fasching:krapfen

Das neue Jahr beginnt in Kärnten mit der fünften Jahreszeit, dem Fasching. Dazu gehören als Schmankerln die Faschingskrapfen, die Fleischnudeln und der Heringssalat. Je nach Betrachtungsweise freuen sich die einen auf die regionalen Köstlichkeiten, die anderen fürchten die zusätzlichen Kalorien. Es genügt nicht, von einer Bäckerei die Krapfen zu gustieren, der Feinschmecker will sich durch die verschiedenen Bäckereien der Draustadt durchkosten. Bei der Füllung der Krapfen wird schon experimentiert, es gibt sie mit Schokolade- Vanille- und Preiselbeerfüllungen. Die Krapfen mit Marillenmarmelade Füllung schmecken mir am Besten. Besucht man in der Faschingszeit in Kärnten Freunde oder wird besucht, dann hat man die nötige Anzahl von Krapfen dabei. Zu Beginn der närrischen Zeit türmen sich die Krapfen in den Supermärkten. Auf den Wochenmärkten werden die zumeist fettreichen Bauernkrapfen angeboten. Bei denen mutiert der Teig nicht zu einer Gupfform, sondern bleibt flach mit einem schwulstigen Rand. Die Form könnte man mit der einer kleinen Pizza vergleichen. Beim Verkaufen wird eventuell ein Löffel Marmelade aufgebracht.

Bei den Faschingskrapfen verhält es sich wie mit der Weihnachtsbäckerei, der größte Gusto herrscht zu Faschingsbeginn. Kaum jemand freut sich darüber, wenn man ihm zum Faschingsausklang einen Krapfen serviert. In vielen kleinen Handels- und Handwerksbetrieben ist es üblich, dass am Faschingsdienstag den Kunden ein Faschingskrapfen angeboten wird. Oftmals erhält man eine Absage, mit dem Hinweis auf die füllige Figur, auf die Kalorien. Ähnlich reagieren die Kunden, lädt man sie zu einem Stamperl Schnaps oder Likör ein. Dabei gibt es die Argumente, dass sie mit dem Auto unterwegs sind oder wegen der Einnahme von Tabletten nichts alkoholisches trinken dürfen. Langsam versandet der Brauch, den Kunden zum Fasching etwas anzubieten.

Brauchtum

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.