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Bei den Verwandten bewegen sich die körperlichen Beschwerden im üblichen Rahmen. Die ersten Krankenbesuche werden fällig, wenn sich eine operierte Person in der Rehabilitation befindet. In den Rehas wimmelt es von Patienten. Die Aufenthalte erfolgen nach Herzoperationen, Hüft- und Knieoperationen. Zumeist wollen die Patienten ihre neue Fitness unter Beweis stellen. Bei der Demonstration von der Beweglichkeit des implantierten Hüftgelenks komme ich mir krank und unbeweglich vor. Der Bekannte erzählt, welches weitreichende Bewegungsprogramm er vorhat. Zu den erlernten Gymnastikübungen kommen Schwimmen, Gehen und Radfahren am Heimtrainer, dazu. Bei mir verschafft dies ein schlechtes Gewissen, weil ich korpulent  und nicht täglich sportlich aktiv bin. Zwickt es in der Hüfte oder im Kniegelenk, dann kommt es zu einer Selbstbeschuldigung, da ich mir seit langem vorgenommen habe, den wöchentlichen Kalorienbedarf zu reduzieren. Es ist ein ewiges auf und ab. Gerade habe ich es geschafft die zusätzlichen zwei Kilo, vom letzten Aufenthalt am Meer zu verlieren, nähert sich die nächste Kalorienfalle, die Osterjause. In Kärnten ist man den verschiedenen Genussfallen,  diese sind gleichmäßig über das Jahr verteilt, ausgeliefert. Ich schwanke zwischen Zunahme und Abnahme hin und her.

Vor einem Fest versucht man alle körperlichen Beschwerden, welche nicht gravierend  sind, auf die Seite zu schieben. Just zu dem Zeitpunkt, wenn man topfit sein soll, plagen einen Magen- und Gelenkschmerzen. An der Verkaufsfront wird ein Teil der Arbeitsenergie dafür verwendet, sich von seiner lächelnden Seite zu zeigen. Als Generation Babyboomer kannten wir Stress und Burnout nicht. Einer der Gründe dafür ist, die vielen Ablenkungen der Social Media erreichten uns erst im letzten Lebensdrittel.

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