piran: II

Als ich am Hafenkai ankomme unterhalten sich die Menschen unaufgeregt. Von ihnen erfahre ich, dass in den letzten Jahren Kreuzfahrtschiffe vor Piran ihre Anker werfen und die Passagiere mit Tenderbooten an Land gebracht werden. Piran wurde als venezianisches Kleinod für den Tourismus entdeckt, seitdem tummeln sich in den schmalen Gässchen japanische, russische und finnische Reisegruppen. Die Fischrestaurants platzen aus allen Nähten, wenn sich mehrere Touristengruppen für ein Mittagessen angemeldet haben.

Der neue Reiseboom sind Kreuzfahrten. Durch die Größe der Passagierschiffe, dreitausend bis sechstausend Personen haben Platz, sind die Reisen preislich erschwinglich. Der Vorteil gegenüber Busreisen ist, das Zimmer fährt immer mit. Es ist nicht notwendig bei einer Rundreise mehrmals das Hotel zu wechseln. Den reisefreudigen Senioren bleiben dabei die Strapazen, wie bei einer Busreise, die Koffer mehrmals aus- und einzupacken, erspart. Da die großen Destinationen abgefahren sind, werden jetzt kleine Küstenorte, die malerisch gelegen und historisch interessant sind, von den großen Kreuzfahrtschiffen angefahren. Wenn die Tiefe des Hafenbecken für einen Schiffsriesen nicht reicht und die Infrastruktur fehlt, so wird am offenen Meer geankert. Die Passagiere werden mit Tender Booten an Land gebracht.

2 Gedanken zu „piran: II

  1. Hallo Gerhard!
    Zumeist schaukeln die Tender Boote sehr stark, aber zusätzlich tragen die Passagiere Schwimmwesten. Das Risiko ist nicht größer als beim Laufen.

    Gruss schlagloch.

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