erkennen Menschen in einem Bild nichts Gegenständliches, stößt es auf Ablehnung. Wohl aber bezeichnet man Landschaftsmalereien mit erkennbaren Formen, Gebäuden, vor allem dann, wenn man das Gebiet kennt, für schön.  Bei Rauminstallationen fällt auch schnell der Einwand, dies sei hässlich oder was soll dieser Blödsinn. Von der zeitgenössischen Musik heißt es oft, diese tut in den Ohren weh. Viele Menschen verweigern sich einem offenen Diskurs über ein Kunstwerk.  Es wird, da man sich nicht auf eine Auseinandersetzung mit dem Kunstwerk einlassen will, der Künstler für das Unverständnis, welches die Betrachtung des Kunstwerkes auslöst, verantwortlich gemacht. 

Bei den technischen Geräten die heute unseren Alltag mitbestimmen, wie der Computer und das Smartphone, mit ihren vielen Möglichkeiten, verhält es sich umgekehrt. Ebenso bei der Anwendung von  Computerprogrammen wie Fotobearbeitung und das Erstellen von Präsentationen, Fahrkarten und Reisen im Internet online zu buchen, und das Internetbanking. Da wird, wenn man Probleme bei der Benützung hat, nicht den technischen Neuheiten und Anwendungen die Schuld zugewiesen, sondern das Versäumnis liegt beim Anwender. Im Jahresprogram 2013/2014  der Volkshochschule Villach werden dreiunddreißig  Kurse für Computeranwendungen (EDV)  und nur ein Kurs zum Kunstverständnis, „Soll das Kunst sein?“, angeboten.

Skandalkunst.

Ein Gedanke zu „kunst:sinn

  1. Hallo Schlagloch,

    deineTaggedanken sind super. Sie regen an, alltägliches wieder bewußt zu machen und neu zu überdenken.
    Unbekanntes, nicht gleich Durchschaubares wird erst einmal abgelehnt, oder zumindest mißtrauisch beäugelt. Das bezieht sich nicht nur auf die Kunst.
    Die Macht der Gewohnheit, des Vertrauten, spielt hier mit. Sie macht den Menschen träge.
    Erwachsene haben meistens ihren Platz im Leben gefunden und haben feste Prinzipien im Gegensatz zu den Jugendlichen.
    Diese Prinzipien umzustoßen oder nur in Frage zustellen erfordert Mut. Jedoch nur so kann Fortschritt, Entwickling entstehen.

    Kunstwerke spiegeln den Zeitgeist wider und das Empfinden des Künstlers.
    Z.B. Rubens und Waldmüller, im 16. und 17. Jh. war Üppigkeit ein Schönheitsideal, sowie die dargestellte Harmonie, die auch damals oft nur ein Wunschdenken war.
    Landschaftsmalerei und Bilder mit erkennbaren Formen lassen dem Betrachter nicht mehr so viel eigene Interpretation.
    Z.B. ein Miro, läßt mir weitaus mehr eigene Ansichten. Die Leichtigkeit, das Spiel mit Farben und Strichen. Andeutungen, die mir Raum lassen zu wirken.
    Derjenige, welcher an seinen Freund schrieb: „ich hab nicht genug Zeit gehabt, mich kürzer zu fassen,“ wußte, dass in der Kunst der Darstellung nicht das Viele, sondern das Wenige schwer ist.

    Bei den technischen Geräten verhält es sich meiner Meinug nach nicht umgekehrt. Die Berufstätigen wurden nur einfach gezwungen sich mit den Neuerungen auseinander zusetzen, da es kaum mehr ohne ging.
    Sie schimpften anfangs genauso über den Blechtrottel, wegen dem alles umgestellt werden musste.Vorallem das Denken.
    Heute hat sich fast jeder an den PC g e w ö h n t und nützt seineVorteile.
    Die Computerkurse boomen, weil sich auch die älteren Semeseter umstellen, um das Internet zu nützen.

    LG. Jeremia.

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