X:machen II

Etwas aus den Schlagzeilen gefallen sind die beiden Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten (BP), da der bisher regierende Bundeskanzler in Österreich die Lust am Regieren verloren und alles hingeschmissen hat. So haben sich die Scheinwerfer der medialen Welt von den Bundespräsidentschaftsanwärtern abgewendet und dem scheidenden Bundeskanzler nachgeleuchtet. Versucht auszuleuchten, wer der neue Bundeskanzler und Parteivorsitzender der sozialistischen Partei wird. Kaum gefunden und im Amt, wird er schon mit einer Fülle von Wünschen überhäuft. Dem Neuen wird alles zugetraut, dass er alles durchsetzt und alle Reformen, in der Verwaltung und Wirtschaft, im Schul- und Pensionwesen, umsetzt. Alles läuft in den Medien und bei den Bürgern ab wie immer. Kommt ein Neuer an das Ruder, erwartet man von ihm ein Feuerwerk an Ideen und Taten, ein Wunder. Nach dem Pfingstfest ist man mit dem Begriff Pfingstwunder schnell bei der Hand. In drei Tagen sind wir, Staatsbürger, aufgerufen am amtlichen Stimmzettel ein Kreuzerl zu machen. Inzwischen dürften die meisten Wählerinnen und Wähler ihre Entscheidung getroffen haben, wen sie ankreuzen werden. Die Wahl zwischen zwei Kandidaten macht die Entscheidung leicht. Trotzdem führt kein Weg daran vorbei, dass dies in geheimer Wahl, in einer Wahlzelle, erfolgt. Die Zeiten des öffentlichen Kreuzerl machen sind vorbei.

Von Hotels, Behörden, Firmen, Universitäten oder von Krankenhäusern werden die Kunden und die Patienten immer öfter aufgefordert ein Feedback zu geben. Über viele Jahrzehnte befanden sich zu meist in der Eingangshalle  Gästebücher wo man seine Meinung zu den Leistungen hinterlassen konnte. Diese wurden durch kurze Fragebögen zur Kundenzufriedenheit, welche man anonym in einen Beschwerdekasten einwerfen konnte, abgelöst. Im Zeitalter Social Media kann man seine Bewertungen zum Service einer Flug- oder Bahngesellschaft, eines Hotels oder Firma zumeist online abgeben. Neuerdings kommunizieren die Firmen mit den Kunden und Kundinnen auf ihrer Webseite über eine Kommentarfunktion oder über das Netzwerk Facebook. Dort kann jeder selbst entscheiden, ob er sich anonym oder persönlich outet. Etwas anarchistisch mutet es an, wenn man von einem Wellness Center aufgefordert wird, seinen Kommentar in einem Protokollbuch einzutragen. Der Betreiber hat die Absicht die Meinungen dann auf Facebook zu posten. Ob hierbei ein Missverständnis über die Regeln der Social Media vorliegt.

Öffentliches Kreuzerl

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