werbe:sklavinnen

Die Werbestrategen müssen sich immer wieder auf das Neue bemühen, wie sie mit ihren Werbebotschaften an die Menschen herankommen. Dabei setzen sie Werbesklavinnen ein. So gesehen in Portoroz. Zwei Mädchen in Red Bull Uniformen  waren auf der Uferpromenade unterwegs. Am Rücken einen Rucksack in Form einer Red Bull Dose mit der gleichnamigen Aufschrift. Zwischen den auf der Promenade dahin schlängelten Menschen waren sie nicht zu übersehen. An die Entgegenkommenden verteilten sie Gratisdosen und Folder von Red Bull. Für noch mehr Aufmerksamkeit als die Redbullrucksackwerbetreägermädchen sorgten die Mädchen auf den Subways Roller, welche durch die Straßen von Portoroz düsten. Wie auf einem römischen Streitwagen kamen sie daher. Der Streitwagen wurde nicht von Pferden gezogen, sondern von einem Elektromotor angetrieben. Von weitem ersichtlich wurde für das Casino in Portoroz geworben. Es wurden Gratiseintrittskarten verteilt, ein Gewinnversprechen oder eine Verlustwarnung wurde nicht abgegeben.

Immer wieder blieben die Spaziergänger stehen, drehten sich nach den Mädchen um und zückten ihr Smartphone. Die Verwendung des Handy für Fotos hat inzwischen weltweit die digitalen Fotoapparate abgelöst. Die Qualität der Kamera ist ein wichtiges Kriterium beim Kauf eines Smartphone. Im nächsten Jahrzehnt wird es der Fall sein, dass diese Art von Fotos Kunststatus erlangen werden. Damit verbunden wird es Ausstellungen und Kunstpreise für das beste Smartphone Foto geben. Schon im ersten Augenblick fasste ich den Gedanken, dies könnte einen Beitrag für das Blog ergeben.

Zero

4 Gedanken zu „werbe:sklavinnen

  1. War mal vor 20 Jahren im „Hooters“ in New Orleans. Die für mich unerwartet in knappem Outfit auftauchenden Bedienungen war schon „heftig“. Ich wurde gewahr, wie jemand darauf verzichtete, ein ihm offenbar nicht schmeckendes Essen ersetzen zu lassen. Klar, daß man diese Mega-Mädchen nicht verärgern wollte 🙂

  2. Hallo Gerhard!

    Es ist noch immer so, dass in der Werbung mehr Frauen, vor allem jung und hübsch, eingesetzt werden. Gerade hat in Österreich eine Lebensmittelkette von „der Hausverstand“ in „die Hausverstand“ gewechselt. Wahrscheinlich wird bei einer charmanten Bedienung kaum reklamiert. In manchen Dingen ist es auch ein Nachteil ein Mann zu sein.

    Gruss schlagloch.

  3. Hallo GreyOwl!

    Es stimmt, dass es ältere Frauen zumeist noch schwerer haben, bzw. noch weniger beachtet werden, als ältere Männer. Das Leben ist nie gerecht.

    Gruss schlagloch.

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