fahrt:taxi I

Oftmals werden von Politikern, Journalisten oder Meinungsforschern, wollen sie zu einem Thema die Stimmung in der Bevölkerung wiedergeben, die Meinung eines Taxifahrers zitiert. Aufgrund ihrer Tätigkeit haben sie mit vielen Menschen Kontakt und die Zeit im Taxi wirkt für manche zum Plaudern animierend. Für Reisende ist der Taxifahrer oftmals der erste Mensch mit dem er Kontakt hat, besucht man eine Stadt mit einem öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Aussagen der Taxifahrer gelten als Stimmungsbarometer,  was sich die Bevölkerung, der sogenannte kleine Mann, die Formel die kleine Frau wird ja nicht verwendet, über die Politik denkt: Zu einem Regierungsvorhaben wie der Steuer- und der Pensionsreform, zur Bewältigung der Flüchtlingsfrage oder zu einem Bauprojekt in der Innenstadt. Die Themen lassen sich internationalisieren, was weiß der Taxifahrer über die Griechenlandhilfe oder über die Gefahren die vom Islamischen Staat ausgehen, zu berichten. Die Taxifahrer und immer öfter die Taxifahrerinnen sind Sammler bzw. Sammlerinnen von Meinungen. Während der Fahrt sprechen sich die Kunden und Kundinnen bei ihnen aus, zumeist dürfte es ein Ausschimpfen über unhaltbare Zustände in der Stadt sein. Etwas worüber man sich maßlos aufgeregt hat oder etwas was einem total gegen den Strich geht. Genauso, wenn von die Regierung neue Steuern einführt oder wieder einmal Steuergelder zur Banken- und Staatenrettung ausgegeben werden.Umgekehrt hört man von den Taxifahrern Unmutsäußerungen gibt es in der Stadt Baustellen und Umleitungen. Von den Stadtvätern verordnete Verkehrsberuhigungen, Share Zonen in der Innenstadt oder neue Radfahrwege und Einbahnregelungen. Von alldem sind sie am meisten betroffen.

Aufs Maul gschaut.

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