imbiss:verbot

Visavis vom Bahnhof erstreckt sich das große Einkaufszentrum Europapassagen, wo alle Güter der Welt zu finden sind. Darunter ein international tätiges Fastfood Restaurant, mit Tischen im Freien. Nach vielen Stunden des Umherlaufens ein willkommener Anblick,  um etwas zu bestellen und ein wenig auszuruhen. Nicht alle die hier ein Sandwich kaufen sind gleichermaßen willkommen. Ein älterer Herr mit gekraustem Haar, großen Lippen und dunkelbrauner, wenn nicht schwarzer Hautfarbe, wird von einer Abräumerin von seinem Platz auf der Bank „verscheucht“. Es könnte ein Sudanese sein, der schon einige Jahre in Hamburg verbracht hat. Das Vorgehen der Abräumerin kann ich nicht nachvollziehen. Er hat für sein Sandwich dasselbe Geld bezahlt wie ich und damit dasselbe Recht auf einen Sitzplatz. Ich war über das Vorgehen des Personals erbost, habe mich aber nicht in den Verweis eingemischt. Als er sich wieder dem kleinen Gastgarten genähert hat, habe ich ihm fünf Euro zugesteckt. Eine Entschädigung für mein schlechtes Gewissen? In den nobleren Geschäften, Cafés und Restaurant wird man nach dem äußeren Erscheinungsbild, der Kleidung, dem Auftreten und der Hautfarbe beurteilt. Kaum nach den Charaktereigenschaften.

Für den an Kultur- und Städtebau interessierten Besucher sind die Uhren, in den Schaufenstern der Alsterarkaden in Hamburg, unerschwinglich. Die deutschen Präzisionsuhren der Marke Glashütte  haben nach oben keine Preisgrenze. In den Auslagen  finden sich Modelle von dreißigtausend bis über hunderttausend Euro. Der Stolz, dass man eine Armbanduhr um dreihundert Euro trägt bleibt bei dieser Auswahl  auf der Strecke.

Aus dem Tagebuch…

2 Gedanken zu „imbiss:verbot

  1. Die „Wikipedia“ brächte keine Werbung. Aber wenn wir den Artikel „Simon von Bethanien“ über Jesu Gastgeber, den Pharisäer, lasen, so stießen wir auf hochgradige Unklarheit und Verleumdung. Zumindest wenn man dem Theologen Bengel Glauben schenkt: wir hatten am Morgen des 9., es schneite, eine Begegnung, die mich das noch einmal zur Sprache bringen ließ.

  2. Eine solche Geste kann Wunder wirken. Allerdings versäume ich auch immer ein Einschreiten , wenn eine Ungerechtigkeit passiert. Zu dumm, dass man nicht gewappnet ist.

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